Nvidia GTX 1070 Ti: Leistungsanalyse, Fazit und Einleitung zur Kaufberatung
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Nvidias neue Grafikkarte, die GTX 1070 Ti, ist nun seit einigen Wochen auf dem Markt. Wir haben uns mehrere Benchmarktests des Grafikboliden genau angesehen und statistisch zusammengefasst, um euch eine Leistungsanalyse zu bieten. Zudem haben wir auch eine allgemeine Kaufberatung mit Grafikkarten ab 150 Euro vorbereitet, natürlich inklusive der Nvidia GTX 1070 Ti.
GTX 1070 Ti: Unsere Leistungsanalyse
In der Summe haben wir durch die Informationen aus den von uns betrachteten Tests mehrere Hundert Benchmarkwerte als Grundlage für unsere Analyse verwendet. Die hohe Zahl kommt dadurch zustande, dass wir als Vergleichswerte die Benchmarkergebnisse von mindestens vier Grafikkartenmodellen von Nvidia und AMD genutzt haben, natürlich zusätzlich zu denen der Nvidia GTX 1070 Ti. Pro Grafikkarte wurden zudem in den Tests meist zwischen sechs und 10 Spiele getestet, oft auch in zwei bis drei Auflösungen.
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Die Benchmarkwerte haben wir, wie schon weiter oben erwähnt, zudem noch gewichtet, um Ausreißer-Tests kein zu hohes Gewicht zu geben. Die Ergebnisse unserer Analyse sind wenig überraschend und sehen wie folgt aus:
- Die Nvidia GTX 1070 Ti setzt sich mit ihrer Leistung zwischen die GTX 1070 und GTX 1080 mit einer leichten Tendenz hin zur stärkeren der beiden Geschwistergrafikkarten.
- AMDs RX Vega 56 ist etwas langsamer als die Nvidia GTX 1070 Ti, was auch auf der Hand liegt, da AMDs Grafikkarte ja nur eine ähnliche Leistung wie Nvidias GTX 1070 bietet.
- AMDs RX Vega 64 hingegen bleibt vor der neuen Nvidia GTX 1070 Ti und liegt somit näher an der Nvidia GTX 1080 als der neueste Zuwachs von Nvidia.
- Für Besitzer von älteren Oberklasse-Grafikkarten gilt: wer beispielsweise eine Nvidia GTX 780, 780 Ti oder 970 besitzt, kann mit einem Leistungszuwachs von 80 bis 120 Prozent rechnen.
- Ähnliches gilt für Nutzer, die bei AMD auf eine R9 280X, R9 290 oder R9 390 gesetzt hatten.
Fazit: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Die neue Nvidia GTX 1070 Ti zeigt sich mit ihrer Leistung als eine sinnvolle Ergänzung des Nvidia-Portfolios. Zwar sind einige übertaktete Modelle der GTX 1070 nicht langsamer und auch nicht teurer.
Quelle: KFA2
KFA² GTX 1070 Ti EX
Aber da die Leistung der GTX 1070 Ti unter anderem durch die freigeschalteten Cuda-Cores zustande kommt, ist die GTX 1070 Ti in der Theorie etwas effizienter, so dass es auch bei der Kühlung leichte Vorteile im Vergleich zu einer übertakteten GTX 1070 Ti gibt. Am Ende dürften die Unterschiede minimal bleiben, so dass man mit einem Budget von etwa 450 Euro frei entscheiden kann, ob man eine GTX 1070 Ti oder eine übertaktete GTX 1070 wählt. So oder so gilt es, genau hinzusehen. Denn da es auch unter 450 Euro einige übertaktete Varianten der GTX 1070 gibt, die so schnell wie eine GTX 1070 Ti sind, macht es nicht immer Sinn, den Mehrpreis für eine GTX 1070 Ti zu bezahlen. Die neue GTX 1070 Ti stellt aber die Existenzberechtigung einiger Modelle der GTX 1070 in Frage, die mehr als 450 bis 460 Euro kosten.
Diese waren aber auch schon vorher ein eher zweifelhaftes Angebot, da ja erste GTX 1080-Varianten schon ab 500 Euro zu haben sind. Wer bereit ist, 470 bis 480 Euro auszugeben, sollte sich ohnehin überlegen, ob er nicht noch ein wenig mehr Geld aufbringen kann, um eine GTX 1080 zu erwerben. Trotzdem bietet die Nvidia GTX 1070 Ti ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Kaufberatungs-Einleitung: Miner und Monitore
Bevor wir auf der nächsten Seite mit der allgemeinen Grafikkarten-Kaufberatung starten, wollen wir zur Einleitung auf besondere Umstände hinweisen, durch die bei der Kaufberatung vor allem AMD-Grafikkarten seit einigen Monaten schlecht dastehen. Denn so genannte Miner kaufen seit Juni so viele AMD-Grafikkarten ein, dass durch die Nachfrage die Preise stark angestiegen sind.
Quelle: Inno3D
Inno 3D GTX 1070 Ti iChill X4
Die Details zum Thema Mining könnt ihr auch in unserer News vom Juni erfahren. AMD-Grafikkarten werden wir daher eher am Rande erwähnen, obwohl diese nicht komplett aus dem Spiel sind. Denn wer einen Monitor mit einer Sync-Technologie anschaffen möchte, muss für einen zu Nvidia-Grafikkarten passenden Monitor mit G-Sync meist einiges draufzahlen. Monitore mit AMDs Freesync sind deutlich günstiger. Im Paketpreis kann dann also eine AMD-Grafikkarte trotz des Miner-Aufschlages eine gute Wahl sein. Übrigens: Ende September berichteten wir über eine Marktprognose, laut der zum Weihnachtsgeschäft auch Nvidia-Kunden wieder unter der Mining-Nachfrage leiden könnten.
