Tops und Flops der PC-Games-Redaktion: Kürzere Wartezeiten, Stadia und Cheats

Special Alexander Grassmé
Tops und Flops der PC-Games-Redaktion: Kürzere Wartezeiten, Stadia und Cheats
Quelle: PC Games

Das Wochenende naht - und mit ihm das Ende einer Durststrecke für Star Wars-Jünger, denn diesen Samstag erhalten wir endlich erste handfeste Infos zum neuen Jedi: Fallen Order. Das wäre aber nur eines der Highlights dieser Woche; was uns sonst noch in der Redaktion so alles die letzten Tage im Guten wie Schlechten beschäftigt hat, erfahrt ihr hier.

Schon wieder steht das Wochenende vor der Tür! Und auch diese Woche war kaum weniger ereignisreich als die vorangegangene. Da wären das erste Bild eines schwarzen Loches, die Verhaftung von Julian Assange und allem Anschein nach eine abermalige Verschiebung des Eröffnungsdatums eines gewissen Flughafens in Berlin. Ob Half-Life 3 vor dessen Eröffnung erscheint, wagen wir mal zu bezweifeln, eine PC-Fassung von Red Dead Redemption 2 hingegen könnte vermutlich bis dahin draußen sein. Was uns in der Redaktion sonst noch die Woche beschäftigt hat, lest ihr im Folgenden. Viel Spaß dabei!

Unsere TOPS der Woche:

Ab in den Sandkasten!
Wenn jemand sein Spiel als eine Mischung aus Zelda, Metroid und Portal beschreibt, klingeln bei mir zwar sämtliche Alarmglocken - doch daran vorbeigehen kann ich trotzdem nicht, denn das sind rein zufällig drei meiner absoluten Lieblingsreihen. Nun ist Supraland kein Spiel, das unbedingt an seine großen Vorbilder heranreicht, doch das muss es auch gar nicht: Der deutsche Indie-Titel, der überwiegend im Alleingang entwickelt wurde, hat mich derzeit trotzdem voll an der Angel! In seiner liebevoll designten Sandkastenwelt stecken nämlich so viele gut versteckte Secrets, clevere Puzzles und sympathische Gags, dass ich die eher mauen Kämpfe und die ein oder andere technische Unsauberkeit liebend gern verzeihe. Wer einen guten Orientierungssinn mitbringt und gerne Rätsel ohne Händchenhalten knackt, sollte ruhig mal einen Blick riskieren! Der empfohlene Preis liegt bei 20 Euro, derzeit ist Supraland auf Steam schon für 13 Taler zu haben. Unentschlossene können sich vorher auch an der kostenlosen Demo versuchen.
- Felix Schütz, Redakteur
Knuffige Optik und metroidvania-artiges Gameplay. Kein Wunder, dass Felix an Supraland einen Narren gefressen hat. Quelle: Supra Games Knuffige Optik und metroidvania-artiges Gameplay. Kein Wunder, dass Felix an Supraland einen Narren gefressen hat. Google: Der neue Big Player in der Games-Branche?
Google hat vor kurzem ja seinen bisher größten Schritt in den Videospielemarkt gewagt und seine Streaming-Lösung mit dem ungewöhnlichen aber einprägsamen Namen Stadia vorgestellt. Quo vadis, Google Stadia? Quelle: Google Quo vadis, Google Stadia? An sich ein alter Hut, immerhin habe ich bereits vor rund zehn Jahren mit dem 2015 eingestellten Dienst OnLive seinerzeit aktuelle Games auf meinen damals schwachbrüstigen Rechner gestreamt. Aber hey, es ist halt Google, was heißt, es gibt zwei Möglichkeiten, wie sich die ganze Nummer entwickeln wird. Entweder wird Stadia nicht so erfolgreich, wie es sich das Unternehmen aus Mountain View vorstellt und in ein paar Jahren wird das Projekt sang- und klanglos fallen gelassen wie schon so viele andere Google-Projekte; hier seien in aller Kürze beispielhaft Google Plus, Google Inbox, goo.gl und Google Wave genannt. Oder aber, und darauf hoffe ich auch persönlich, Google Stadia wird die recht festgefahrene Videospiel-Branche so richtig aufrütteln und für neue starke Konkurrenz sorgen, was uns Spielern im Endeffekt nur zu Gute kommen kann. Wenn jemand das Geld, die Infrastruktur und die Expertise hat, ein solches Projekt zu einem Erfolg zu machen, dann definitiv Google - oder Apple, aber die konzentrieren sich mit Apple Arcade aktuell beim Thema Spiele ja auf eine Flat für hochwertige Mobile-Games.
- Johannes Gehrling, Redakteur


Weniger warten, mehr spielen
Um ehrlich zu sein, hätte ich nicht erwartet, dass Bethesda an ihrem Early-Access-Spiel The Elder Scrolls Blades noch großartig etwas ändert. Zwar ist das Rollenspiel für Smartphones ganz gut gelungen, dennoch hat es ewig gedauert, an wichtige Gegenstände im Spiel zu gelangen. Um nämlich Baumaterialien und neue Waffen zu erhalten, muss der Spieler Truhen öffnen. Normale Kisten öffnen sich dabei bereits nach fünf Sekunden, die besseren Silbertruhen beanspruchen aber ganze drei Stunden. Nach einem Update hat Bethesda die Wartezeiten überarbeitet und die silbernen Truhen öffnen nun nach einer Stunde. Durch diese kleine Änderung lässt sich der Fortschritt deutlich beschleunigen. Zwar wird daraus noch kein perfektes Spielerlebnis, aber nur der Fakt das Bethesda auf Feedback hört, ist doch mal etwas Positives.
- Jan Dangschat, Praktikant

Unsere FLOPS der Woche:

Dragon Age 4: Die unendliche Geschichte um Bioware geht weiter
Es ist so unglaublich traurig: Da befindet sich ein Dragon Age 4 in Entwicklung, welches zumindest nach einer glorreichen Rückkehr zu den Bioware-Wurzeln klingt und wir werden es wohl niemals zu Gesicht bekommen. Stattdessen wurden Ressourcen lieber auf die Problemkinder Mass Effect: Andromeda und Anthem umverteilt. Und jetzt soll das "wahre" Dragon Age 4 mit Live-Service-Elementen auf den Markt kommen? Nein, danke EA und Bioware. Trotz all euren Versuchen, das Ganze irgendwie doch noch schön zu reden, bekommt ihr mich leider nicht mehr überzeugt. Das "Games as a Service"-Modell lässt sich einfach nicht mit der ergreifenden Solo-Kampagne vereinen. Ich wünsche euch den Erfolg, aber so wirklich glauben kann ich nicht mehr daran.
- Giordano Braun - Praktikant
Wird Dragon Age 4 an ein Meisterwerk wie Origins herankommen? Giordano bezweifelt es. Quelle: PC Games Wird Dragon Age 4 an ein Meisterwerk wie Origins herankommen? Giordano bezweifelt es.

Ein Cheat, fünf Euro!
Die Situation kennen wir wohl alle: man spielt einen Titel, aber irgendwann kommt einfach der Punkt, an dem man nicht mehr weiterkommt, egal wie sehr man es versucht. Was also tun? Das Spiel beiseite legen, es frustriert deinstallieren, ein Tutorial anschauen oder gar cheaten? Wer von euch (wie ich früher bei GTA Vice City) in aller Regelmäßigkeit zu letzterer Maßnahme greift, der wird empört erfreut sein, dass ihr beim Remake von Resident Evil 2 zum Cheaten gar keine umständlichen Tastenkombinationen, sondern lediglich die Geheim-PIN eurer EC-Karte eingeben müsst. Denn wer bei der Third-Person-Horror-Ballerei alle Achievements freischalten will, der kann das jetzt auf Knopfdruck machen - Kostenpunkt fünf Euro. Warum Capcom das für eine gute Idee hält, wird wohl deren Geheimnis bleiben. Schade ist es allemal, denn so eine Aktion wirft letztendlich nur ein schlechtes Licht auf Resident Evil 2 Remake - und das hat so ein tolles Spiel nun wirklich nicht verdient. Bislang hatte der Titel nämlich nur positive Schlagzeilen gemacht - nicht zuletzt dank der unzähligen Mods.
- Alexander Grassmé, Praktikant

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