Nobody ist der Größte Special Collector's Edition

Test Patrick Köllner

Ein Nobody kommt selten allein. Terence Hill ist noch einmal als witziger Westernheld unterwegs

Mitte der 70er gehörte der klassische Hollywood-Western endgültig der Vergangenheit an. Auch die kurzzeitige Wiederbelebung durch den Italiener Sergio Leone, der mit der "Dollar"-Trilogie und "Spiel mir das Lied vom Tod" den Spagetti-Western erfand und Clint Eastwood und Charles Bronson zu Stars machte, konnte das nicht verhindern.

In Europa wurden die alt- und ausgedienten Marlboro-Männer durch zwei Darsteller ersetzt, die den gnadenlosen Ernst aus Leones Werken oder Sergio Corbuccis "Django" (1966) mit ihrem ganz eigenen Humor parodierten und schließlich vergessen ließen. Die Rede ist natürlich von Bud Spencer und Terence Hill.

Das Geheimnis ihres Erfolges war der Verzicht auf übermäßigen Schusswaffengebrauch zur Problemlösung. Stattdessen setzten sie lieber auf ihre vier Fäuste. Zusätzlich wurden den beiden -- zumindest in Deutschland -- Sprüche in den Mund gelegt, bei dem sich der Großteil des Publikums Tränen lachend auf die Schenkel klopfte.

Ein kleiner Cineasten-Kreis mokierte sich allerdings über die sinnverfremdende, angebliche Selbstdarstellung der Synchronsprecher. Wir sagen jedenfalls nachträglich Dankeschön an die Sprecher und Autoren Rainer Brandt und Thomas Danneberg, die Sinn für Humor bewiesen.

Sprücheklopfer

Zwei Jahre nach "Mein Name ist Nobody" reitet Terence Hill erneut als Namenloser durch den Wilden Westen. Diesmal geht er mit dem zwielichtigen Lokomotive (Robert Charlebois) und der kessen Lucy (Miou-Miou) ein Bündnis von wechselhafter Beständigkeit ein. Ziel ist es, dem hinterhältigen Major Cabot (Patrick McGoohan) eins auszuwischen.

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