Switch 2: Droht bald eine Preiserhöhung? - Nintendo beobachtet RAM- und Speicher-Situation genau

News David Fabricius
Switch 2: Droht bald eine Preiserhöhung? - Nintendo beobachtet RAM- und Speicher-Situation genau
Quelle: PCGH

Nach den jüngsten Gerüchten über steigende Preise meldet sich Nintendo selbst zu Wort. Der Konzern verweist auf knappe Speicherchips, neue Zölle und einen zunehmend umkämpften Hardware-Markt, der die Produktion verteuert. Wie sehen die Preise in der Zukunft für die Switch 2 aus?

Nach dem starken Start der Switch 2 fragen sich viele, ob Nintendo die Preise in den kommenden Monaten anheben muss. Die Lage auf dem Weltmarkt ist angespannt. Speicherchips werden teurer, Zölle schwanken, und selbst große Konzerne spüren den enormen Druck. Nintendo hat sich dazu nun ungewöhnlich offen geäußert. Übrigens ließ Nintendo Nindie fallen, wie eine ehemalige Mitarbeiterin kürzlich erklärte.

Nintendo sieht noch keinen akuten Preisdruck

In einem Interview mit der Kyoto Shimbun, das von VGC aufgegriffen wurde, erklärte Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa, dass die Switch 2 (jetzt kaufen ) aktuell noch nicht von unmittelbaren Kostensteigerungen betroffen sei. Der Markt für Speicherbausteine sei zwar extrem volatil, doch derzeit habe das "keinen direkten Einfluss auf unsere Erträge".

Nintendo versucht, sich durch langfristige Beschaffung wichtiger Komponenten abzusichern. Das Unternehmen kauft Bauteile also früher und auf Vorrat ein, um kurzfristige Engpässe und Preissprünge abzufedern. Genau das verschafft der Switch 2 im Moment eine gewisse Stabilität, aber eben nur solange dieser Puffer reicht. Furukawa machte auch klar, dass Nintendo die Entwicklung genau beobachtet. Der weltweite KI-Boom frisst riesige Mengen an RAM und Speicherchips, während gleichzeitig Rechenzentren massiv ausgebaut werden. Diese Konkurrenz um Bauteile treibt die Preise für alle an.

Zölle könnten am Ende den Ausschlag geben

Deutlich direkter wurde Furukawa beim Thema Zölle. Hier ließ er kaum Spielraum für Interpretationen: Für Nintendo gelten Zölle grundsätzlich als Kosten, die "so weit wie möglich an die Preise weitergegeben werden, nicht nur in den USA".

Das ist wichtig, weil Konsolen traditionell mit sehr geringen Gewinnmargen verkauft werden. Anders als Software oder Services kann Nintendo steigende Produktionskosten nicht einfach intern auffangen. Wenn Bauteile oder Einfuhrabgaben teurer werden, landet das am Ende früher oder später beim Verkaufspreis. Kurzfristig bleibt die Switch 2 wohl stabil. Mittelfristig hängt alles davon ab, wie sich die Speicherpreise und die Handelspolitik entwickeln. Rechnet ihr mit baldigen Preiserhöhungen? Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Eurogamer

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