PS5-Gaming-PC: Laufende Kosten und zwei 500-Euro-PCs
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PS5 vs. Gaming-PC: Wir wollen zwei PCs zusammenstellen, deren technische Daten den möglichen Daten der Playstation 5 ähneln. Hinzu kommen zwei Gaming-PCs für 500 Euro - so viel soll die PS5 nämlich kosten. Wir besprechen aber auch ausführlich, ob man die Technik von PCs und Konsolen überhaupt vergleichen kann und warum Konsolen günstiger als Gaming-PCs sind.
PC und Konsole - laufende Kosten
Allein durch die für Onlinegaming nötigen Mitgliedschaften Playstation Plus oder Xbox Live Gold bezahlt ihr jedes Jahr 60 Euro, sofern ihr die Mitgliedschaft nicht per Angebot günstiger bekommt. Eine 300-Euro-Spielekonsole kostet euch also, außer ihr verzichtet auf Online-Modi, nach fünf Jahren am Ende dann doch bereits 600 Euro. Ist also ein PC für 500 bis 600 Euro am Ende dann doch die cleverere Wahl, rein kostenseitig? Dies hängt vor allem davon ab, ob ihr viele Spiele kauft und diese auch behalten wollt.
In diesem Artikel
Bei Spielekonsolen sind die Spielepreise in der Regel etwas höher als bei den PC-Versionen, dafür sind letztere meist an einen Account gebunden. Konsolenspiele gibt es aber auch auf Disc, und wenn ihr die Spiele relativ zügig durchgespielt habt oder nach vielleicht einem Monat merkt, dass das Game doch nicht euer Fall ist, lassen sie sich noch für gutes Geld verkaufen. Am PC könnt ihr gekaufte Spiele wegen der meist vorhandenen Accountbindung nicht mehr verkaufen. Ausnahme: Wenn ihr früh genug merkt, einen Fehlkauf getätigt zu haben, könnt ihr beispielsweise bei Steam die Spielelizenz wieder zurückgeben und euer Geld wiederbekommen. Am Ende gibt es keinen eindeutigen Vorteil für die eine oder die andere Plattform - außer natürlich ihr wollt unbedingt ein ganz bestimmtes Spiel spielen, dass es nur für eine oder zwei der drei Plattformen PC, Xbox und Playstation gibt.
Gaming-PC zum PS5-Preis
Bevor wir einen PC zusammenstellen, der sich bei den technischen Daten an den (mutmaßlichen) Informationen zur PS5 orientiert, wollen wir den umgekehrten Fall betrachten: Was für einen PC bekommt man, wenn man 500 Euro investiert, also den Preis, der für die PS5 im kommenden Jahr wohl fällig wird? Wir haben dazu zwei PCs zusammengestellt: Beim einen nehmen wir eine starke CPU, den Ryzen 5 3600 um den PC möglichst lange "zukunftssicher" zu halten. Die Grafikkarte ist eine AMD Radeon RX 570 und reicht aktuell noch aus, wird aber relativ zeitnah zu ersetzen sein.
Quelle: Palit
MIt einer Nvidia GeForce GTX 1660 lässt sich ein Gaming-PC für 500 Euro umsetzen.
Eine neue Grafikkarte macht diesen PC in zwei bis drei Jahren aber wieder fit für neueste Games. Beachtet beim ersten PC aber das Thema Mainboard: Das BIOS des Mainboards muss für den Ryzen 5 3600 möglichst aktuell sein, um ihn zu erkennen. Dies lässt sich beim Händler erfahren. Wurde das Mainboard ab August diesen Jahres produziert, sollte es bereits ein ausreichend neues BIOS haben. Nach zur Not könnt ihr auch bei AMD kostenfrei eine Leih-CPU bestellen, mit der ein Update möglich ist. Der zweite PC setzt auf eine günstigere CPU, den Ryzen 5 2600, und dafür eine stärkere Grafikkarte. Die CPU ist zwar in Spielen etwa 25 Prozent langsamer als der Ryzen 5 3600 und muss somit früher ersetzt werden - trotzdem dürften einige Jahre Nutzungsdauer kein Problem sein. Sollte der PC irgendwann für ein neu herausgekommenes Game nicht mehr reichen, wird mit hoher Sicherheit ein Aufrüsten der Grafikkarte wieder für eine Weile Ruhe sorgen. Die hier verwendete Nvidia GeForce RTX 1660 ist übrigens gute 30 Prozent schneller als die AMD RX 570 aus dem Ryzen 5 3600-PC. Der zweite PC ist in der Summe aktuell daher etwas schneller als der erste PC, dafür hat der erste PC wie gesagt die "zukunftssicherere" CPU. Hier nun unsere 500-Euro-Vorschläge in einer Tabelle, auf der nächsten Seite widmen wir uns dann zwei PCs, deren Hardware-Komponenten den (mutmaßlichen) Daten einer PS5 entsprechen:
| Komponente | Unser Vorschlag für PC Nummer 1 | Preis ab | Unser Vorschlag für PC Nummer 2 | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Ryzen 5 3600 (6x 3,6-4,2 GHz) | 187 Euro | Ryzen 5 2600 (6x 3,4-3,9 GHz) | 113 Euro | |
| Mainbaord | MSI A320M-A Pro Max | 49 Euro | ASRock A320M-HDV R4.0 | 45 Euro | |
| RAM | 1x8GB G.Skill Aegis DDR4-3000 | 25 Euro | 1x8GB G.Skill Aegis DDR4-3000 | 25 Euro | |
| Grafikkarte | XFX Radeon RX 570 RS XXX | 130 Euro | KFA2 GeForce GTX 1660 | 209 Euro | |
| Festplatte | Toshiba DT01ACA 1000GB | 35 Euro | Toshiba DT01ACA 1000GB | 35 Euro | |
| Gehäuse | Sharkoon VS4-S | 29 Euro | Cooltek KX | 27 Euro | |
| Netzteil | be quiet! System Power 9 400W | 40 Euro | FSP Hax+ 400W | 40 Euro | |
| Gesamtpreis etwa | 495 Euro | Gesamtpreis etwa | 494 Euro |
Hinweis: solltet ihr bereits bestimmte Komponenten besitzen, die noch gut zu gebrauchen sind, zum Beispiel eine Festplatte oder ein Gehäuse, wird das Projekt freilich günstiger, oder ihr könnt das gesparte Geld in andere Bauteile investieren. Als Alternative zu den Grafikkarten sind möglicherweise die noch nicht veröffentlichten, aber bald erwarteten AMD Radeon RX 5500 und Nvidia GeForce GTX 1650 Super einen Blick wert - sobald sie denn zu haben sind und die Preise stimmen. AMDs Bolide soll in etwa so stark wie die AMD Radeon RX 580 sein, aber deutlich stromeffizienter. Die neue Nvidia-Grafikarte dürfte die Leistung einer AMD Radeon RX 570 erreichen, vielleicht auch ein wenig mehr.
