Nur Gott kann mich richten: Kritik zum packenden Gangster-Thriller mit Moritz Bleibtreu
Test
Als der Verbrecher Ricky (Moritz Bleibtreu) nach fünf Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, möchte er ein neues Leben im Ausland beginnen. Um dieses zu finanzieren, startet er mit seinem Bruder Rafael (Edin Hasanovic) einen letzten Coup, der allerdings gehörig misslingt. Nun haben die Beiden nicht nur mit der Polizei, sondern auch mit albanischen Drogendealern zu kämpfen
Mit Chiko und Blutzbrüdaz kam der deutsch-türkische Filmemacher Özgür Yildirim groß raus. Sein Thrillerdrama Nur Gott kann mich richten (jetzt kaufen 9,90 € ) taucht nun abermals in ein schroffes, Testosteron-schwangeres Gangstermilieu ab. Moritz Bleibtreu spielt einen Kleinkriminellen mit Herz, der mit dem Geld aus einem letzten Coup ins Ausland abhauen will. Es geht um zweieinhalb Kilo Heroin, die aber per Zufall in den Händen der von Birgit Minichmayr famos gespielten Polizistin Diana landen. Diese hat eine herzkranke Tochter und will den Stoff versilbern, um dem Kind einen besseren Platz auf der Organspendeliste zu kaufen... Yildirim nutzt Genre-Standards, die er nervenzehrend spannend umsetzt, und reißt die Figuren kompromisslos in den Abgrund. Bleibtreu und seine Gangsterkumpanen Kida Khodr Ramadan (4 Blocks) und Edin Hasanovic (You Are Wanted) transportieren reichlich Street Credibility, die in HipHop-Beats, Gewaltausbrüchen und Shootouts widerhallt.
Fazit:
Der extrem spannungsgeladene und einnehmend gespielte Gangsterstreifen macht keine Gefangenen.
