Extraportion Nostalgie dank Pokémon-Legenden: Z-A: Hommage an die sechste Gen

Kolumne Annika Menzel
Extraportion Nostalgie dank Pokémon-Legenden: Z-A: Hommage an die sechste Gen
Quelle: PC Games, Nintendo

Pokémon X ist die Lieblings-Edition von Redakteurin Anni, also kam der neue Legenden-Teil trotz seiner Schwächen wie gerufen. Doch was macht die sechste Generation auch nach so vielen Jahren eigentlich so besonders?

Pokémon-Legenden: Z-A war ein wilder Ritt. Von dem kurzen Zeitraum mal abgesehen, der mir zum Testen blieb, fuhr ich mit der Gefühlsachterbahn einmal durch alle Emotionen, die das Pokémon-Erlebnis so mit sich bringt: Überraschung, Frust, Freude, Enttäuschung und vor allem jede Menge Nostalgie.

Auch wenn es in Legenden: Z-A noch einige metaphorische Baustellen in Illumina City gibt, so hat das neue Spiel auf jeden Fall dafür gesorgt, dass ich mich zwölf Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt fühlte. Damals erschien nämlich die für mich beste Pokémon-Edition seit Anbeginn der Reihe.

Wiedergefundene Jugendliebe

Die Rede ist natürlich von der sechsten Gen, genauer gesagt von Pokémon X. Nun könnte man meinen, eigentlich müssten mir die ganz alten Spiele als eine der ersten Gaming-Erfahrungen besonders wohlwollend im Gedächtnis geblieben sein - und das sind sie auch!

Der Prismaturm ist das Wahrzeichen von Illumina City, sowohl in Pokémon-Legenden: Z-A als auch Pokémon X und Y. Es ist also kein Wunder, dass die Großstadt ihn kreisförmig umschließt. In der sechsten Gen ist die Stadt aber nur einer von vielen Schauplätzen. Quelle: PC Games Der Prismaturm ist das Wahrzeichen von Illumina City, sowohl in Pokémon-Legenden: Z-A als auch Pokémon X und Y. Es ist also kein Wunder, dass die Großstadt ihn kreisförmig umschließt. In der sechsten Gen ist die Stadt aber nur einer von vielen Schauplätzen. Der Soundtrack von Saphir und Rubin versetzt mich bis heute noch zurück in die Kindheit, in der ich mit meinem Game Boy Advance SP im heimischen Garten saß und zusammen mit meinem Flemmli die Hoenn-Region unsicher machte.

Doch auch wenn mich der charakteristische Soundtrack bis heute zum Schmunzeln bringt, nicht zuletzt durch unzählige dazugehörige Memes, ist es Pokémon X, das mich nach einigen Jahren Pause zurück zu dem Franchise geführt hat.

Nachdem ich etwas verspätet endlich einen Nintendo 3DS mein Eigen nennen durfte, entdeckte ich während eines spontanen Ausflugs in den Supermarkt meiner Heimatkleinstadt die damals neuen Pokémon-Editionen.

Heute ist es kaum denkbar, dass ein so großer Release spurlos an mir vorbeiziehen könnte, doch damals entdeckte ich neue Spiele eher durch interessante Cover in einem Regal - genau so wurde ich damals übrigens auch auf Horizon: Zero Dawn aufmerksam, das ebenfalls bis heute eines meiner Lieblingsspiele ist.

In Pokémon-Legenden: Z-A trefft ihr einige bekannte Charaktere aus der sechsten Generation wieder. Dazu gehören auch Azett und sein Floette, denen ihr schon bald nach eurer Ankunft im Hotel Z begegnen werdet. Quelle: PC Games In Pokémon-Legenden: Z-A trefft ihr einige bekannte Charaktere aus der sechsten Generation wieder. Dazu gehören auch Azett und sein Floette, denen ihr schon bald nach eurer Ankunft im Hotel Z begegnen werdet. Aber zurück zu Pokémon, denn das imposante Xerneas auf der Verpackung reichte damals sofort aus, um mich nach mehreren taschenmonsterlosen Jahren wieder dazu zu motivieren, die beste Trainerin aller Zeiten zu werden.

Fabulöse Fashion und Feen

Daheim angekommen traf mich aber nicht nur die reißende Welle der Nostalgie. Denn ohne es zu ahnen, hatte ich genau die richtige Generation erwischt, um wieder einzusteigen. Selbst die Wahl des Starters, die mir meistens eher schwerfiel, war in Sekundenschnelle entschieden: Meine Vorliebe für Feuer-Pokémon ergänzte sich hervorragend mit der für niedliche, Haustier-ähnliche Wesen.

Fynx und ich begaben uns also ohne Umschweife auf unser großes Abenteuer, auch wenn ich bis heute enttäuscht darüber bin, dass die frühere Rolle des Rivalen zunehmend von Freunden mit gerademal ein wenig Konkurrenzdenken ersetzt wurde.

Aber dieser Unmut verflog blitzschnell, nachdem ich die Rollerskates bekam und damit bequem durch die Kalos-Region cruisen konnte. Meine Lieblingsziele waren die Klamottenläden, denn den Kleidungsstil der Protagonistin fand ich damals richtig toll - so sehr, dass ich sogar im Alltag versuchte, das Standard-Outfit von Serena nachzustellen.

Mittlerweile würde ich sogar behaupten, Pokémon X war der Startschuss für mein Interesse an Fashion, und das nicht nur im echten Leben. Infinity Nikki lässt grüßen! Doch nicht nur das, denn ein weiterer Aspekt des Spiels hatte es mir sofort angetan: die Feen-Pokémon.

Es dauerte also nicht lange, bis mein Team komplett aus Monstern wie Flabébé, Clavion und natürlich Feelinara bestand. Vor allem über letztere freute ich mich riesig, denn es hing nicht umsonst später jahrelang ein großes Poster mit den Evolitionen in meinem Zimmer.

Nach einem Shopping-Ausflug gemütlich in einem Café sitzen und gemeinsam mit Flabébé ein Getränk genießen, während der Prismaturm nur einen Katzensprung entfernt ist: Das Nostalgielevel ist in so einem Moment besonders hoch. Quelle: PC Games Nach einem Shopping-Ausflug gemütlich in einem Café sitzen und gemeinsam mit Flabébé ein Getränk genießen, während der Prismaturm nur einen Katzensprung entfernt ist: Das Nostalgielevel ist in so einem Moment besonders hoch. Hübsche Klamotten und niedliche Feen als Begleiter sind aber nicht der einzige Grund, weshalb ich Pokémon X so gerne mag. Auch die Geschichte bewegte mich damals sehr und sorgte für einen Gesamteindruck, den ich auch nach so vielen Jahren nicht vergessen habe.

Willkommenes Wiedersehen trotz gemischter Gefühle

Und damit kommen wir nämlich wieder zu Legenden: Z-A, denn das neue Spiel setzt trotz einer anderen Ausrichtung handlungstechnisch dort an, wo X und Y aufgehört haben. Fünf Jahre später, wenn auch in einer anderen Rolle, in die bekannte Großstadt zurückzukehren und Charaktere wiederzutreffen, von denen ich mich damals eigentlich schon verabschiedet hatte, war ein ganz besonderes Gefühl.

Die Mega-Entwicklung ist zudem eines meiner liebsten Gimmicks, weshalb sich Nintendo und Game Freak für mich genau die richtige Generation als Vorlage ausgesucht haben. Auch wenn Legenden: Z-A leider nicht sein volles Potenzial ausschöpft und daher nicht mit dem Charme der sechsten Generation mithalten kann, freue ich mich sehr darüber, an die guten, alten Zeiten in der Kalos-Region erinnert zu werden.

Leider versprach ich gerade erst einer Freundin, ihr meinen Nintendo 3DS samt Pokémon X auszuleihen, damit sie selbst einmal in den Genuss kommt. Ansonsten wäre ich jetzt sehr versucht, sanft das Gedächtnis von Serena und Fynx zu löschen und mich vielleicht zum mittlerweile fünften Mal in das nostalgische Abenteuer zu stürzen.

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