Open Country: Flucht aus der Großstadt in die Natur - Survival-Abenteuer in der Vorschau

Special Matthias Dammes
Open Country: Flucht aus der Großstadt in die Natur - Survival-Abenteuer in der Vorschau
Quelle: 505 Games

Man verknüpfe Angel- und Jagdsimulationen mit einem Survivalansatz und fertig ist Open Country. Schlüpft in die Rolle eines ausgebrannten Großstädters und flieht vor der Hektik des Alltags. Wir haben uns bereits in die Natur begeben und erste Eindrücke gesammelt.

Seit über 20 Jahren entwickeln Funlabs aus dem rumänischen Bucharest Videospiele. In dieser Zeit hat sich das Studio vor allem für unzählige Jagd- und Angelspiele einen Namen gemacht. Diese Vorliebe für Outdoor-Aktivitäten schlägt sich auch in ihrem neuen Projekt Open Country nieder. In diesem Open-World-Spiel sollen die Faszination des Jagens, Angels und des Überlebens in der freien Natur zu einem Gesamterlebnis verschmolzen werden. Wir hatten die Gelegenheit uns von den Entwicklern bei einem virtuellen Event die verschiedenen Aspekte des Spiels erklären zu lassen und selbst in die aktuelle Beta-Version des Spiels reinzuspielen.

Raus aufs Land

Im Spiel verkörpern wir einen Großstädter, der seinen langweiligen 9to5-Bürojob Satt hat und aus dem Gedränge des städtischen Lebens entkommen will. Die Spielfigur kann dabei selbst gestaltet werden, wobei sich die Optionen aber arg in Grenzen halten. Wir haben die Wahl zwischen männlichem und weiblichem Erscheinungsbild, sowie einer Hand voll Gesichter, Frisuren und Farben. Unser erster Halt auf dem Weg in die Wildnis ist die Snowridge Lodge, wo wir den Wirt Gary treffen. Der gibt uns einen ersten Auftrag.

Wir sollen eine Lieferung für den örtlichen Parkranger überbringen. Dazu sollen wir uns mit ihm an den Ruinen einer alten Hütte treffen. Wir machen uns also auf den Weg durch die schicke herbstliche Landschaft von Mellow Meadows. An der Hütte angekommen, erfahren wir, dass der Ranger erst am kommenden Morgen dort eintreffen wird. Also schlagen wir ein Lager für die Nacht auf. In der Hütte finden wir ein provisorisches Messer. Dazu suchen wir ein paar Baumstämme und Äste, um einen behelfsmäßigen Unterschlupf zu bauen. Mit einem Seil und einem Ast basteln wir uns einen Feueranzünder. So bringt uns das Spiel die ersten Schritte zum Überleben in der Wildnis bei. Open Country in der Vorschau. (8) Quelle: 505 Games Open Country in der Vorschau. (8)

Fischen und Jagen

Zwar gibt das Spiel immer wieder Missionsziele vor, durch die im Verlauf von 30 Aufträgen die Geschichte des Spiels vorangetrieben wird. Aber im Grunde sind wir in der offenen Spielwelt auf uns allein gestellt. Damit wir nicht verhungern, gehen wir Jagen, Angeln und erkunden die Umgebung. Für die Jagd stehen uns dabei im Spielverlauf immer mehr Waffen zur Verfügung. Wir beginnen mit einem behelfsmäßigem Messer und einer einfachen Flinte, aber insgesamt stehen fünf Nahkampf- und 12 Fernkampfwaffen zur Auswahl.

Open Country in der Vorschau. (12) Quelle: 505 Games Open Country in der Vorschau. (12) Beim Überleben in der Wildnis sammeln wir Erfahrungspunkte. Diese lassen sich in verschiedene Bereiche investieren. So gibt es zwei Handwerksskills, elf Waffenskills und siebzehn Überlebensskills, die sich jeweils in mehreren Stufen aufwerten lassen. Dadurch verbessern wir Schritt für Schritt unser Möglichkeiten im Umgang mit der Natur und ihren Gefahren.

Neben der Jagd ist das Fischen zentraler Bestandteil des Überlebens. In allen Seen und Flüssen kann geangelt werden. Einzige Ausnahme ist die Winterkarte. Um erfolgreich Fische anzulocken, besteht die Wahl zwischen lebenden und künstlichen Ködern. Ausgestattet mit einer der drei verschiedenen Angelruten, geht es auf die Jagd nach Barsch, Forelle, Zander und Hecht.

Auf den Hund gekommen

Wie eben schon angedeutet, besteht die Spielwelt von Open Country nicht nur aus einer Karte. Stattdessen besuchen wir im Verlauf des Spiels drei von Hand gebaute Landschaften, die jeweils unterschiedliche Jahreszeiten repräsentieren und über besondere Eigenheiten, Flora und Fauna verfügen. Um zwischen den Gebieten und der zentralen Snowridge Lodge zu reisen, nutzen wir unseren treuen Wohnwagen, der stets an einer bestimmten Stelle der Karte abgestellt ist. Diese können wir übrigens auch als Zwischenlager für einige Gegenstände und Ausrüstung nutzen. Das Wohnmobil hat sogar einen eingebauten Kühlschrank, in dem wir Lebensmittel einige Zeit lagern können.

Damit unsere Abenteuer nicht gänzlich von Einsamkeit geprägt sind, finden wir nach einiger Zeit einen Hund, der sich uns als Gefährte anschließt. Wenn wir uns richtig um den Racker kümmern, bauen wir mit der Zeit eine Bindung zu ihm auf, was neue hilfreiche Fähigkeiten für den Hund freischaltet. So warnt er uns zum Beispiel vor nahender Gefahr, wenn wir eine gut ausgebaute Bindung zu ihm haben. Open Country in der Vorschau. (9) Quelle: 505 Games Open Country in der Vorschau. (9)

Allein oder Gemeinsam

Wie in vielen anderen Survival-Spielen müssen wir neben dem Hunger auch auf unseren Durst und die Temperatur achten. Letzteres ist besonders im Winter-Biom von gesteigerter Bedeutung. Im Genretypischen Crafting-System lassen sich daher unter anderem Kleidungsstücke und diverse Camp-"Gebäude" herstellen. Weitere Gefahren der Wildnis sind giftige Pflanzen und aggressive Tiere.

Die Kampagne richtet sich an Einzelspieler, die auf sich gestellt in der Wildnis überleben möchten. Open Country verfügt aber zudem über einen Online Koop-Modus, in dem bis zu vier Spieler zusammen die Karte erkunden, sich gegenseitig beschützen und auf die Jagd gehen können. Wer sich dagegen Kompetitiv messen will, steigt in den Versus-Modus ein. Hier geht es darum ein bestimmtes Ziel zu Jagen. Der erste Jäger, dem das gelingt, hat gewonnen. Die gewohnten Survival-Mechaniken bleiben aber dennoch bestehen.

Open Country erscheint am 3. Juni 2021 für PC, PS4 und Xbox One zum Preis von rund 15 Euro.

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