Prehistoric Kingdom im Early-Access-Check: Dino-Aufbauspiel mit großem Potenzial
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Prehistoric Kingdom versucht die Stärken von Jurassic World Evolution und Planet Zoo miteinander zu verbinden. Das Spiel ist nun in den Early Access gestartet und wir haben uns die derzeitige Fassung einmal angeschaut. Auch wenn noch vieles an Inhalten und Features fehlt, zeigt das Spiel doch bereits sein großes Potenzial.
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Man nehme Jurassic World Evolution und Planet Zoo, fertig ist die grobe Umschreibung von Prehistoric Kingdom. Das Aufbauspiel der bisher recht unbekannten Indie-Entwicklers Blue Meridian schickt sich an, die Stärken der beiden großen Vorbilder von Frontier Software in einem Spiel zu vereinen. Seit Kurzem befindet sich der Titel auf Steam im Early Access. Wir haben uns die aktuelle Version einmal angeschaut.
Prähistorischer Sandkasten
Der Umfang des Spiels ist derzeit noch recht überschaubar. Unter dem Menüpunkt Szenarien befindet sich bisher nur eine Tutorial-Mission, die einem die Grundzüge einiger Funktionen beibringt. Das reicht für den Start, vor allem für im Genre erfahrene Spieler. Da das Spiel aber eine gewisse komplexe Tiefe besitzt, kann diese Einführung auch gerne noch ausgebaut werden. Weitere Szenarien beinhaltet das Spiel noch nicht. Stattdessen kann das freie Spiel in Angriff genommen werden. Hier stehen zwei verschiedene Modi zur Auswahl. Im Sandbox-Modus geht es in erster Linie ums Bauen, ohne sich groß über die Wirtschaft Gedanken machen zu müssen. So lassen sich in diesem Modus unter anderem endloses Geld und Forschungspunkte einstellen. Ein Paradies für Schönbauer.
Wer die wirtschaftliche Herausforderung sucht, der probiert den Challenge-Modus in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Letztere beeinflusse, wie viel Startkapital und Forschungspunkte zu Spielbeginn zur Verfügung stehen. Außerdem erhöht sich mit steigender Schwierigkeit auch die Anzahl der Stürme pro Jahr. Für beide Spielmodi stehen bisher drei Karten in Großbritannien, Spanien und Costa Rica zur Auswahl. Die Maps unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre unterschiedlichen Klimazonen und Vegetation.
Quelle: PC Games
Neben Dinos beherbergt ihr in eurem Park auch urzeitliche Tiere wie das Mammut.
Mehr als nur Dinos
Der grobe Spielablauf dürfte jeden, der schon einmal einen Parkmanager gespielt hat, vertraut sein. Wir starten in einer leeren Landschaft, nur das Eingangsgebäude des Parks stet bereits. Unsere Aufgabe ist es nun Attraktionen zu errichten, Wege zu verlegen und für das Wohlbefinden der hoffentlich bald in Strömen ankommenden Besucher zu sorgen. Die Attraktionen sind im Fall von Prehistoric Kingdom eben keine Karusselle und Achterbahnen, sondern urzeitliche Tiere. Anders als bei Jurassic World Evolution beschränkt sich das Angebot an Spezies aber nicht nur auf Dinosaurier. Es gibt auch diverse steinzeitliche Säugetiere und Vogelarten, darunter Mammut, Säbelzahntiger und Wollnashorn.
Quelle: PC Games
Mit dem Gebäudebaukasten sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.
Zu Spielbeginn stehen uns nur eine Handvoll von Spezies zur Verfügung. Neue tierische Attraktionen schalten wir ähnlich wie in Jurassic World Evolution über Expeditionen frei. Dazu müssen wir Wissenschaftspunkte einsetzen, um die entsprechenden Ausgrabungsstätten freizuschalten. Diese Punkte erzeugt unser Park mit der Zeit automatisch. Insgesamt lässt dieser Bereich derzeit noch ein wenig Komplexität vermissen.
Denn in anderen Spielbereichen sieht das schon ganz anders aus. Besonders das Bauen bietet so viele Möglichkeiten, dass sich kreative Spieler hier richtig austoben können. Recht simpel ist noch das Errichten von Zäunen für die Gehege. Hier wählen wir zwischen Stein-, Glas-, Metall- und Holzkonstruktionen aus, die jeweils unterschiedlichen Sicherheitsstufen zuzuordnen sind. Den Zaun der Wahl ziehen wir dann einfach über die Landschaft, wie es uns gefällt. Damit sich die Tiere in ihrem Zuhause auch wohlfühlen, müssen wir bestimmte Bedingungen erfüllen. Dazu stellen wir ein bestimmtes Verhältnis von Wasser, Wald und freier Fläche her. Außerdem bevorzugen viele Arten eine bestimmte Art des Bewuchses. Ein Mammut bevorzugt etwa Bäume der nördlichen Tundra.
Virtueller Baukasten
Mit einem Gehege ist es aber nicht getan. Die Besucher wollen die Tiere natürlich auch sehen, sie wollen mit Essen und Trinken versorgt werden und im Optimalfall lassen sie zusätzliche Moneten in Souvenirshops springen. Also müssen wir entsprechende Einrichtungen errichten. Dazu wählen wir entweder aus vorgefertigten Gebäuden aus, oder gestalten den Bau komplett selbst. Als Grundlage dazu dient ein Modul, dass die eigentliche Funktion des Gebäudes sicherstellt. Für einen Imbiss wäre das etwa die Verkaufstheke. Drumherum können wir dann mit diversen Bausteinen unserer Fantasie freien Lauf lassen. Die einzelnen Module lassen sich dazu mit verschiedensten Texturen belegen und in ihrer Größe beliebig anpassen.
Bildergalerie
Die so erstellten Gebäude lassen sich für eine erneute Verwendung abspeichern - zumindest theoretisch. Bisher ist der entsprechende Menüpunkt ausgegraut. Seinen Early-Access-Zustand kann das Spiel nämlich nicht verbergen. An vielen Stellen treffen wir auf unfertige Features und nicht zugängliche Funktionen. Es gibt zudem noch spürbare Bugs. So läuft unter anderem unser Geldfluss weiter, selbst wenn wir das Spiel pausiert haben. Die Grafik schaut bereits sehr schick aus, besonders bei den Tiermodellen. Dafür hat sie noch mit, recht starkem Kantenflimmern zu kämpfen. Vor allem an weißen Umrandungen hervorgehobener Objekte und dünnen Metallstrukturen.
Hand anlegen sollten die Entwickler unserer Meinung nach auch noch bei den Menüs. Hier wäre teilweise etwas mehr Übersichtlichkeit hilfreich. Einerseits gibt es Menüs, die uns mit einem Wust an Informationen erschlagen. Andererseits gibt es wichtige Informationen, die wir vermisst haben. Wir konnten zum Beispiel keine komplette Übersicht über die Stromversorgung finden, die uns aufzeigt, wo wie viel produziert wird und welchen Verbrauch die Gebäude haben. Trotz der noch sehr deutlichen Mängel und des bislang überschaubaren Umfangs hat Prehistoric Kingdom aber sehr viel Potenzial, um sich mit den Genregrößen von Frontier zu messen.
Meinung
Prehistoric Kingdom wird vom Indie-Studio Blue Meridian entwickelt und von Crytivo vertrieben. Das Spiel ist seit dem 27. April 2022 im Early Access auf Steam erhältlich. Der Kaufpreis liegt bei rund 25 Euro. Was haltet ihr vom Konzept von Prehistoric Kingdom? Schreibt es uns in den Kommentaren.
