Open Water

Test

Auf offener See vergessen -- der Albtraum eines jeden Tauchers wird jetzt auch auf DVD wahr

Selbst ist der Mann

"Auf der Suche nach der perfekten Story", so Chris Kentis "stieß ich auf einen Zeitungsbericht über ein Paar, das bei einem Tauchgang aufgrund eines Fehlers beim Abzählen im Meer zurückgelassen wurde. Innerhalb von nur sechs Tagen habe ich dann das Drehbuch verfasst und meiner Frau Laura zum Lesen vorgelegt."

Da das Budget sehr knapp war und Filmteams teuer sind, übernahm Chris Kentis kurzerhand die Parts des Regisseurs, des Autors, des Kameramanns und des Cutters. Lediglich mit einem Taucheranzug und einer Digicam bewaffnet, stürzte sich Familienvater Kentis ins haiverseuchte Wasser. Nicht weniger Respekt gebührt den Darstellern Blanchard Ryan und Daniel Travis, die sich ebenfalls ungeschützt unter die Raubfische begaben.

Zermürbende Momente während der Dreharbeiten, den Kampf gegen gewaltige Strömungen und andere Schwierigkeiten gibt es in den Boni der DVD zu entdecken. Neben zwei deutsch untertitelten Audiokommentaren sind vor allem das viertelstündige Making of und der zehnminütige Blick hinter die Kulissen zu empfehlen. Dort erfährt man u.a., wie ein Haitrainer die doch eher scheuen Meeresbewohner in die Nähe der Protagonisten locken konnte.

Weniger spannend, aber dennoch sehenswert sind sechs nicht verwendete Szenen. Den Abschluss bilden ausführliche Interviews mit Ryan, Travis, Kentis, Lau und ihrer Schwester Estelle, die als ausführende Produzentin tätig war, eine Bildergalerie und verschiedene Trailer.

Fazit

Film-Check: Regisseur Chris Kentis beweist mit seinem Hai-Schocker, dass mit viel Eigeninitiative, Mut und Ehrgeiz auch ein Low-Budget-Film die Massen ereichen kann. Die Geschichte bezieht ihren Reiz nicht zuletzt daraus, dass sie auf wahren Begebenheiten beruht. Mit einem Minimum an Aufwand wird beim Zuschauer ein Maximum an Spannung erzeugt.
DVD-Fazit: Dieser Streifen kommt gänzlich ohne Spezialeffekte aus. Dass er dennoch so gut funktioniert, liegt zum einen an den glaubwürdigen Schauspielern und zum anderen daran, wie Kentis mit den menschlichen Urängsten spielt. In Sachen Bild- und Tonqualität darf man hier kein Highlight erwarten. Dafür entschädigen die informativen Special Features.

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