Wechsel von PS3 auf PS4: Entertainment mit Abstrichen und kein Spaß ohne PlayStation Plus? + Fazit
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Das müssen Umsteiger von PlayStation 3 auf PS4 wissen: In unserem Artikel geben wir hilfreiche Tipps und Tricks, die euch den Wechsel auf die neue Konsolengeneration erleichtern sollen. Wir werfen einen Blick auf Bedienung sowie Zubehör, gehen auf spezifische Upgrades ein und verraten, ob ihr für PS4 zwingend eine PlayStation-Plus-Mitgliedschaft benötigt.
Entertainment mit Abstrichen
So toll der Bedienungskomfort aber auch ist, besonders die Rolle als Entertainment-Center erfüllt die Playstation 4 momentan nur teilweise. Der entscheidende Negativpunkt ist die fehlende Unterstützung vieler optischer Formate. Momentan liest die Konsole weder Audio-CDs, MP3s noch 3D-Blurays. Selbst wenn ihr die Inhalte auf einen externen Datenträger kopiert, werdet ihr kein Glück haben. Außer zum Zweck von Updates oder dem Backup von Speicherständen, sind USB-Sticks und -Festplatten zu nicht mehr einsetzbar. Gleiches gilt für NAS-Systeme und im Netzwerkspeicher. Neben den Sony-Diensten Music- und Video-Unlimited, hat die PS4 aber immerhin schon Apps für Watchever, Lovefilm, Maxdome und Musik-Videos über Vidzone.
(Kein) Spaß ohne Playstation-Plus
Da die Konsole für die komplette Wohnzimmerunterhaltung noch nicht ganz reif ist, solltet ihr den Kauf eher wegen der Spiele in Betracht ziehen. Besonders wenn ihr euch digitale Upgrades für einige eurer PS3-Games sichern möchtet. Ihr könnt für eine begrenzte Zeit einen Code für zehn Euro einlösen (sollte der Spiele-Box beiliegen), der euch Zugang zu der PS4-Version bietet. Das bezieht sich auf Assassin's Creed 4: Black Flag (bis Ende Januar), Battlefield 4 (bis 28. März), Call of Duty: Ghosts und NBA2K14 (jeweils bis Ende März). Ansonsten ist das Spieleangebot noch überschaubar, wenn auch mit Killzone: Shadow Fall oder FIFA 14 hochkarätig.
Quelle: PC Games
Online-Gamer werden nicht um den PS-Plus-Dienst herumkommen. Dafür bekommt ihr aber auch regelmäßig Gratisspiele und Rabatte auf Top-Titel.
Besser aufgestellt ist die Konsole im Bereich der Download- und Indie-Spiele. Titel wie DC Universe oder Warframe sind neben Resogun und Don't Starve sorgen für viele Stunden Unterhaltung. Besonders, da ihr die letzteren beiden als PS-Plus-Mitglied gratis erhaltet. Wer im Übrigen nicht ohnehin schon die 50 Euro im Jahr aufgebracht hat, sollte sich das überlegen. Das mag für einige störend sein, aber im Multiplayer-Modus könnt ihr nur zocken, wenn ihr das Upgrade macht. Davon ausgenommen sind Free2Play-Titel. Dadurch kann Sony aber Server bezahlen und ein besseres Online-Erlebnis bieten, als zuvor. Nebenbei bekommt ihr auch Cloud-Speicher für eure Speicherstände, früheren Zugang zu Demos und viele Rabatte auf Spiele.
Second-Screen
Wer das Komplettpaket möchte, kann sich noch die PS Vita anschauen. Durch Remote-Play könnt ihr so zum Beispiel eure PS4-Spiele auf euer Handheld streamen und von dort aus zocken. Da geht nicht nur über das Netzwerk zu Hause, sondern rein theoretisch auch in der ganzen Welt, sofern die Upload-Rate eures Internetanschlusses die nötige Bandbreite liefert. In einigen Spielen bekommt ihr auch die sogenannte Second-Screen-Funktion. Damit können Entwickler Inhalte zum Spiel auf die Vita auslagern, wie Mini-Maps oder zusätzliche Trivia zum Geschehen. Das geht aber auch mit der neuen Playstation-App auf iOS und Android.
Quelle: Sony
Eure PS4 berechnet die Grafik und ihr zockt unterwegs Killzone: Shadowfall auf der Vita. So schnell wird kein Handheld diese Grafik liefern können.
Aber selbst wenn ihr eure Playstation 4 die meiste Zeit offline betreiben möchtet, so kommt ihr wohl nicht um den ersten Patch herum. Dieser schaltet nämlich einen Großteil der erwähnten Features erst frei. Darunter fallen Online-Gaming, das Abspielen von Blurays und DVDs, Streaming, Aufnahmen, Second-Screen, Party-Chat und noch viele mehr. Schließt die Konsole deshalb zumindest am ersten Tag an euer Internet an und ladet euch das ca. 300 MB große Update herunter, um die PS4 vernünftig nutzen zu können.
Fazit
Sobald die Playstation 4 in ausreichender Stückzahl zu einem normalen Preis verfügbar ist, steht ihr als potentielle Käufer vor der Entscheidung: Als Entertainment-Center lässt sich die Konsole in der aktuellen Version nur mit großen Einschränkungen (keine 3D-Blu-rays, eigene Videodateien oder MP3s abspielbar) einsetzen und das Spieleangebot ist, wie kurz nach Launch üblich, eher überschaubar. Allerdings sind mit Infamous: Second Son und The Order: 1886 potenzielle Top-Titel auf dem Weg. Immerhin bietet die Konsole dank der hohen Leistung eine Grafikqualität, die im PC-Bereich einen deutlichen Aufpreis kosten würde und steigert den Bedienkomfort deutlich gegenüber der letzten Generation. Wenn die PS3 das Zentrum eures Wohnzimmers war, werdet ihr diese aber wohl noch nicht abbauen können. Hier sollte Sony zeitnah nachliefern, sonst überlegen es sich vielleicht viele Kaufinteressenten zwei Mal, bevor sie den vollen Preis zahlen.
