Ori and the Will of the Wisps in der gamescom-Vorschau: So schön
Special
Auf der gamescom 2018 in Köln besuchten wir selbstverständlich auch Microsoft und schauten uns dort die Fortsetzung zu Ori and the Blind Forest an. Nach der interessanten Präsentation durch die Entwickler durften wir sogar selbst den neuen Spirit-Trials-Modus von Ori and the Will of the Wisps anspielen und dabei einige neue Fähigkeiten von Ori ausprobieren.
Ori and the Blind Forest war ein richtig knackiges, aber auch traumhaft schönes Action-Adventure, das die Spieler mit seinem märchenhaften Stil verzauberte. In unserem Test vergab unser Metroidvania-Experte Felix 86% für die normale und sogar 87% für die verbesserte Definitive Edition. Nun wollen die Entwickler der Moon Studios den ersten Teil aber mit dem Nachfolger Ori and the Will of the Wisps (jetzt kaufen 29,99 € ) sogar noch mal toppen. Wie sie dies schaffen wollen, erklärten sie uns auf der gamescom 2018 in Köln, wo wir zunächst einer Präsentation lauschten und anschließend selbst zum Controller greifen durften, um den neuen Spirit-Trials-Modus anzuspielen.
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Mehr Skills, mehr Abwechslung
Zunächst gehen die Entwickler auf das erweiterte Kampfsystem ein, und erklären, dass die Kämpfe im Vorgänger ihrer Meinung nach ein Schwachpunkt des Spiels waren, da sie doch nach einiger Zeit etwas eintönig wurden. Dies soll sich nun aber ändern. Ori darf nämlich in seinem neuesten Abenteuer unter anderem Schwerter, Speere oder einen Bogen nutzen. Ori kann dabei so schnell zwischen den verschiedenen Waffen und Spezialmanövern hin und her schalten, dass man selbst mitten in einer Kombo die Angriffe wechseln kann. Das Ziel sei es, für Ori and the Will of the Wisps ein schnelles, abwechslungsreiches Kampfsystem zu kreieren, das immer frisch bleibt und die gesamte Spieldauer hindurch Spaß macht.
Quelle: Microsoft
Ori and the Will of the Wisps in der gamescom-Vorschau: So schön (2)
Doch man versichert uns, dass man den Fokus der Entwicklung nicht nur auf die Action lege, sondern die Spielwelt noch weiter ausbaue und mit interessanten Charakteren bevölkere. Die Entwickler erklären uns, dass die Community vor allem die Nebencharaktere sehr gerne mochte, sodass in Will of the Wisps nun mehr (teils wunderbar verschrobene) Figuren anzutreffen sind, die einem Geschichten erzählen, Tipps geben oder eben eine neue Nebenquest im Angebot haben. Man wolle die Stärken von Ori and the Blind Forest im Nachfolger weiter ausbauen und den Fans des ersten Teils das geben, was sie sich von einem zweiten Part erwarten.
Dennoch gehen die Entwickler nach dem Start einer Nebenmission, in der Ori ein paar garstige Schildkröten aufmischen soll, erneut auf das Kampfsystem ein. Man sagt uns, dass man den Spielern zwar nun mehr Möglichkeiten, Waffen und Fähigkeiten in die Hand gebe, man aber kein Button-Mashing wolle. Wer einfach stetig auf die Angriffstaste hämmert, wird sich schnell die Radieschen von unten ansehen. Man führt uns im Kampf nun vor, dass man die Angriffsmuster der verschiedenen Gegner durchschauen und die Skills sowie Waffen von Ori geschickt kombinieren muss. Zudem sollte man rechtzeitig blocken. Die Entwickler sagen, man habe sich etwas von der Dark-Souls-Reihe inspirieren lassen: "In Ori and the Will of the Wisps sind die Kämpfe nicht so schwierig und komplex wie in Dark Souls, doch die Spiele von From Software waren uns ein gutes Vorbild, um ein gleichermaßen motivierendes wie forderndes Kampfsystem zu entwickeln."
Schöne neue Welt
Ein weiterer Punkt, mit dem man den Vorgänger noch übertreffen möchte, ist die neue Spielwelt. Man sei sich bewusst, dass man für The Blind Forest eine schöne Welt erschaffen habe, doch man möchte diese für The Will of the Wisps nun noch glaubhafter gestalten. Dafür baute man eine neue Physik-Engine ein, die dafür sorgt, dass Objekte realistischer auf die Aktionen von Ori und den Gegnern reagieren. Die Welt soll nun nicht mehr einfach nur schön sein, sondern die Spieler wirklich in sich hineinziehen. Zudem verspricht man uns, dass auch The Will of the Wisps wieder viele kleinere Rätsel und Knobeleien bieten wird, die nun - dank der neuen Physik-Engine - noch besser funktionieren sollen.
Quelle: Microsoft
Ori and the Will of the Wisps in der gamescom-Vorschau: So schön (5)
Anschließend zeigt man uns einige der neuen Fähigkeiten von Ori. So besitzt dieser nun eine Art Peitsche, mit der er sich an gewisse Punkte heranzieht oder davon wegschleudert. Außerdem führt man uns einen Skill vor, mit dem sich der Protagonist durch den Sandboden gräbt und mit einem Druck auf die Aktionstaste schwungvoll herausspringt - fast wie ein Delfin aus dem Wasser. So bekommt Ori mehr Schwung und kann gewisse Plattformen erreichen. Man möchte viele weitere dieser Fähigkeiten einbauen, um den Spielern noch mehr Interaktion mit der Spielwelt, vor allem aber auch verschiedene Vorgehensweise zu ermöglichen.
Man betont ausdrücklich, dass auch The Will of the Wisps wieder ein forderndes Spiel werden soll, man möchte den Spielern aber nun erlauben, auf ihre eigene Weise bestimmte Stellen zu meistern. Wird man beispielsweise im normalen Kampf nicht mit den Schildkröten fertig, kann man sich nun auch eingraben, unter den Panzerträgern aus dem Boden herausschießen und so ihre Schwachstelle direkt erwischen. So möchte man erreichen, dass bei den Spielern weniger Frust aufkommt als noch in The Blind Forest. Dafür sollen nun auch die neuen Fähigkeiten sorgen, die man frei ausrüsten kann. Offensivere Spieler dürfen sogenannte Scherben ausrüsten, durch die Ori mehr Nahkampfschaden austeilt, während Anfänger auf Scherben setzen, welche die Lebensenergie etwas erhöhen.
Auf den Geist gegangen
Quelle: Microsoft
Ori and the Will of the Wisps in der gamescom-Vorschau: So schön (6)
Nun stellt man uns die neuen Spirit-Trials vor. Man erklärt uns, dass Ori and the Blind Forest in der Speedrunner-Community sehr beliebt ist und man sich davon hat inspirieren lassen, diesen Modus zu entwickeln. Die Spirit-Trials basieren auf bestimmten Abschnitten im Spiel zwischen zwei bestimmten Punkten, wo das Spielgeschehen aufgezeichnet wird. Anschließend steht diese Strecke als Spirit-Trial zur Verfügung. Quasi ein Wettlauf von A nach B, bei dem derjenige gewinnt, der Oris Fähigkeiten geschickter einsetzt. Geister anderer Spieler werden hierfür als Gegner und auch als Orientierung eingeblendet. Nach dem Rennen seht ihr eure Platzierung unter allen Spielern, die ebenfalls diesen Spirit-Trial abgeschlossen haben.
Für diesen Modus dürfen wir auch selbst zum Controller greifen und haben mächtig Spaß dabei. Ori steuert sich so wunderbar flüssig, die verschiedenen Fähigkeiten gehen super schnell von der Hand und der Kurs ist sehr schön, aber auch echt fordernd gestaltet. Von Versuch zu Versuch merken wir, dass wir besser werden, die Fähigkeiten cleverer einsetzen und dadurch schneller werden. Als uns die Entwickler erzählen, dass die Mitarbeiter der Moon Studios komplett süchtig nach diesem Spielmodus sind, glauben wir das sofort. Auch wir würden am liebsten sofort weiterspielen, um unsere persönliche Bestzeit zu unterbieten.
