Switch 2: Nintendo sperrt fremde Geräte per USB-C aus

News Jonas Herrmann
Switch 2: Nintendo sperrt fremde Geräte per USB-C aus
Quelle: PCGH

Die Nintendo Switch 2 funktioniert nur mit wenig Zubehör von Drittanbietern. Ein YouTuber zeigt, woran das liegt.

Die Nintendo Switch 2 ist Anfang Juni 2025 erschienen und hat sich schnell als echter Erfolg entpuppt. Die neue Konsole nimmt alle Stärken der eh schon extrem beliebten Switch, verpackt sie in einem etwas besseren Gehäuse und spendiert dem Gerät deutlich mehr Leistung. Der komplette Spielekatalog der ersten Switch ist dabei auch auf der neuen Switch 2 spielbar.

Diese vorbildliche Abwärtskompatibilität setzt sich auch bei den JoyCon der Switch fort, stoppt aber bei vielen Zubehör-Teilen von Drittanbietern. Zahlreiche Controller und Docks, die problemlos an der ersten Switch funktionieren, können mit der Switch 2 nicht genutzt werden. Ein neues Video von Linus Tech Tips zeigt jetzt, woran das liegt und dass das wohl kein Zufall ist.

Nintendo hat wenig Interesse an Zusammenarbeit mit Drittanbietern

Die Nintendo Switch und die Nintendo Switch 2 (jetzt kaufen ) setzen auf ein ziemlich praktisches, aber eigentlich auch simples System. Die Handheld-Konsole kann über einen einzigen USB-C-Anschluss mit dem Dock verbunden werden. Da das Dock mit dem jeweiligen Bildschirm und dem Stromnetz verbunden ist, kann die Konsole so gleichzeitig ein Bild ausgeben und aufgeladen werden.

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Eine ganz ähnliche Aufgabe übernehmen beispielsweise auch Docking-Stations für Laptops oder eben Switch-Docks von Drittanbietern. Trotzdem funktioniert die Switch 2 mit den allermeisten dieser Docks nicht. Die Tech-Experten von Linus Tech Tips haben deshalb einen Analyzer eingesetzt, um herauszufinden, woran das liegt.

In dem Video geht es viel um die Funktionsweise von USB-C, die aber auch vereinfacht dargestellt werden kann. Im Grunde ist USB der Versuch, eine universelle Schnittstelle für die Übertragung von Energie und Daten zu finden. Dieser Versuch ist ziemlich erfolgreich, immerhin kann man mittlerweile Handys, Laptops, Tablets, Spielekonsolen und viele weitere Geräte mit ein und demselben Kabel aufladen.

Dabei sind aber nicht alle USB-C-Anschlüsse genau gleich. Es gibt etwa Unterschiede bei der maximalen Spannung oder bei Übertragungsraten. Manche Geräte brauchen mehr Strom als andere. Damit das Laptop-Kabel nicht die Kopfhörer grillt, ist es nötig, dass die verbundenen Geräte miteinander kommunizieren.

Bei einer neuen Verbindung werden so kleine Nachrichten ausgetauscht, in denen etwa Kapazitäten und Ähnliches abgeklärt werden, bis die Verbindung steht. Die Nintendo Switch 2 gibt sich bei diesem Nachrichtenaustausch offenbar vergleichsweise wenig Mühe. Sie funktioniert gut mit anderen Geräten von Nintendo, die ja quasi dieselbe Sprache sprechen, weigert sich aber, sich mit anderen Geräten zu verständigen.

Wenn ein Drittanbieter also Zubehör für die Switch 2 anbieten möchte, muss er das jeweilige Gerät vorher genau der "Sprache" der Switch 2 anpassen. Dazu kommt, dass Nintendo diese mit einem einfachen Update verändern kann, wodurch Zubehör-Hersteller ebenfalls zu Updates gezwungen werden. Das Ziel dürfte dabei recht simpel sein: Nintendo-Kunden sollen am besten nur bei Nintendo kaufen.

Quelle: Linus Tech Tips auf YouTube

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