Nvidia GTX 1650: Fazit und Kaufberatung Grafikkarten bis 300 Euro

Special Antonio Funes
Nvidia GTX 1650: Fazit und Kaufberatung Grafikkarten bis 300 Euro
Quelle: Palit

Seit wenigen Tagen ist Nvidias neue Einsteigergrafikkarte und Ablösung für die GeForce GTX 1050 Ti auf dem Markt: die GeForce GTX 1650. Wir haben uns die Leistung der neuen Grafikkarte genauer angesehen und stufen das Preis-Leistungs-Verhältnis ein. Dies verbinden wir bei der Gelegenheit mit einer Kaufberatung zu Grafikkarten bis 300 Euro.

Fazit und Grafikkartenkaufberatung bis 300 Euro

Eines ist ohnehin klar: Eine Grafikkarte unter 200 Euro ist eher eine Einsteiger-Grafikkarte für Gamer, die mit einer Full-HD-Auflösung spielen und nicht unbedingt maximale Detailstufen verlangen.

Wichtig ist in diesem Preisbereich vor allem, relativ günstig aktuelle Spiele zum Laufen zu bekommen. Dies schafft die Nvidia GeForce GTX 1650 auch. Wer etwa 150 bis 170 Euro ausgeben will (oder kann), wird mit der neuen Nvidia-Grafikkarte allerdings nicht die beste Leistung für sein Geld bekommen.

Denn AMDs RX 570 bietet sogar inzwischen schon ab 120 Euro mehr als zehn Prozent zusätzliche Fps. Hinzu kommt, dass bereits ab 130 Euro Modellvarianten der AMD RX 570 mit acht Gigabyte RAM zu haben sind. Ab 170 Euro und somit für nur 20 Euro mehr als die günstigste GeForce GTX 1650 gibt es sogar schon die fast 30 Prozent schnellere AMD RX 580 mit acht Gigabyte RAM. Für Nvidias neue Einsteigergrafikkarte spricht aber der Strombedarf: Wer im Durchschnitt jeden Tag zwei Stunden spielt, kann 15 bis 20 Euro an Stromkosten pro Jahr sparen, wenn er statt einer AMD RX 570 die Nvidia GTX 1650 wählt. Wem die Leistung einer Nvidia GeForce GTX 1650 ausreicht, der kann also durchaus zugreifen - auch für einen Mini-PC (siehe dazu auch unser Special vom 13. April) bietet sich die Grafikkarte, die durch die Stromeffizienz auch leise zu kühlen ist, daher an, wenn man nicht auf höhere Detailstufen besteht.

MSI GeForce GTX 1650 Aero ITX 4G OC Quelle: MSI MSI GeForce GTX 1650 Aero ITX 4G OC Falls die Leistung wichtiger ist, ist man einer AMD Radeon RX 570 bestens bedient und kann für relativ wenig Aufpreis mit der AMD Radeon RX 580 sogar problemlos deutlich mehr Leistung als mit der Nvidia GeForce GTX 1650 erreichen. Eine Alternative für diejenigen, die mehr Leistung, aber auch eine gute Stromeffizienz suchen, ist auch die Nvidia GTX 1060 (6GB), die ab 195 Euro im Handel zu finden ist. Für einen Aufpreis von etwa 33 Prozent bringt sie knappe 25 Prozent mehr Leistung als die Nvidia GeForce GTX 1650. Gute 20 Euro Zusatzinvestition bringen bereits einen weiteren großen Schub, denn ab 220 Euro winkt die Nvidia GeForce GTX 1660, die ja etwa 45 Prozent mehr Fps als eine Nvidia GeForce GTX 1650 liefert.

Beträgt das Budget bis zu 300 Euro, dann empfehlen wir derzeit die Suche nach einer Nvidia GeForce GTX 1070, die man ab etwa 270 Euro im Handel findet. Sie ist ähnlich stark und teuer wie die neue Nvidia GeForce GTX 1660 Ti, hat aber kurioserweise mit acht Gigabyte zwei Gigabyte RAM mehr als die neuere GTX 1660 Ti und ist somit zukunftssicherer. AMD hat über 200 Euro übrigens nichts zu bieten, was man derzeit empfehlen könnte. AMD RX Vega 56 kostet teilweise nur noch 250 Euro und ist ein wenig stärker als Nvidias GeForce GTX 1070, verbraucht aber spürbar mehr Strom. Zum Abschluss ein Hinweis für Nutzer, die nach einer stärkeren Grafikkarte im Preisbereich über 300 Euro suchen: Hier kommen bei dem Mix aus Preis, Leistung und Strombedarf nur die RTX-Modelle 2060, 2070, 2080 und 2080 Ti von Nvidia in Frage. In unserer Testanalyse zur GeForce RTX 2060 vom Januar sowie auch in unserer Analyse zur GeForce GTX 1660 Ti von Anfang März könnt ihr euch über die Leistungsabstände informieren.

  1. Seite 1 Nvidia GTX 1650: Einleitung und Technik
  2. Seite 2 Nvidia GTX 1650: Leistung und Strombedarf
  3. Seite 3 Nvidia GTX 1650: Fazit und Kaufberatung Grafikkarten bis 300 Euro
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