Exklusiv-Spiele wie Super Mario und Uncharted sind immer noch sehr wichtig, findet der Ex-Boss von PlayStation
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Der ehemalige PlayStation-Boss Shawn Laydon hat sich im Rahmen eines Podcasts zu Exklusivtiteln für Videospiel-Konsolen geäußert und findet deutliche Worte zu ihrer Bedeutung.
In der Gaming-Industrie und Spiele-Community wird immer wieder über die Relevanz von Exklusivtiteln und die strategische Ausrichtung der Konsolenhersteller diskutiert. Shawn Layden, der ehemalige CEO von Sony Interactive Entertainment America, hat sich erneut besorgt über den Trend zur Plattformunabhängigkeit geäußert. Als Gast des Podcasts "Pause for Thought" warnte er jetzt erneut davor, dass Konsolen wie die PlayStation 5, Switch 2 oder Xbox Series X ihre Identität verlieren könnten, wenn Hardware-exklusive Spiele zunehmend verschwinden würden.
Warum sind Exklusivtitel so wichtig für die Konsolen?
Laut Layden bilden First-Party-Titel das Fundament des Konsolengeschäfts und es sei sehr wichtig, Exklusivtitel im Portfolio zu haben. Sie würden nicht nur dem direkten Erzielen von Einnahmen dienen, sondern die Marke definieren und sie mit exklusiven Marken vom Wettbewerb abgrenzen. Der Ex-PlayStation-Boss zieht im Gespräch einen drastischen Vergleich:
Sollten ikonische Charaktere wie Mario jemals auf einer PlayStation (jetzt kaufen ) erscheinen, käme dies aus seiner Sicht einer "Apokalypse" für das bisherige Geschäftsmodell der Konsolenhersteller gleich. Exklusive Software sei das primäre Differenzierungsmerkmal, welches Hardware-Käufe rechtfertigen würde. Außerdem betont Layden, dass sich Konsolen weiterentwickeln müssen. Die Branche müsse Wege finden, jenseits von reiner Rechenpower einen Mehrwert zu bieten, denn er brauche "keine 200 FPS und noch mehr Ray-Tracing" beim Spielen.
Er sagt ebenfalls, dass nicht jedes Spiel konsolenexklusiv sein sollte, und verweist auf MMOs und Free-to-Play-Spiele, die eine große Spielerbasis benötigen. Diese nur auf eine Plattform zu beschränken, würde rund 180 Millionen weitere Spieler ausschließen. Zumal Free-to-Play-Titel erfahrungsgemäß nur drei Prozent der Spieler erreichen würden, und da mache es einen gravierenden Unterschied, ob man diese aus 20 oder 200 Millionen Spielern generiert.
Ein großes Problem bei einem Multi-Plattform-Titel sei jedoch, dass man Spiele aufgrund verschiedener Hardware-Konfigurationen immer auf den kleinsten gemeinsamen Nenner setzen müsse, während man bei einem Exklusivtitel alle Regler auf Anschlag bringen kann, was in der Regel für ein besseres Erlebnis sorgen würde.
Quelle: Pause for Thought, via YouTube
