Port Royale 4: Der neue Teil der Wirtschaftssimulation-Serie in der Vorschau
Special 35,99 €
Konkurrierende Kolonien, reger Handel und blutrünstige Piraten - Port Royale 4 versetzt euch in die Karibik, in eine Zeit, bevor sie von überfüllten Kreuzfahrtschiffen heimgesucht wurde. Als Piraterie noch ein ehrliches Geschäft war und statt Tourismus der Handel florierte. In unserer Vorschau auf Basis der Beta verraten wir euch, was euch in dem Spiel erwartet und wo es derzeit noch hakt.
Handeln, Kämpfen und die Städte der europäischen Kolonien aufbauen: Port Royale 4 (jetzt kaufen / 35,99 € ) verspricht nicht nur Abenteuer, sondern Abenteuer in der Karibik, und mit Piraten ist bekanntlich alles besser! In unserer Vorschau geben wir euch einen Ausblick auf den vierten Teil der Wirtschaftssimulation-Reihe, der wie seine Vorgänger auch Seeschlachten integriert. Diese werden diesmal allerdings rundenbasiert ausgetragen.
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Wir durften die Closed Beta spielen, in der es eine englische und eine deutsche Sprachausgabe gibt. In der fertigen Version sollen weitere Sprachen als Untertitel verfügbar sein: Französisch, Italienisch, Spanisch und Russisch. Das Spiel erscheint im Herbst sowohl für PC, als auch Playstation 4, Xbox One und Nintendo Switch.
Neben mehreren Kampagnen und dem Modus "Freies Spiel" gibt es eine Reihe von optionalen Tutorials, die selbst Strategieneulinge abholen und gut in das Genre einführen. In Port Royale 4 erwartet uns anschließend ein komplexes Handelssystem, das aus 60 Städten und 25 Gütern besteht. Jede Stadt kann nur eine begrenzte Menge an Waren selber produzieren, der Rest muss durch lokale Händler importiert werden.
Handeln und Herrschen
Quelle: PC Games
Vor Spielbeginn wählt man einen von vier Charakteren, die jeweils einzigartige Boni mitbringen.
Der Schwerpunkt liegt darin, seine Nation mit Gütern zu versorgen. Wichtig sind Grundnahrungsmittel wie Weizen, Gemüse oder Obst. Je größer eine Stadt wird, desto mehr fordern die Bürger auch andere Waren wie Stoffe oder Möbel. Durch die Kategorien Grund-, Bedarfs-, Handels-, und Luxuswaren müssen wir uns zum Glück nicht selber überlegen, was die Städte so brauchen, sondern werfen uns schnell ins Getümmel. Wir kaufen ein, was im Überfluss vorhanden ist und verkaufen, was die Stadt nicht vorrätig hat. Alleine daraus ergeben sich nämlich die Preise, was die Geldgewinnung sehr einfach macht. Da die Karte recht groß ist und wir nicht immer überall sein können, dürfen wir Handelsrouten einrichten. Hier markieren wir Städte (für die wir eine Handelserlaubnis brauchen) und entscheiden, was wo gekauft und verkauft wird. In diesem Fenster sehen wir die Strömungen im Wasser, wo es besonders viele Stürme gibt, wo Flaute herrscht und das Wasser sehr niedrig ist - das ist wichtig für Schiffe mit viel Tiefgang. Durch geschicktes Ändern der Route lassen sich manchmal ein paar Tage Seeweg rausschlagen und unsere Handelsroute wird noch profitabler.
Quelle: PC Games
Erstellte Handelsrouten werden automatisch von zugewiesenen Schiffen abgefahren und generieren dauerhaft Geld. Auf der Karte werden die Strömungen des Wassers angezeigt. Wer sich an ihnen orientiert, kann leicht für mehr Profit sorgen.
Die Menge an Ware, die gehandelt wird, kann entweder automatisch den Bots überlassen, oder durch Festlegung genauer Preise und/oder Mengen bestimmt werden, womit man genaue Handhabe über alle Vorgänge bewahren kann. In unserer Testversion war dies ein wenig umständlich, da die Bots sich anscheinend nur ungefähr an die Vorgaben hielten. Trotzdem ließ sich so gut bestimmen, was wohin soll.
Selbst im freien Spiel muss man nicht ganz ohne Vorgaben arbeiten. Jeder Nation ist nämlich ein Vizekönig vorangestellt, also der Vertreter des europäischen Obermackers. Der gibt uns regelmäßig kleine Aufgaben und entscheidet, wer wie viel besitzen darf. So muss man für jeden Kapitän, den man anheuern will, für bestimmte Produktionsgebäude und große Kriegsschiffe seinen Einfluss spielen lassen. Den erhält man in Form von Ruhm. Wer seinem Vizekönig hilft, der erhält Ruhmpunkte und die können für Privilegien ausgegeben werden. Wer bestimmte Waren rumschippert oder Piraten bekämpft, macht seinen Chef glücklich und kann sich ein paar Vorteile sichern.
Stadtverwaltung
Quelle: PC Games
Beim Ausbau der Stadt ist darauf zu achten, dass jeder Bürger an eine Kirche oder Taverne kommt.
In Port Royale 4 gibt es unabhängig vom Spieler ein funktionierendes Wirtschaftssystem. Neben uns befahren noch viele weitere Händler das Karibische Meer und versorgen Städte mit dem, was benötigt wird. Manche Städte leben auf und andere schmelzen zu Dörfern zusammen. Oft erscheint uns das willkürlich, aber zum Glück kann man dagegen vorgehen. Erstens kann man benötigte Ware dorthin schiffen, wo sie gebraucht wird, zweitens kann man auch selber in Städten bauen. Dazu brauchen wir eine Baulizenz, die wir kaufen können, nachdem wir ein bisschen mit dem Ort gehandelt haben. Zwar dürfen wir noch keine Wohnhäuser errichten, aber Produktionsstätten. Neben uns bauen auch andere Händler in einer Stadt, allerdings können nur wir eine bestimmte Produktion so richtig ankurbeln. Um eine Stadt selber verwalten zu können, also mit Häuser- und Kirchenbau á la Anno, müssen wir mindestens 500 Arbeiter in dieser Stadt unter Vertrag haben, sowie Ruhmpunkte und Geld erübrigen können. Wohnen zu wenige Menschen in dem Ort, sodass wir nicht genug Leute beschäftigen können, ist erst mal Warten angesagt bis die aktuelle Stadtverwaltung auf die Idee kommt, Häuser zu errichten. Im Grunde funktioniert das ganz gut, allerdings sollte man viel Geld auf der hohen Kante haben, denn ein Gebäude kostet in der Regel so viel wie ein kleines Schiff.
Zwischendurch sollte man sich übrigens Zeit nehmen, die Städte mal anzusehen. Durch die eigene Engine schaffen die Entwickler von Gaming Minds eine wunderschöne Spielwelt. Das Glitzern der Wellen im Sonnenschein und das Wiegen der Palmen im Wind, lösen in uns mehr als einmal Sehnsucht nach den Stränden der Karibik aus - auch wenn wir gerne auf die Piraten verzichten können.
Auf in die Schlacht!
Quelle: PC Games
Kriegsschiffe benötigen Kommandopunkte, welche die Größe und Stärke einer Flotte einschränken.
Das Kampfsystem in der Port-Royale-Reihe durchlief bereits mehrere Veränderungen. Die Echtzeitkämpfe waren zu komplex, weswegen man sich entschied, eine maximale Anzahl an Schiffen einzubinden. Da dies aber die Stärke einer Flotte beeinflusst, rückte man für den vierten Teil von Echtzeitkämpfen ab und implementierte ein rundenbasiertes Kampfsystem.
Um überhaupt an Kämpfen teilnehmen zu können, braucht man einen Kapitän, der abhängig von seiner Stufe eine bestimmte Anzahl an Kommandopunkten innehat. Die geben vor, wie viele Kriegsschiffe in einem Konvoi fahren können. Da nur ein Konvoi in einer Schlacht kämpfen kann, der nur einen Kapitän haben darf und ein Kapitän eine maximale Anzahl an Kommandopunkten hat, ist die Menge der teilnehmenden Schiffe trotzdem begrenzt. Dafür machen die Seeschlachten aber eine Menge Spaß.
Durch taktische Fähigkeiten, die der Kapitän und die Schiffe vorgeben, sowie Ausrüstung, die wir durch das Erfüllen von Aufgaben bekommen, sind die Kämpfe relativ komplex. Dazu kommt eine intelligente KI, die ebenfalls auf Fähigkeiten zurückgreifen kann und für spannende Auseinandersetzungen sorgt. Wie viele Seeschlachten man ausficht, hängt davon ab, ob es Krieg zwischen den Nationen gibt oder sich Piraten in den Meeren tummeln. Ersteres ist mehr oder weniger vom Zufall bestimmt, die Anzahl der Piraten kann man aber zumindest im Freien Modus grob bestimmen.
Technische Feinheiten und Piraterie
Quelle: PC Games
Wer für Waren und Güter nichts bezahlen will, kann einfach die Piratenflagge hissen. Handelsschiffe lassen sich ohne Kampf einfach ausrauben. Um das Militär solltet ihr zunächst aber einen Bogen machen.
So viel Spaß wir mit der Closed Beta von Port Royale 4 haben, muss am Balancing der Aufgaben noch gearbeitet werden. Die Kampagne ist für uns nicht zu schaffen, da die Ziele in zu kurzer Zeit erfüllt werden müssten. Bei Nichtbestehen wird die Kampagne einfach beendet. Eine unserer Flotten ist einfach verschwunden und die Dialoge wiederholen sich nervig oft, wenn man eine Aufgabe nicht sofort erfüllen kann.
Auch im freien Modus ist es uns nicht möglich, sofort in Schlachten zu kämpfen, da wir erst mal Geld und Ruhm brauchen, um eine kampffähige Flotte klar zu machen. Abgesehen von einem Kapitän, der weit genug gelevelt ist, um genügend Schiffe zu befehligen, sodass wir im Kampf überhaupt eine Chance haben.
Wem das alles zu langsam geht, kann zwar selber die schwarze Flagge hissen und auf Beutezug gehen, kämpfen wird man dabei aber weniger. Wenn wir einen Handelskonvoi überfallen, erhalten wir ohne Kampf eine Menge Waren, verlieren allerdings Ruhm beim Vizekönig. Wer kämpfen will, kann sich mit dem Militär anlegen, allerdings handelt es sich dabei zumeist um große Flotten mit einem maximal gelevelten Kapitän, der euch schneller geentert hat, als ihr "unfair" rufen könnt.
Meinung
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