Die PlayStation 5 Pro soll vor allem dank der Upscaling-Technologie PSSR überzeugen. 2026 wird die Technik allerdings schon wieder ersetzt - von AMD FSR 4.
Eines der wichtigsten Verkaufsargumente der im vergangenen Jahr veröffentlichten PlayStation 5 Pro war und ist die exklusiv auf dieser Konsole angebotene Upscaling-Technologie PlayStation Spectral Super Resolution (PSSR). Durch PSSR ist die Pro-Variante der Standard-PS5 nicht nur bei der Hardware, sondern auch bei der Software überlegen und erreicht so deutlich höhere Bildraten und Auflösungen.
2026 soll PSSR allerdings schon wieder Geschichte sein. Wie kürzlich nämlich bekannt gegeben wurde, bringen Sony und AMD die vom PC bekannte Alternative FSR 4 auf die PS5 Pro. Die Lücke zu Gaming-PCs soll dadurch nochmal verkleinert werden.
Sony und AMD bringen FSR 4 auf die PS5 Pro
FSR steht für "FidelityFX Super Resolution". Die neueste Version dieses KI-Upscalers ist in diesem Jahr exklusiv für Grafikkarten der RX 9000 veröffentlicht worden. In einem Interview mit Tom's Guide hat Mark Cerny, der leitende Architekt der PS5, diesen Schritt und ein paar Details zu den Hintergründen verraten.
Besonders wichtig und interessant ist dabei, dass FSR 4 tatsächlich in vollem Umfang auf die PS5 Pro kommen soll und nicht in einer abgespeckten Version. Im Bereich der KI-Upscaler ist für viele noch immer Nvidia's DLSS (Deep Learning Super Sampling) das Maß aller Dinge, FSR 4 soll aber nahezu auf Augenhöhe liegen.
Das ist offenbar unter anderem auf die enge Zusammenarbeit zwischen Sony und AMD zurückzuführen. Unter dem Titel "Project Amethyst" arbeiten die beiden Tech-Giganten seid 2023 noch enger zusammen als zuvor. Verschiedene Teams aus der ganzen Welt tauschen sich regelmäßig aus und vergleichen Erkenntnisse miteinander. Große Teile der nächsten GPU‑Architektur RDNA 5 sollen ebenfalls direkt aus diesem Projekt stammen.
Potenzielle Vorteile für PlayStation-Spieler
Es stellt sich natürlich die Frage, warum Sony PSSR so kurz nach dem Start schon wieder ersetzt. Die Vorteile dürften dabei allerdings auf der Hand liegen. Da FSR 4 auch auf dem PC verfügbar ist, sollte es für Entwickler leichter sein, ihre Spiele darauf zu optimieren. Mit PSSR musste die PS5-Pro-Version eines Spiels quasi immer nochmal einzeln angefasst werden.
Bei Exklusivspielen ist das weniger dramatisch, aber wenn ein Spiel auf verschiedenen Plattformen erscheinen soll, ist das eine zusätzliche Belastung. Erschwerend hinzu kommt, dass PSSR noch immer in vielen Spielen mit Problemen wie Bildartefakten oder einer schwachen Performance zu kämpfen hat. Solche Probleme gibt es bei einem Industrie-Standard wie FSR 4 in der Regel nicht.
Quelle: Tom's Guide
