No Man's Sky: Update 1.1 gespielt + Video - nun der erhoffte Sandbox-Hit?

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No Man's Sky: Update 1.1 gespielt + Video - nun der erhoffte Sandbox-Hit?
Quelle: PC Games

Das Foundation Update für No Man's Sky ist da: Mit Basenbau, dem Survival-Modus und vielen Komfortfunktionen legt Hello Games den Grundstein für die Zukunft des umstrittenen Sandbox-Abenteuers. Angesichts der Kritik enttäuschter Fans ein dringend notwendiger Schritt. Wir haben reingespielt und verraten euch, ob ein erneuter Abstecher in die Welt von No Man's Sky lohnt.

Das verhaltene Echo auf No Man's Sky hat das kleine Indie-Studio Hello Games offenkundig sprachlos gemacht. Nach dem das Sandbox-Abenteuer im August für PC und PS4 im Handel aufschlug, wurde es von Fachpresse (Spielspaßwertung in der PC Games: 65 Prozent) wie Spielern regelrecht verrissen. Enttäuschte Kunden warfen dem führenden Kopf Sean Murray und dessem Team gar betrügerische Absichten vor, warben die Entwickler im Vorfeld mit Features, die es so gar nicht ins fertige Spiel geschafft haben.

Viele Fans erwarteten deshalb eine Entschuldigung, oder aber zumindest eine Erklärung. Doch anstatt den Vorwurf zu kommentieren, tauchte Hello Games unter und stürzte sich in die Arbeit. Zahlreiche Patches konnten immerhin grobe Schnitzer beseitigen, drangen aber nicht zum eigentlich Kern des Problems vor: der spielerischen Monotonie. Das aufs Sammeln von Rohstoffen fokussierte Spielkonzept nutzte sich ungeachtet prozedural generierter Planeten schnell ab.

Nach monatelangem Stillschweigen meldet sich Hello Games nun mit dem sogenannten Foundation Update zurück. Es sei nicht das "größte Update", aber zumindest "der Anfang von etwas", bremst das Entwicklerstudio die Erwartungen und zieht damit offensichtlich Lehren aus der Vergangenheit. Anstelle vollmundigen Versprechen folgt ein vorsichtig optimistischer Ausblick auf die Zukunft. Dem wird das Foundation Update jedenfalls gerecht, wie wir beim erneuten Abstecher in No Man's Sky festgestellt haben.


Für jeden Spielertyp den passenden Modus: Wer einfach in Ruhe das Universum erkunden und an seiner Heimatbasis werkeln möchte, für den empfiehlt sich der Kreativ-Modus. Quelle: PC Games Für jeden Spielertyp den passenden Modus: Wer einfach in Ruhe das Universum erkunden und an seiner Heimatbasis werkeln möchte, für den empfiehlt sich der Kreativ-Modus. Die erste Neuerung begrüßt uns schon unmittelbar nach Spielstart. Erstmals können Abenteurer zwischen drei Spielmodi freiwählen. "Normal" entspricht weitgehend dem Spielerlebnis vor dem Foundation Update. Weitaus interessanter sind "Überleben" und "Kreativ". Letzterer Modus entspricht dem Sandbox-Gedanken von völliger Freiheit am ehesten, entfallen hier doch sämtliche Limitierungen. Plutonium, Zink, Kohlenstoff und andere Rohstoffe stehen in unbegrenzter Menge zur Verfügung. Und wer ein neuen Spielstand anlegt, muss sein Raumschiff nicht erst reparieren, sondern kann direkt ins All abheben, um die fremden Galaxien nach Herzenslust zu erforschen.

Lesetipp: Eine Marktübersicht über die besten Weltraum-Sandbox-Spiele für den PC haben wir im Special für euch!

Planeten kolonisieren leicht gemacht

Nach dem Lego-Prinzip setzen wir unsere Wunschbasis mithilfe verschiedener Modulen zusammen. Quelle: PC Games Nach dem Lego-Prinzip setzen wir unsere Wunschbasis mithilfe verschiedener Modulen zusammen. Von unerschöpflichen Ressourcen profitiert vor allem aber der neue Konstruktionsmodus. In No Man's Sky können wir erstmals Planeten kolonisieren, indem wir darauf unsere Heimatbasis errichten. Der Bau des Stützpunkts geht leicht von der Hand, wenngleich wir eine Vogelperspektive zwecks besserer Übersicht vermisst haben. Über Module legen wir etwa einfache Räume an, die wir dann mit Gängen miteinander verbinden. Leitern und Rampen ermöglichen auch mehrstöckige Bauten. Die Räume dekorieren wir anschließend mit Schmuckobjekten wie Betten, Stühlen und Tischen.

Glücklicherweise dürfen Hobby-Konstrukteuren auch nützliche Dinge wie das Handelsterminal, die Landeplattform fürs Raumschiff und Hydrokulturen für außerirdische Pflanzen in die Umgebung setzen. Sobald die Pflanzen ausgewachsen sind, können wir entsprechende Rohstoffe von ihnen ernten. Für schnelle Reisen zu unserer Kolonie nutzen wir einen speziellen Teleporter, den wir vorher aber in einer der großen Raumstationen aktivieren müssen. Danach können wir bequem zwischen beiden Orten hin- und herspringen. Um einige Terminals in unserer Basis in Betrieb zu nehmen, benötigen wir übrigens geeignetes Personal. Dafür bereisen wir die Galaxien nach geeigneten Rekruten, die einer der Alien-Spezies von No Man's Sky angehören. Für die Waffenwerkbank kommen etwa nur die bulligen Gek infrage. Die Suche nach den Außerirdischen lohnt sich, schenken uns die frisch angeworbenen Mitarbeiter doch Baupläne für neue Technologien, deren Nutzen außerhalb des Kreativmodus deutlich wird.
Signalscanner und Speicherpunkte können wir neuerdings mitten in der Wildnis setzen, sofern wir die nötigen Rohstoffe erübrigen können. Im Kreativ-Modus entfällt diese Einschränkung komplett. Quelle: PC Games Signalscanner und Speicherpunkte können wir neuerdings mitten in der Wildnis setzen, sofern wir die nötigen Rohstoffe erübrigen können. Im Kreativ-Modus entfällt diese Einschränkung komplett.

Komfort in der Wildnis

Den entsprechenden Bauplan und die passenden Rohstoffe vorausgesetzt, können wir neuerdings in der Wildnis Speicherpunkte direkt vor unseren Augen konstruieren. Auch Signalscanner, die uns relevante Sehenswürdigkeiten in der Umgebung wie zum Beispiel koloniale Außenposten auf dem Interface markieren, können wir neuerdings direkt herstellen. Und möchten wir an zu einem bestimmten Ort ein weiteres Mal reisen, setzen wir dort einfach einen Signalturm. Ein einblendetes Stern-Symbol teilt uns dann den genauen Aufenthaltsort mit - und zwar selbst dann, wenn wir den Planeten verlassen haben.

Autonome Bergbaueinheiten, die etwa riesige Goldbrocken ohne unser Zutun abbauen, sowie die Möglichkeit, sich die Rohstoffvorkommen des Zielplaneten schon im Weltall anzeigen zu lassen, sind weitere willkommene Komfortfunktionen. Vorbei sind damit die Zeiten, in denen wir in No Man's Sky etwa auf der Suche nach einem zuvor entdeckten Rohstofflager planlos über die Planetenoberfläche gesaust sind. Der neue Konstruktionsmodus ist auch außerhalb von Planeten nützlich. Mit ausreichend Credits, können wir uns einen eigenen Frachter anschaffen und das frei begehbare Raumschiff anschließend um eigene Räume erweitern. Praktisch: Der Frachter reist auf Knopfdruck mit uns durch alle Galaxien des Universums. Das reduziert unnötige und oftmals langweilige Flüge durchs All.

Kampf ums Überleben

Die eigene Ausrüstung wird im Survival-Modus extrem wichtig, um in der feindlichen Umgebung zu überleben. Wer ohne Vorräte losmarschiert, stirbt binnen Minuten einen Pixeltod - und verliert damit alle zuvor erbeuteten Gegenstände im Inventar! Quelle: PC Games Die eigene Ausrüstung wird im Survival-Modus extrem wichtig, um in der feindlichen Umgebung zu überleben. Wer ohne Vorräte losmarschiert, stirbt binnen Minuten einen Pixeltod - und verliert damit alle zuvor erbeuteten Gegenstände im Inventar! Der Survival-Aspekt kam in No Man's Sky bisher zu kurz. Abseits einiger Planeten mit außergewöhnlich Wetterbedingungen gab es praktisch keine Herausforderungen für wagemutige Forscher. Das ändert sich nun mit dem neuen Survival-Modus, der uns schon zu Spielbeginn mächtig ins Schwitzen bringt. Auf unserem Startplaneten setzte uns der sauere Regen stark zu. Das toxische Niveau erreichte schon nach zwei bis drei Minuten ein kritisches Level, was den zwangsläufig zum Bildschirmtod führt. Zu allem Übel liegt Don't touch this: Einige Ressourcenquellen können wir erst anzapfen, wenn wir das dafür notwendige Werkzeug dabei haben. Quelle: PC Games Don't touch this: Einige Ressourcenquellen können wir erst anzapfen, wenn wir das dafür notwendige Werkzeug dabei haben. das reperaturbedürftige Raumschiff stolze zwölf (!) Gehminuten entfernt.

Um den Kahn überhaupt erreichen zu können, müssen wir uns erstmal mühsam mit Rohstoffen für unsere Lebenserhaltungssysteme eindecken. Und das ist leichter gesagt, als getan: Denn im Survival-Modus können wir den Analysescan, der uns nützliche Ressourcenvorkommen in der Umgebung anzeigt, viel seltener einsetzen. Mühsam ist die Suche auch deshalb, weil die Ressourcen knapper sind wir (seltene) Materialien erst aufsammeln können, wir etwa dafür entsprechendes Werkzeug parat haben. Für Temerium sind etwa Schutzhandschuhe erforderlich, die wir vorher craften müssen. In dem Zusammenhang nehmen Credits eine wichtigere Rolle ein. Denn wenn durch Pech wichtige Rohstoffe zu weit von der Basis entfernt liegen, müssen wir diese notdürftig über das Handelsterminal beziehen.

Das Drehen an den zugegebenermaßen kleinen Drehschrauben zeigt jedenfalls Wirkung: No Man's Sky fordert uns endlich und ist dank Basenbau abwechslungsreicher denn je! An Makeln wie der dünnen Story und den unausgegorenen Kämpfen auf Planeten und im Weltall ändert das Foundation Update jedoch nichts. Auch den vermissten (Koop-) Mehrspieler-Modus bringt der Gratis-Patch nicht ins Spiel. Habt ihr No Man's Sky bislang gemieden, wird daran das neue Update höchstwahrscheinlich wenig ändern. Zum Pflichtkauf für leidenschaftliche Sandbox-Spieler wird No Man's Sky nicht, da gibt es gerade auf dem PC (noch) bessere Alternativen. Doch das Fundament ist jedoch gelegt: Wenn Hello Games am Ball bleibt, könnte No Man's Sky irgendwann das Spiel werden, das sich viele Fans erhofft haben. Für die Zukunft ist jedoch zu wünschen, dass sich das Entwicklerstudio in mehr Transparenz übt und Spieler künftig regelmäßig über den Stand der Dinge in Kenntnis setzt.

Eure Meinung: Habt ihr No Man's Sky mit Update 1.1 ausprobiert? Dann hinterlasst uns eure Eindrücke unter den Kommentaren.

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