Prey: Science-Fiction-Shooter im Stile von Bioshock - zu Gast bei den Prey-Machern Arkane Studios
Special
Wir haben das Prey-Studio besucht: Nach dem Dishonored-Schleich-Duo zieht es die Arkane Studios in den Weltraum: Wird das Sci-Fi-Abenteuer Prey ein modernes System Shock?
Willkommen im Paralleluniversum von Prey, dem neuesten Action-Adventure der Arkane Studios (Dishonored-Reihe). Im US-Bundesstaat Texas arbeitet der amerikanische Arkane-Außenposten mit Volldampf daran, die Welt des Jahres 2032 Wirklichkeit werden zu lassen. Wir besuchten die Entwickler in Austin und machten mit ihnen einen Abstecher auf die Raumstation Talos I.
Das neue Prey ist ein Reboot
Die Geschichte um einen einsamen Helden, der eine Raumstation erkundet, hat mit dem 2006 erschienenen Vorgänger, beziehungsweise dem seit langem geplanten Nachfolger nichts mehr zu tun: Prey ist das, was man im Hollywood-Neudeutsch einen Reboot nennt. Gleichzeitig erinnert es spielerisch an Arkane-Projekte wie Dark Messiah of Might and Magic und die Dishonored-Serie: Eine Hauptfigur muss eine feindliche Umgebung erkunden - wahlweise auf leisen Sohlen oder mit Waffengewalt.
Raphael Colantonio, der die Arkane Studios im Jahre 1999 gründete, sieht Prey als moderne Hommage an Titel wie System Shock oder Thief: "Das ist genau die Art von Spielen, die unser Studio produziert. Und dabei wollen wir die Rollenspielelemente etwas stärker hervorheben." Eine moderne Ausgabe von System Shock ist in der Tat schon lange überfällig.
Quelle: Bethesda
Prey: Studiobesuch bei Arkane
Wir schlüpfen in Prey in die Rolle von Morgan Yu, der auf der Talos I Experimente durchführt, die gewaltige Auswirkungen auf die ganze Menschheit haben könnten. Doch zum Experimentieren kommen wir vorerst nicht: Es gilt, die einmal mehr ausgebrochenen Typhon in Schach zu halten, die fast alles Leben auf der Station ausgelöscht haben - "mit Grips, Werkzeugen, Waffen und Alien-Kräften", fügt Lead Designer Ricardo Bare hinzu. Er zeigt uns eine Pre-Beta-Fassung des Spiels, in der wir uns zunächst durch die schwerelosen G.U.T.S. hangeln: verzweigte Versorgungsschächte, die die ganze Station durchziehen.
Das neue Prey bietet viele spielerische Freiheiten
Derweil versperrt ein rasant rotierender Ventilator unseren Weg. "Ihr könntet ihn mit einer Granate zerstören oder mit der GLOO-Kanone anhalten", sagt Lead Designer Ricardo Bare. Diesen ungewöhnlichen Ballermann präsentierten die Entwickler erstmals auf der Quakecon: Er verspritzt einen zähen Schaum, der augenblicklich erstarrt. Damit lassen sich nicht nur bewegliche Hindernisse oder gar Typhon-Aliens einfrieren. Kreative Spieler erschaffen mit gekonnten Spritzern beispielsweise Stufen in einem Aufzugsschacht, um so von einer Stationsebene zur nächsten zu gelangen.
Quelle: Bethesda
Prey: Studiobesuch bei Arkane
"Wenn wir euch ein Hindernis in den Weg legen, stellen wir sicher, dass ihr es auf mehrere Arten und Weisen überwinden könnt", sagt Bare. An einer Stelle versuchen wir an ein Medkit in einem versperrten Raum zu gelangen. Hier haben wir zwei Möglichkeiten: Wir verwandeln uns mit der Psi-Kraft Mimikry in ein kleines Objekt, etwa einen Kugelschreiber, und rollen so unter der Barriere hindurch. Alternativ lösen wir eine kinetische Explosion im uns unzugänglichen Raum aus, deren Druckwelle das Medkit durch die Tür zu uns nach draußen schleudert - wir müssen es dann nur noch aufheben. "Bestimmt fallen manchen Spielern noch ganz neue Methoden ein", macht Ricardo Bare Lust auf Experimente.
Prey: Story mit Telepathen-Terror
Wir sehen uns mit Ricardo Bare jetzt einen anderen Teil der Talos I an: die Besatzungsunterkünfte. Hierher kehren Komplettierungsfanatiker im Laufe des Spiels immer wieder zurück, denn hinter den teilweise verschlossenen Kabinentüren warten optionale Nebenmissionen. Unsere Mission ist jedoch eine andere: Wir müssen Sprachaufnahmen einer gewissen Danielle Sho aufspüren. Damit wollen wir ein biometrisches Schloss überlisten, das uns den Zugang zur Datenzentrale versperrt.
Quelle: Games Aktuell
Prey in Games Aktuell 01/2017 - ab 16.12. als App-Ausgabe und ab 21.12. im Zeitschriftenhandel
Natürlich ist das nicht so einfach, wie es klingt: In den Besatzungsquartieren schlurfen von einem Typhon-Telepathen kontrollierte Besatzungsmitglieder umher, denen wir tunlichst aus dem Weg gehen sollten. "Ihr könnt sie retten, indem ihr den Telepathen ausschaltet - oder sie mit einem gezielten Taser-Schuss bewusstlos zu Boden gehen lasst", sagt Raphael Colantonio. Warum sollten wir die Besatzung überhaupt verschonen? "Das werdet ihr am Ende des Spiels herausfinden", orakelt Colantonio und spielt damit auf die zahlreichen unterschiedlichen Ausgänge der Hauptgeschichte an. Prey erscheint 2017 für PC, PS4 und Xbox One.
Mehr zu den Eindrücken aus unserem Prey-Studiobesuch bei den Arkane Studios, samt eines ausführlichen Interviews mit Studiochef Raphael Colantonio, lest ihr in der großen Prey-Titelstory in der Games Aktuell 01/2017, ab 16. Dezember (17 Uhr) in der Games Aktuell App und ab 21. Dezember im Zeitschriftenhandel.
