Pentiment gespielt: Obsidians Bayern-Krimi auf der Gamescom

Special Antonia Dreßler
Pentiment gespielt: Obsidians Bayern-Krimi auf der Gamescom
Quelle: Microsoft

Der ungewöhnliche Bayern-Krimi Pentiment kommt aus dem namhaften Studio Obsidian (u.a. Fallout: New Vegas), auch wenn man auf den ersten Blick denken könnte, dass er einer deutschen Indie-Feder entsprang. Was das Spiel bereithält und wie es sich von den Platzhirschen abhebt? Wir verraten es euch, denn wir haben es gespielt.

Pentiment, oder auf Deutsch sogenannte Reuestriche entstehen, wenn ein Künstler während des Schaffensprozesses sein Werk verändert, weil ihm das Ergebnis nicht gefällt. Was das mit einer Mordreihe im Bayern des 16. Jahrhunderts zu tun hat, erschließt sich ab dem 15. November 2022 zumindest der spielenden Bevölkerung, wenn Pentiment ab Day One im Gamepass für PC und Xbox erscheint. Das wortwörtlich malerische Abenteuer entführt uns in den fiktiven Ort Tassing, wo wir als aufstrebender Künstler in klassischer Krimi-Manier rätselhaften Todesfällen nachgehen. Der Fokus liegt auf Charaktergestaltung und Worldbuilding - jede unserer Entscheidungen beeinflusst die Welt um uns herum und wie uns die verschiedenen Parteien wahrnehmen.

Dabei beziehen sich die Entscheidungen nicht nur oberflächlich darauf, was wir einer Person antworten, sondern auch, mit welchen Personen wir überhaupt sprechen, um Morde aufzuklären. Gehen wir zur alten Bäuerin, deren Sohn in der Nähe des Tatorts gesehen wurde, helfen wir bei der Obduktion oder knüpfen wir uns Zeugen vor? Für die Aufgabenerfüllung haben wir laut Entwickler eine gewisse Zeitspanne, bis man eine Antwort von uns erwartet. Theoretisch können wir in diesem Rahmen auch etwas komplett anderes machen, stehen dann allerdings ohne Ahnung und Beweise da.

Je nachdem, wie wir uns entscheiden, verändert sich die Welt um uns herum und wie Leute zu uns stehen. Quelle: Microsoft Je nachdem, wie wir uns entscheiden, verändert sich die Welt um uns herum und wie Leute zu uns stehen.

Alles hat seinen Preis

Wenn wir uns dazu entschließen, mit Zeugen zu sprechen, ist es wahrscheinlich, dass wir im Gegenzug für Kooperation ein paar Aufgaben erledigen müssen. Die sind in sehr beschaulichen Minispielen untergebracht, die zum ungewöhnlichen Grafikstil passen und einen sehr runden Eindruck vermitteln. Einzig irritierend die teils langatmigen Animationen: So müssen wir für eine alte Bäuerin Äste aufsammeln und es wirkt, als ob sich unser Charakter jedes Mal kurz weigert, bis er sich schließlich doch nach dem Feuerholz bückt. In unserer Demo kam das nur ein paar Mal vor, wie penetrant sich das im ganzen Spiel über bemerkbar macht, muss sich anhand einer späteren Version zeigen.

Mehr Gamescom: Alle wichtigen News, Trailer und Artikel auf unserer Übersichtseite

Laut Entwickler steht Wiederspielbarkeit zwar nicht im Fokus des Titels, trotzdem dürfte sie einer der großen Pluspunkte in Pentiment sein. Neben den Entscheidungen im Spiel macht auch der Charakter, den wir am Anfang erstellt haben, den Unterschied aus, welche Antwortmöglichkeiten wir zur Auswahl haben. Im Editor geben wir nämlich an, wo wir unsere Wanderjahre verbrachten und demnach auch, welche Sprachen wir sprechen, was wir studiert haben, ob wir eher wissenschaftlich oder rhetorisch bewandert sind und wie unser Lebensstil im Allgemeinen aussieht.

Weiter geht's auf Seite 2!

  1. Seite 1 Pentiment in der Gamescom-Vorschau: Bayrischer Wald-und-Wiesen-Krimi - Seite 1
  2. Seite 2 Pentiment in der Gamescom-Vorschau: Bayrischer Wald-und-Wiesen-Krimi - Seite 2
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk