Nintendo Switch Sports im Test - Seite 2
Test
Am 29. April 2022 erscheint Nintendo Switch Sports. In unserem Test erfahrt ihr, ob das Spiel mit seinem beliebten Vorgänger mithalten kann.
Wie die meisten Sportarten macht auch Tennis am meisten Spaß zu viert, lässt sich aber durchaus auch alleine spielen, wenn ihr gerade partout keinen Teamkameraden findet. Generell empfiehlt es sich, die computergesteuerten Gegner mindestens auf "Stark" zu setzen; außer es spielen Kinder oder Personen ohne Videospielerfahrung mit. Dann trefft ihr mit "Normal" eine gute Wahl, um die fröhliche Stimmung aufrechtzuerhalten und keinen Frust zu erzeugen.
Egal in welcher Konstellation ihr spielt, manchmal gibt es Phasen, in denen die Bälle nur zu den vorderen oder hinteren Charakteren zu fliegen scheinen. Zwischenzeitlich haben wir dann wenig zu tun und schrecken schon fast auf, sollte sich der nächste Ball in Richtung unseres Schlägers verirren. Auch Tennis erinnert stark an die Umsetzung aus dem Wii-Klassiker und profitiert von der präzisen Steuerung durch die Joy-Cons, die uns bis auf einige Aussetzer in jeder Sportart gute Dienste geleistet haben. Es sollen sich zudem unterschiedliche Schläge ausführen lassen, ein Tutorial gibt es dafür allerdings nicht.
In diesem Artikel
Unser Eindruck aus der Vorschau hat sich auch im fertigen Spiel bestätigt: Im Vergleich zu Tennis zieht Badminton den Kürzeren. Die Sportart wirkt wie eine abgespeckte Variante des Klassikers, macht weniger Spaß und zeigt sich insgesamt unspektakulär. Es gibt nur wenig Spielraum, sich an unterschiedlichen Manövern zu versuchen, mit dem Joy-Con gedankenverloren hin- und herzuschwingen, reicht vollkommen aus.
Quelle: PC Games
Im Gegensatz zum Tennis ist Badminton leider eher unspektakulär. Stattdessen hätte Nintendo sich auch eine andere Sportart aussuchen dürfen.
Wenn ihr alleine spielt und keine Lust habt, zwei Charaktere im Tennis zu steuern, könnte Badminton eine Alternative sein; jedoch kann die Disziplin mit den restlichen Sportarten nicht mithalten und hätte den Ring daher gerne für eine etwas anderes - etwa Golf - freimachen dürfen.
Abseits des Strafraums
Positiv überrascht dagegen der neue Fußballmodus, der mit verschiedenen Varianten daherkommt. Der Übungsplatz ist sehr willkommen, da ihr für die Steuerung nicht nur zwei Controller, sondern auch eine Mischung aus Tastendruck und Bewegungskontrolle braucht, um euren inneren Ronaldo heraufzubeschwören.
Das gestaltet sich am Anfang komplex und wirkt unter Umständen überfordernd, mit der Zeit gewöhnten wir uns aber daran. Leider erkennt die Nintendo Switch nicht jeden Schuss so, wie er ausgeführt worden ist. Da es wichtig ist, ob ihr den Joy-Con von oben oder unten in Richtung Ball schwingt, kommen manchmal unbeabsichtigte Pässe zum Gegenspieler vor, wenn das Spiel unsere Eingabe falsch interpretiert.
Quelle: PC Games
Fußball ist die Überraschung von Nintendo Switch Sports schlechthin. Der Modus ist am Anfang kompliziert, macht später aber viel Spaß.
Die Ausdauerleiste, von der euer Sprintvermögen abhängt, leert sich schnell und füllt sich umso langsamer wieder auf. Wie schon bei den anderen Sportarten macht die KI einen sehr soliden Eindruck:Auf der stärksten Stufe lässt sich das taktische Geschick der Gegner erkennen, was für einen angenehmen Spielfluss sorgt. Wollt ihr nicht in einem Viererteam spielen, sondern es alleine mit einem anderen Spieler aufnehmen, ist das im Eins-gegen-Eins kein Problem.
Dazu kommt der sogenannte Shootout-Modus. Hier dürft ihr sogar körperlich aktiv werden, denn durch den Beingurt, der auch von Ring Fit Adventure unterstützt wird, kickt ihr den Ball selbst ins Tor.
Den Gurt könnt ihr abwechselnd nutzen, sodass ein Exemplar für zwei Spieler ausreicht. Es gibt zwar leider nicht die Möglichkeit, beim Schießen zu variieren, aber es handelt sich um eine witzige Ergänzung, die Ehrgeiz zu wecken vermag - zumal das Tor immer kleiner wird, je erfolgreicher ihr wart.
Zum Schluss hat jeder die Chance, einen goldenen Schnatz - ähm, Ball - zu versenken, der Extrapunkte beschert. Seid ihr darin gleich gut (oder schlecht), macht ihr so lange weiter, bis einer den entscheidenden Treffer erzielt und den Gegner zurück in die Kreisliga schickt.
Im Sommer soll es ein Update geben, das die Nutzung des Beingurts in den normalen Fußballspielen ermöglicht. Wie das in der Praxis funktioniert, wenn wir schon beide Joy-Cons zum Spielen brauchen, wird sich zeigen. Der Fußballmodus ist insgesamt gut gelungen und eignet sich auch für Spieler, die bei der Bundesligakonferenz im Fernsehen eher abschalten.
Schlag auf Schlag
Den Abschluss der aktuellen Aufstellung bildet die Schwertkampfdisziplin Chanbara. Hier geht es dem Rivalen auf kurze Distanz an den Kragen, bis einer von euch von der Plattform ins Wasser stürzt. Ihr müsst Blocken und den Gegner in genau dem Winkel treffen, in dem er euch abzuwehren versucht.
Weiter geht's auf Seite 3!
