Mit den Thrillern "Fight Club" und "Sieben" erarbeitete David Fincher sich einen guten Ruf als innovativer Filmemacher. Lohnt sich gut zwei Jahre nach der Veröffentlichung der Einzel-DVD zu "Panic Room" die Special Edition mit 3 DVDs?
"Panic Room" gehört zu den am gründlichsten vorbereiteten Filmproduktionen aller Zeiten. Den Beweis hierfür liefert das Bonusmaterial der Neuauflage. Schon allein das Menü der Special Edition wurde aufwändig konzipiert. Eine virtuelle Fahrt durch das computeranimierte Haus führt zu den verschiedenen Features.
Disc 1 beinhaltet neben dem Hauptfilm einen aufschlussreichen Regiekommentar. Weiter geht?s mit einem gelungenen Multivoice-Kommentar, gesprochen von den Darstellern Jodie Foster, Dwight Yoakam und Forest Whitaker. Der dritte Kommentar, den Drehbuchautor David Koepp und sein Special Guest William Goldman abliefern, ist ebenfalls informativ und empfehlenswert.
Mehr ins Detail geht die zweite DVD. Die Dokumentationen beschäftigen sich überwiegend mit den Vorbereitungen und der anschließenden Produktion. Die ca. 16-minütige Featurette "Testphase" nimmt z.B. das Problem mit einem Propangastank, der möglichst spektakulär explodieren sollte, unter die Lupe.
Eine Art Crashkurs im Öffnen von Geldschränken wird in der "Safe-Knacker-Schule" (ca. 13 Minuten) angeboten. Weiter im Programm geht es mit der Konzeptvorbereitung und -entwicklung. Welchen Aufwand die Animations-Künstler betrieben haben, um David Fincher eine möglichst realistische Vorlage für die Dreharbeiten bieten zu können, zeigen eindrucksvoll die animierten Storyboards (ca. 10 Minuten), das 3-minütige Special "Demo-Entwicklungsprozess" (auf Wunsch mit deutsch untertiteltem Kommentar) und der computeranimierte Habitrail-Kurzfilm "Aufzug-Sequenz".
Das "Multi-Angle"-Feature befasst sich v.a. mit der Bild- und Tonfassung und zieht Vergleiche zwischen der vorläufigen/endgültigen Filmfassung und den gezeichneten/animierten Storyboards. Optional zuschaltbar sind der untertitelten Originalton vom Set, der Kommentar eines Storyboard-Zeichners oder des PLF (Pixel Liberation Front)-Gründers Colin Green.
