In diesem virtuosen Anime von „Tokyo Godfathers“-Regisseur Satoshi Kon ist nichts so, wie es zunächst scheint
Paprika begleitet den unter Angstzuständen leidenden Detektiv Kogawa in seinen Träumen
In naher Zukunft können Psychotherapeuten mit Hilfe eines kleinen Gerätes, dem DC-Mini, ihre Patienten sprichwörtlich im Schlaf heilen. Die Erfindung ermöglicht es, in das Unterbewusstein eines x-beliebigen Menschen einzudringen, dessen Träume zu kontrollieren und wie ein Videotape aufzuzeichnen. Dr. Atsuko Chiba ist eine der wenigen Wissenschaftlerinnen, die bereits mit einem der drei Prototypen arbeiten durfte. Als die Geräte gestohlen werden, bricht Panik unter den Forschern aus.
In den falschen Händen kann die Apparatur schlimme Störungen in den Gehirnen möglicher Opfer anrichten. Gemeinsam mit dem DC-Mini-Erfinder Tokita und dem Polizisten Kogawa versucht Atsuko, den Dieben das Handwerk zu legen. Ein Hinweis führt direkt in die Traumwelt. Deshalb begibt sich Atsuko selbst in den Schlaf, um als ihr alter Ego Paprika die Spur weiter zu verfolgen. Keine leichte Aufgabe, da das Unterbewusstsein weder Regeln noch Grenzen kennt.
Aus der Traum
Bei „Paprika“ verknüpfte der 1963 geborene japanische Regisseur Satoshi Kon erstmals CGI-Effekte mit traditionell hergestellten Zeichentrickanimationen. Für die ausgefallene Optik sorgte die in den siebziger Jahren in Japan gegründete Trickschmiede Madhouse Limited.
Das 2-Disc Set von Sony umfasst ansehnliche Extras. Auf dem ersten Silberling lohnt ein Audiokommentar von Regisseur Kon, Komponist Susumu Hirasawa und Ko-Produzent Morishima. Das Trio spricht über Szenen, die nicht im Drehbuch standen, und über die gleichnamige Romanvorlage von Yasutaka Tsutsui. Das Gros der Boni wurde auf der zweiten Scheibe untergebracht. Das Making of gewährt Einblicke in die Produktion und lässt Autor Tsutsui, Regisseur Kon und die Synchronsprecher Megumi Hayashibara und Toru Furuya zu Wort kommen. SN n
