Nintendo x Lego: Lego Super Mario - mehrere Sets aufgebaut und ausprobiert!

Special Johannes Gehrling
Nintendo x Lego: Lego Super Mario - mehrere Sets aufgebaut und ausprobiert!
Quelle: Nintendo/Lego

Nintendo versteht es, seine weltbekannten Marken zu Geld zu machen. Merchandise, Kinofilme, Freizeitparks ... die Liste ist lang. Der jüngste Streich der Japaner: Legosets mit Super Mario!

It's a me, Lego-Mario! Der weltbekannte Klempner taugt neben seinen Auftritten in Videospielen aller Art nicht nur als Held eines derzeit im Bau befindlichen Freizeitparks und als Star des kommenden Mario-Animationsfilms, nein, Super Mario ist auch als Klötzchen-Kumpane bestens geeignet. Das beweisen Lego und Nintendo gemeinsam mit einer ganzen Reihe interaktiver Mario-Legosets. Doch sind die Plastik-bepackten Pakete ihr Geld überhaupt wert? Funktioniert das Konzept (Spoiler: ja), und wohl noch viel wichtiger, macht es auch Spaß? Und für wen sind die Sets eigentlich gedacht, wer schlägt zu, wer lässt besser die Finger davon? Wir haben uns das Starterset sowie zwei der Erweiterungssets ganz genau angeschaut, haben aufgebaut, ausprobiert und absolviert (die Lego-Levels) - und sind zu dem Schluss gekommen, dass es wie immer keine ganz eindeutige Antwort auf alle oben genannten Fragen gibt. Doch langsam, langsam: Fangen wir erst einmal beim Grundsätzlichen an.

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Funktionsweise

Bei den verschiedenen Mario-Legosets handelt es sich im Grunde um klassische 2D-Mario-Levels in der Echtwelt-Legovariante. Heißt, nachdem ihr ein Set aufgebaut habt, könnte ihr es "durchspielen". Damit das funktioniert, verfügt die Mario-Figur über zwei Buttons (Bluetooth und Power), mehrere Displays, einen Lautsprecher, Sensoren an der Unterseite sowie einen Bewegungssensor. Mario funktioniert grundsätzlich eigenständig, kann aber per kabelloser Bluetooth-Verbindung auch mit einem Smartphone oder Tablet gekoppelt werden, auf dem die Mario-Lego-App installiert ist. Dann zeichnet die Anwendung eure "Spiele" auf, also in erster Linie die gesammelten Münzen und die erledigten Gegner. Münzen, den Timer, den aktuellen Untergrund (Lava, Wiese, Wasser und so weiter) sowie weitere Basic-Informationen sind ebenfalls auf einem kleinen Display ersichtlich, das sich in Marios Bauch befindet. Weitere

Bildschirme befinden sich im Gesicht und stellen die Augen sowie den Mund des Nintendo-Klempners dar. Eine wirklich pfiffige Idee, kann Mario so verschiedene Emotionen und Reaktionen darstellen, also eine diversifizierte Mimik. Zusammen mit seiner Stimme sowie diversen typischen Sounds sowie einigen ikonischen Mario-Musikstücken aus dem verbauten Lautsprecher macht das Spielen oder generell Interagieren mit Lego-Mario wirklich Spaß. Vor allem das Entdecken neuer Funktionen macht Freude. Legt Lego-Mario zum Beispiel einfach mal flach auf den Rücken, während er eingeschaltet ist, und wartet einen Moment ab, was passiert ...

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Essenziell fürs Funktionieren ist der optische Sensor auf Marios Unterseite. Dieser erkennt sowohl verschiedene Farben als auch unterschiedliche Strichcodes, die auf einigen Lego-Plättchen aufgedruckt sind. Dadurch kann Mario auf den Untergrund reagieren, aber auch auf Gegner wie zum Beispiel Gumba, Koopa oder Bowser Jr. und andere Elemente wie Fragezeichenblöcke. Betritt die Figur beispielsweise roten Untergrund, also Lava, reagiert Mario entsprechend. Hüpft ihr einem Gumba auf den Kopf, hört ihr die entsprechenden Sounds und sammelt Münzen. Der Bewegungssensor registriert zusätzlich Marios Position und erfasst damit zum Beispiel die Sprunghöhe. So ist es möglich, die verschiedenen Sets einzeln oder in Kombination "durchzuspielen", wobei ihr Level-Teile unterschiedlicher Sets völlig frei und beliebig immer wieder neu miteinander verbinden und kombinieren könnt. Im Übrigen lässt sich die Mario-Figur auch mit dem ebenfalls am 01. August erschienenen NES-Legoset verwenden, auch hierbei kommt der optische Sensor an der Unterseite zur Anwendung.

Zusammenbauen

Nintendo x Lego: Lego Super Mario - mehrere Sets aufgebaut und ausprobiert! (17) Quelle: PC Games Nintendo x Lego: Lego Super Mario - mehrere Sets aufgebaut und ausprobiert! (17) Doch was kommt bei Legosets klassischerweise immer vor dem Spielen? Genau, das Zusammenbauen, mindestens genauso relevant für den Spaß wie das Benutzen des fertig gebauten Sets. Leider liegen den Mario-Sets keine klassischen Bauanleitungen auf Papier bei, stattdessen gibt es nur einen sehr kurz gehaltenen Quickstart-Guide, der im Wesentlichen die Info beinhaltet, dass man sich doch bitte die App herunterladen soll. Die ist für Geräte mit Android und iOS verfügbar und trackt nicht nur eure "Spiele", sondern beinhaltet auch virtuelle Bauanleitungen für sämtliche Sets. Das könnt ihr euch sehr ähnlich vorstellen wie bei den Labo-Sets, deren ebenfalls virtuelle Bauanleitungen auf dem Bildschirm der Switch präsentiert werden. Funktionieren tut das Ganze auf jeden Fall gut und so war es für uns ein leichtes, das Starterset sowie zwei Erweiterungsset zusammenzubauen. Kein Wunder, richten sich die Sets doch eigentlich an eine eher jüngere Zielgruppe, also primär an Kinder. Die dürften trotz detaillierter Anleitungen schon etwas mehr gefordert werdet beim Zusammenbauen, als Erwachsener allerdings steckt darin nun wirklich keine Herausforderung.

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Spaß hatten wir trotzdem. Wenn aus den anfänglich gefühlt unzähligen bunten Einzelteilen nach und nach typische Mario-Levels und ikonische Gegner wie Bowser Jr. und Co. entstehen und am Ende ein hübsches Gesamtbild ergeben, dann kommt einfach Freude auf; auch ohne großen Anspruch. Selbst ausprobieren konnten wir das mangels Kindern im Büro zwar nicht, wir behaupten dennoch einfach mal, dass wohl das gemeinsame Bauen von Eltern und Kindern ebenfalls einigen Spaß bereiten dürfte. In jedem Fall fällt auf jeden Fall einiger Plastikmüll an, da jedes Set mehrere Beutel beinhaltet. Das erleichtert zwar die Organisation beim Zusammenbauen, besonders nachhaltig ist es allerdings nicht. Die Verwendung von kompostierbarem Plastik für die Beutel wäre hierbei eine Alternative und ein Schritt in die Richtung, solche Verpackungen gibt es mittlerweile in allen Formen und Varianten. Immerhin stellt Lego ja mittlerweile auch schon teils die eigenen Klötzchen aus nachwachsenden Rohstoffen her. Nintendo x Lego: Lego Super Mario - mehrere Sets aufgebaut und ausprobiert! (2) Quelle: PC Games Nintendo x Lego: Lego Super Mario - mehrere Sets aufgebaut und ausprobiert! (2)

Alle Sets und Erweiterungen

Legt ihr es darauf an, sämtliche Sets der Mario-Legoserie euer eigen zu nennen? Dann solltet ihr besser ein paar Groschen auf der hohen Kante haben, denn wie bei Lego (und Nintendo) zu erwarten, sind die Sets nicht gerade günstig. Das Starterset namens "Abenteuer mit Mario" - essenziell, da es die Mario-Figur beinhaltet - schlägt mit 59,99 Euro zu Buche. Des Weiteren erhältlich sind insgesamt acht unterschiedliche Erweiterungssets: "Bewachte Festung" (49,99 Euro), "Wüsten-Pokey" (19,99 Euro), "Wummps Lava-Ärger" (19,99 Euro), "Piranha-Pflanze-Powerwippe" (29,99 Euro), "Riesen-Kugelwillis" (29,99 Euro), "Marios Haus und Yoshi" (29,99 Euro), "Toads Schatzsuche" (79,99 Euro) und "Bowsers Festung" (99,99 Euro). Hinzu kommen vier verschiedene Anzüge für Mario, die jeweils 9,99 Euro kosten: Feuer-Mario, Katzen-Mario, Baumeister-Mario sowie Propeller-Mario. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es auch noch zehn verschiedene typische Widersacher aus dem Mario-Universum zu je 3,99 Euro, die sich in zufälligen Packs befinden. Was ihr kauft, wisst ihr also nicht. Ihr erwischt entweder Paragumba, Fuzzy, Stachi, Bummelkäfer, Kugelwilli, Bob-omb, Cheep Cheep, Blooper, Igluck oder Spukmatz. Nehmen wir einmal an, dass ihr bei den zufälligen Gegner-Packs genau zehn kauft und zufällig nur unterschiedliche Figuren erwischt. Wollt ihr nun sämtliche Sets und Figuren der Mario-Legoserie sammeln, müsst ihr insgesamt rund 500 Euro auf den Tisch legen. Eine wirklich stolze Summe, allen tollen Ideen, guten Umsetzungen und Lego-Qualitäten zum Trotz.

Hier findet ihr übrigens eine Übersicht, wo ihr die Mario-Legosets kaufen könnt.

Empfehlenswert?

Nintendo x Lego: Lego Super Mario - mehrere Sets aufgebaut und ausprobiert! (16) Quelle: PC Games Nintendo x Lego: Lego Super Mario - mehrere Sets aufgebaut und ausprobiert! (16) Sind die Mario-Legosets die hohen Preise wert? Ansichtssache. Die Qualität stimmt, das ist man von Lego gewohnt. Typische Figuren aus dem Pilzkönigreich wie Bob-ombs, Koopas, Gumbas, Piranha-Pflanzen und Co. sind liebevoll und durchdacht umgesetzt und lassen die Herzen Lego-begeisterter Nintendo-Fans höherschlagen. Die Mechanismen von Fallen, Power-Blöcken und Co. sind geschickt gestaltet und faszinieren zu Beginn, nutzen sich dann aber doch schnell ab. Das gilt indes auch für das "Gameplay". Bereitete uns das Zusammenbauen großen Spaß, galt das auch noch für die ersten zwei, drei Runden durch unsere selbst zusammengestellten Lego-Levels. Dann allerdings hatten wir schnell genug. Sicherlich dürften jüngere Spieler etwas länger Spaß damit haben, den Klötzchen-Mario durch und über die Plastik-Levels zu bugsieren, die Möglichkeiten sind aber einfach beschränkt, auch mit Erweiterungssets. Bis zum Schluss gut gefallen hat uns die Mario-Figur. Die unterschiedliche Interaktion dank Displays, Soundausgabe und Sensoren überrascht immer wieder und sorgt für einiger Schmunzler und auch so manchen Lacher.

Nintendo x Lego: Lego Super Mario - mehrere Sets aufgebaut und ausprobiert! (11) Quelle: PC Games Nintendo x Lego: Lego Super Mario - mehrere Sets aufgebaut und ausprobiert! (11) Für Kinder also empfehlenswert, für Erwachsene nicht? Das kommt natürlich auf die Person an. Zweifelsohne dürften die Mario-Legosets bei Sammlern einiges Interesse wecken. Und wer sowieso auf Lego steht und Nintendo mag, für den dürfte das Crossover beider Welten vermutlich auch ohne Sammelambitionen interessant sein. Wer sich aber erhofft, mit dem "Durchspielen" der Lego-Levels genauso viel Spaß und Abwechslung zu haben wie bei einem richtigen Mario-Spiel für eine Nintendo-Konsole, der wird zwangsläufig enttäuscht sein. Es ist eben wie so oft im Leben: Alles eine Frage der Betrachtungsweise.

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