Nvidia GeForce RTX 2080 Super: Ein Kauftipp? Das leistet die neue Top-Grafikkarte.
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Seit Dienstag, dem 23. Juli, ist Nvidias dritte RTX-Super-Grafikarte, die GeForce RTX 2080 Super, auf dem Markt. Lohnt sich der Aufpreis der GeForce RTX 2080 Super auf die kleinen Bruderkarten? Wir haben mehrere online verfügbare Tests analysiert, um die Leistung des 740-Euro-Boliden einzuordnen, und blicken auch auf den für Gaming-Hardware rasanten Juli zurück.
GeForce RTX 2080 Super: Höhepunkt des rasanten Hardware-Julis
Mit der neuen Nvidia GeForce RTX 2080 Super kam am 23. Juli ein Hardware-Schmankerl für Gamer mit großzügigem Budget auf den Markt und setzte dem Monat das Sahnehäubchen auf, was neue Gaminghardware angeht.
Denn der Juli war für die Hardwarefans unter den Gamern ein guter Monat: Schon am 7. Juli brachte AMD neue Ryzen-Prozessoren auf den Markt und konnte damit erfolgreich Intel weiter unter Druck setzen - siehe hierzu auch unser Special mit integrierter CPU-Kaufberatung. Ebenfalls am 7. Juli erschienen mit der Radeon RX 5700 und RX 5700 XT zwei Grafikkarten von AMD, und zwar die beiden ersten Modelle mit der neuen Navi-Grafikchipfamilie. Auch hierzu haben wir ein Special veröffentlicht, und zwar am 13. Juli. Darin haben wir auch eine allgemeine Grafikkarten-Kaufberatung integriert, die alle aktuellen Gaming-Grafikkarten und Preisklassen ab etwa 130 Euro umfasst.
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Quelle: MSI
MSI GeForce RTX 2080 Super Ventus OC
Schon zuvor hatten wir die Leistung der RTX 2060 Super und RTX 2070 Super unter die Lupe genommen - obwohl deren Release erst zwei Tage nach AMDs neuen Navi-Grafikkarten stattfand. Denn Nvidia sah sich offenbar unter Zugzwang und ließ - eher unüblich - bereits vor Release der beiden Super-Grafikkarten offizielle Tests zu. Nachdem schon im Mai und Juni Hinweise auf die Leistung von AMDs neuen Navi-Grafikkarten aufgetaucht waren, laut denen recht eindeutig ein Angriff auf Nvidias GeForce RTX 2070 zu erahnen war, musste Nvidia wohl reagieren. Überhaupt kündigten die Kalifornier relativ kurzfristig an, ihre RTX-Grafikkarten zu überarbeiten und als "Super"-Version neu auf den Markt zu bringen. Vor wenigen Tagen, am 23. Juli, schickte Nvidia wie bereits erwähnt das dritte Super-Modell ins Rennen: die GeForce RTX 2080 Super. Um diesen potientellen Top-Boliden kümmern wir uns in unserem heutigen Special, in dem wir uns die Leistung der neuen Nvidia-Grafikkarte anhand von mehreren bereits veröffentlichten Tests genauer ansehen. Wir erwarten natürlich eine höhere Leistung als die der normalen RTX 2080, aber auch eine niedrigere als die, die eine GeForce RTX 2080 Ti bietet. Entsprechend der Ergebnisse aktualisieren wir unsere Empfehlungen vom 13. Juli für den Preisbereich über 500 Euro - denn genau dort befindet sich die neue GeForce RTX 2080 Super mit ihrem Preis von aktuell 740 Euro. Zuerst schauen wir uns aber die Technik von Nvidias neuem Boliden an.
GeForce RTX 2080 Super: Blick auf die Technik
Was die GPU betrifft, so nutzt die GeForce RTX 2080 Super den gleichen Turing-Chip wie die normale RTX 2080 sowie die RTX 2070 Super: den TU104. Wegen der genaueren technischen Details bekommen die GPUs unterschiedliche Namenszusätze verpasst, wie ihr in der gleich folgenden Tabelle auch erkennen könnt.
Die Unterschiede sind dabei vor allem die freigeschalteten CUDA-Cores (Shadereinheiten). Hier bietet die GeForce RTX 2080 Super freilich die größte Anzahl, gefolgt von der RTX 2080 und RTX 2070 Super. Hinzu kommt, dass auch die Taktwerte zu der Reihenfolge der Modellnamen passen. Allerdings zeigt der Vergleich mit dem absoluten Top-Modell, der GeForce RTX 2080 Ti, dass der Takt nicht das Entscheidende ist. Wir verraten sicher nicht zu viel, wenn wir schon an dieser Stelle sagen, dass der bisherige Top-Bolide freilich weiterhin die stärkste RTX-Grafikkarte ist - trotzdem taktet er geringer als die GeForce RTX 2080 Super, verbucht aber dafür über 40 Prozent mehr CUDA-Cores. Beim Videospeicher sind auf der GeForce RTX 2080 Super acht Gigabyte GDDR6-RAM verbaut. Das Top-Modell, die GeForce RTX 2080 Ti, bietet 11 Gigabyte. Hier die technischen Daten in einer Übersicht - das neue Super-Modell findet ihr als zweite Grafikkarte von rechts, da wir die Nvidia-Boliden nach ihrer Anzahl an CUDA-Cores sortiert haben und den Zuwachs an CUDA-Cores zu jeweils linken Nachbarkarte auch in der vierten Reihe eingetragen haben.
| Grafikkarte | RTX 2060 | RTX 2060 Super | RTX 2070 | RTX 2070 Super | RTX 2080 | RTX 2080 Super | RTX 2080 Ti |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GPU (Basis) | TU106 | TU106 | TU104 | TU104 | TU104 | TU104 | TU102 |
| GPU-Variante | TU106-400A | TU106-410 | TU106-400A | TU104-410 | TU104-400A | TU104-450 | TU102-300A |
| CUDA-Cores | 1920 | 2176 | 2304 | 2560 | 2944 | 3072 | 4452 |
| Core-Zuwachs (c.a.) | entfällt | 13 Prozent | 6 Prozent | 11 Prozent | 15 Prozent | 4,4 Prozent | 44,9 Prozent |
| Basistakt | 1365 MHz | 1470 MHz | 1410 Mhz | 1605 MHz | 1515 MHz | 1650 MHz | 1350 MHz |
| Boosttakt | 1680 MHz | 1650 MHz | 1710 MHz | 1770 MHz | 1800 MHz | 1905 MHz | 1875 MHz |
| Speicher | 6GB GDDR6 | 8GB GDDR6 | 8GB GDDR6 | 8GB GDDR6 | 8GB GDDR6 | 8GB GDDR6 | 11 GB GDDR6 |
| Speicherbandbreite | 336 GB/s | 448 GB/s | 448 GB/s | 448 GB/s | 448 GB/s | 496 GB/s | 616 GB/s |
| Anbindung | 192 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 352 Bit |
| Preise | ab 320 Euro | 390 Euro | 410 Euro | 520 Euro | 620 Euro | 740 Euro | 990 Euro |
Bald nur noch RTX-Super-Modelle
Wichtig zu wissen ist die Tatsache, dass die neuen Super-Grafikkarten im Gegensatz zu Ti-Versionen von Nvidias Grafikkarten das Sortiment nicht einfach nur ergänzen. Vielmehr lösen sie die Non-Super-Modelle ab. Die GeForce RTX 2060, RTX 2070 und RTX 2080 werden also nicht mehr produziert und durch die entsprechenden Super-Versionen ersetzt. Zum einen bedeutet dies zwar auf dem Papier einen Leistungsschub - zum anderen steigt dadurch aber, zumindest vorerst, das Preisniveau, wie ihr auch in der obigen Tabelle an den Preisabständen zwischen den Super- und Non-Super-Varianten sehen könnt. Ob die Super-Modelle später, wenn die normalen Varianten abverkauft wurden, im Peis nennenswert nachlassen, ist noch nicht abzusehen. Unser auf der nächsten Seite (nach der Leistungsanalyse) folgende Fazit bezieht sich freilich auf die aktuelle Marktsituation.
