Der Überlebens-Thriller setzt auf Urängste und bedient sich bei der Titelgebung dreist am Erfolgsfilm von 2004
Eine Seefahrt ist nicht immer lustig: Die Rückkehr auf die Yacht ist unmöglich, Panik greift um sich
Wenn kleine Low-Budget-Produktionen unbekannter Regisseure die Kinokassen klingeln lassen, dann ist das ein Beweis dafür, dass sich Wagemut fernab kommerzieller Vorgaben durchaus lohnen kann. Chris Kentis’ für nur eine halbe Million Dollar gedrehter Sporttaucher-Schocker "Open Water" war beispielsweise so ein Film.
Ebenso wie Kentis entwickelte auch Werbe- und TV-Filmer Hans Horn ("Der Bunker") sein Kino-Debüt "Adrift" lose nach einer wahren Begebenheit. Obwohl es sich tatsächlich um kein Sequel zu "Open Water" handelt, lehnte sich Verleiher Lionsgate für eine bessere Vermarktung mit dem Titel kurzerhand an den minimalistischen "Open Water" an.
Spiel mit der Angst
Die Story ist schnell erzählt: Fünf Freunde treffen sich anlässlich des dreißigsten Geburtstags ihres Kumpels Zach (Niklaus Lange) zu einem Segeltörn vor der Küste Mexikos. Obwohl Amy (Susan May Pratt) an einer Wasserphobie leidet, nimmt sie gemeinsam mit ihrem Mann James (Richard Speight Jr.) und ihrer neugeborenen Tochter an dem Ausflug teil.
Auf hoher See entschließen sich die von einigen Drinks benebelten Partygäste zu einem spontanen Bad. Die wasserscheue Amy wird kurzerhand reingeschubst. Doch kaum im Wasser, fällt den Schwimmern ein, dass niemand die Leiter ausgefahren hat. Der nassglatte Bootsrumpf ist zu hoch, um einfach an Bord zu klettern und langsam macht sich Panik breit ...
Im Audiokommentar berichten Produzent Dan Maag und der Filmhochschule- München-Absolvent Horn von den auf Malta stattfindenden Dreharbeiten und erklären, warum sie darauf verzichteten, die Wassertreter mit Haien zu konfrontieren. Weitere Fakten über die Entstehung des Films liefern die Making ofs.
