Sony räumt auf, Nintendo schaut zu: Der ungleiche Kampf gegen die Klon-Flut

News Michael Miskulin
Sony räumt auf, Nintendo schaut zu: Der ungleiche Kampf gegen die Klon-Flut
Quelle: Consann Real Estate

Sony löscht konsequent Shovelware aus dem Playstation Store, während Nintendo auf Algorithmen setzt. Der neue Fall "Dead Gears" zeigt, wie unterschiedlich beide Plattformen mit Klon-Spielen umgehen.

Sony greift durch, während Nintendon't: Der Umgang mit Spieleplagiaten in den digitalen Stores der beiden Unternehmen könnte kaum unterschiedlicher ausfallen. Während der Playstation Store in den vergangenen Monaten konsequent von minderwertiger Shovelware oder Games mit manipulativen Titeln bereinigt wurde, bleibt der Nintendo Eshop ein Wilder Westen für Trittbrettfahrer, in dem fragwürdige Veröffentlichungen weiterhin ungestört ihr Dasein fristen dürfen.

Stein des Anstoßes ist aktuell erneut ein dreister Titel im Nintendo Eshop, der die Grenzen zwischen Inspiration und Plagiat verschwimmen lässt. Dead Gears: Space of War bedient sich beim Titel, Coverbild, Logo und Umgebungen ganz ungeniert an den großen Marken Dead Space und Gears of War und landet trotzdem prominent auf der Switch. Hinter dem Projekt steht mit "Consann Real Estate" ein Publisher, der bereits die Veröffentlichung eines Fall-Guys-Klons (Fall Buddies) aufgefallen ist.

Radikalkur gegen Trophäen-Slop: Wie Sony den Store säubert

Bei Sony hingegen fackelt man nicht lange. Ohne Vorwarnung flogen tausende Titel von dubiosen Publishern wie ThiGames oder Nostra Games aus der Datenbank. Betroffen sind auch jene Mini-Spiele, die dem Nutzer für einen schmalen Taler in fünf Minuten eine Platin-Trophäe zuschanzen. Durch verschärfte manuelle Reviews filtert Sony Games mit geklauten Assets, KI-Covern oder irreführenden Namen inzwischen konsequent heraus, um die Store-Qualität für Fans zu sichern.

Verstecken statt löschen: Nintendos fragwürdige Chart-Taktik

Nintendo wählt dagegen einen rein technischen Ansatz und versucht, die Slop-Welle über System-Updates unsichtbar zu machen. Die Eshop-Charts wurden so auf den Umsatz der letzten 72 Stunden umgestellt. Ein Ramsch-Spiel für einen Euro muss sich so nun 60-mal häufiger verkaufen als ein Vollpreistitel, um überhaupt sichtbar zu werden.

Doch es gibt einen neuen Haken: Dreiste Klone wie Dead Gears umgehen diese Hürde mit einem höheren Startpreis (in diesem Fall ein Zehner) und cleveren SEO-Suchbegriffen einfach (Dead Gears: Space of War). Der eigentlich Kollateralschaden trifft dann ehrliche Indie-Entwickler, deren wichtige Rabattaktionen zwecks Sichtbarkeit durch das umsatzbasierte Modell völlig verpuffen.

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Wie wichtig ist euch ein sauberer Store? Meidet ihr den Eshop wegen der Shovelware bereits? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Consann Real Estate auf Nintendo.com

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