Pikmin 1+2 im Test: Kleine Männchen versprechen großen Spaß
Test
Am 21. Juli 2023 erscheint schon Pikmin 4 für die Nintendo Switch. Passend dazu veröffentlicht Nintendo ein Remaster der ersten beiden Teile des Strategie-Klassikers für die Switch. Ob sich die HD-Version von Pikmin 1+2 tatsächlich lohnt, klären wir in unserem Test.
Über 20 Jahre ist es her, dass die Pikmin das erste Mal über den Bildschirm wuselten. Diese außerirdischen Kreaturen, die von Ameisen inspiriert sind, helfen unseren spielbaren Astronauten bei ihren Reisen auf abgelegenen Planeten. Die Spielreihe ist bekannt für knifflige Rätsel, einschüchternde Monster sowie faszinierende Spielwelten und bietet einen Mix aus Strategie- und Abenteuer-Gameplay. Ein Spielprinzip, das sich bewährt hat. Mittlerweile steuert Pikmin schon auf den Release seines vierten Teils zu, der am 21. Juli 2023 in die Läden kommt. Das Interesse an den kleinen Pflanzen-Wesen ist also aktuell so groß wie nie. Den Hype des bevorstehenden Spiels hat Nintendo nun genutzt, und ein HD-Remaster des ersten und zweiten Teils in ihrem Nintendo eShop herausgebracht. Diese haben bereits eine lange Veröffentlichungsgeschichte auf dem Buckel.
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Eine lange Spielgeschichte
Der erste Teil der langjährigen Serie erschien ursprünglich 2001 für den Gamecube in Nordamerika und Japan, und 2002 folgte es dann in Europa. 2008 erschien dann der erste Teil in leicht abgewandelter Form für Nintendos Wii. Das Spiel wurde grafisch verbessert und die Steuerung an den einzigartigen Wii-Kontroller angepasst. Der zweite Teil wurde 2004 für den Gamecube veröffentlicht. Die Wii-Version des gleichen Spiels kam dann 2011 heraus. Jetzt erscheint das HD-Remaster der beiden Klassiker erstmals für die Nintendo Switch, die einige Verbesserungen im Vergleich zu den bisherigen Versionen versprechen.
Pikmin 1 - Schnitzeljagd im All
In Pikmin 1 legt Captain Olimar mit seiner Rakete auf einem fremden Planeten eine Bruchladung hin. Bei seinem unfreiwilligen Absturz wird sein Raumschiff so schwer beschädigt, dass er dem giftigen Planeten nicht entkommen kann.
Deshalb hat er insgesamt nur 30 Tage Zeit, um alle verloren gegangenen Raumschiffteile zu bergen. Wir spielen also 30 Runden in den verschiedenen Levels, die wir Stück für Stück durch das Sammeln von Artefakten freischalten. Mit einem tickenden Countdown im Rücken haben wir aber nicht unbegrenzt Zeit, um die versteckten Teile zu finden. Es ist also Beeilung angesagt!
Bei unserer Irrfahrt begegnen wir den namensgebenden Pikmin, die Olimar bei der Bergung der Teile helfen. So steuern wir die Pikmin durch Befehle und hetzen diese auf feindselige Monster, lassen sie nützliche Items einsammeln oder Brücken bauen. Ohne seine Pikmin ist Olimar alleine ziemlich hilflos, weshalb wir immer schauen sollten, dass wir genug von den kleinen Pflanzen-Aliens dabeihaben. Wir haben die Wahl zwischen roten, gelben und blauen Pikmin, die jeweils unterschiedliche Fähigkeiten haben. So sind die roten Pikmin beispielsweise immun gegen Feuer.
Pikmin 2 - Mehr von allem
Pikim 2 erweitert das ohnehin schon spaßige Spielgeschehen um weitere Aspekte. Captain Olimar ist dieses Mal nicht auf der Suche nach verlorenen Raumschiffteilen, sondern hat nun einen neuen Auftrag von seinem Chef bekommen. Olimars knauseriger Arbeitgeber ist nämlich stark verschuldet, und jetzt liegt es an uns, eine Menge Geld aufzutreiben; koste es, was es wolle. Dabei sind wir ständig auf der Suche nach wertvollen (und weniger wertvollen) Gegenständen, die auf einem abgelegenen Planeten verstreut sind. Eine der Neuerungen ist das Betreten von verzweigten Höhlen-Systemen, die teilweise zufällig generiert sind. Da man sich öfter in den gleichen Höhlen aufhält, ist das eine willkommene Abwechslung.
Lesetipp: Pikmin 2 Komplettlösung mit Tipps zu allen Höhlen und Bossen
In seinem zweiten Abenteuer bekommt Olimar schlagfertige Unterstützung von seinem Kollegen Loui, der das erste Mal den Pikmin begegnet. Daher können wir jetzt zwei Charaktere steuern. Das gibt uns die Möglichkeit dieses Mal sogar bis zu zwei voneinander unabhängige Pikmin-Gruppen zu befehligen.
Nach den Levels erscheint wie im ersten Teil ein Scoreboard, auf dem der Fortschritt der Geschichte dokumentiert wird. Darüber hinaus steht hier, wie viele Pikmin wir diesmal gesammelt und verloren haben.
Der Untergrund ruft
Eine weitere markante Neuerung des zweiten Teils sind die erkundbaren Höhlenabschnitte. Von denen gibt es in jedem Spielareal mehrere und sie sind in unterschiedliche Ebenen aufgeteilt. Eine Besonderheit der Höhlen ist das Fehlen eines Zeitlimits. Einen Timer am Tag gibt es zwar nach wie vor, jedoch ist dieser nicht so hinderlich wie in Teil 1. Das ermöglicht ein sehr viel entspanntes Entdecken und lässt uns so viel besser in die Spielwelt eintauchen.
Wie im Vorgänger, kann man rote, gelbe und blaue Pikmin finden und befehligen. Neu hinzugekommen sind zwei weitere Arten, die Violetten und die Weißen. Die violetten Pikmin sind super stark und wenn man sie auf Gegner wirft, werden diese betäubt. Weiße Pikmin sind giftig und können deshalb auch giftige Barrikaden zerstören. Beide neue Arten werden in den entsprechenden Höhlen gezüchtet. Hierzu wirft man einen beliebigen Pikmin in die entsprechenden Blüten, um sie zu transformieren.
Unabhängig vom Hauptspiel besteht erneut die Möglichkeit, sich an einem Challenge-Modus zu versuchen. Anders als im ersten Teil kann man den Modus in Pikmin 2 sogar im Splitscreen mit einem zweiten Spieler erleben. Dabei tretet ihr gegeneinander an, um die meisten Murmeln zu sammeln. Gemein ist, dass man dem anderen Spieler auch Murmel rauben kann, um den eigenen Vorrat zu vergrößern. Diese Änderungen sorgen für noch mehr Abwechslung und sind eine gelungene Ergänzung des etablierten Spielprinzips aus dem ersten Teil.
