Ungeachtet seiner problematischen Thematik stürmte Jonathan Demmes "Philadelphia" 1993 die Kinocharts und gewann im darauffolgenden Jahr zwei "Oscars". Nicht zuletzt ist der Erfolg einem grandiosen Tom Hanks in der Hauptrolle zu verdanken
Zum Erfolg des Films trugen nicht zuletzt seine Stars bei. Zu dem bisher v.a. im Komödiengenre erfolgreichen Tom Hanks ("Big -- Das Kind im Manne", "Geschenkt ist noch zu teuer") kam mit Denzel Washington einer der hoffnungsträchtigsten afroamerikanischen Schauspieler.
Nach der ersten DVD-Veröffentlichung von 1998 wird nun eine SE mit verbesserter Technik und zahlreichen Special Features nachgelegt. Bei den Boni gefällt zunächst der Audiokommentar von Demme und Autor Ron Nyswaner auf Disc 1. Die beiden sprechen retrospektiv über die Produktion und erinnern sich an einige Anekdoten.
Die zweite Disc enthält u.a. den 1994 mit einem "Oscar" prämierten Titelsong "Streets of Philadelphia" von Bruce Springsteen und das 2003 gedrehte Feature "Leute wie wir: Making of Philadelphia". Hier blicken Demme, Hanks, Washington und Nyswaner auf die Entstehung des Films zurück. Aufgeteilt in neun Teile beträgt die Gesamtlaufzeit des Specials etwa eine Stunde. V.a. Demmes Ausführungen sind interessant. Er erläutert seine Motivation, den Film zu drehen und erwähnt auch die Schwierigkeiten, die das Thema den Studios damals bereitete.
Weiterhin findet sich die 2002 gedrehte Dokumentation "One Foot on a Banana-Peel, the other Foot in the Grave: Die Geheimnisse des Dolly Madison Raums" (ca. 60 Min.). Sie handelt von der vom Aids-Arzt Paul Bellman gegründeten Praxis "Dolly Madison Room". Das zehn Minuten lange Making of "Philadelphia" von 1993 bietet wenig mehr als eine Inhaltsangabe, Charakterbeschreibungen sowie zahlreiche Szenen aus dem Film.
"Proteste und Interviews" und der "TV-Spot von Joe Miller" heißen schließlich die ungeschnittenen "Fernsehbeiträge", die für "Philadelphia" aufgenommen wurden -- inklusive Statements von Demonstranten, die die fiktive Gerichtsverhandlung kommentieren. MS
