Nintendo Alarmo: Ich bin Gaming-Redakteur und habe einen Wecker getestet, und ich habe keine Ahnung, wie es dazu kommen konnte
Special
Alarrrmo, Alarrrmo! Ich habe den Selbsttest mit dem Nintendo-Wecker Nintendo Alarmo gemacht und geschaut, ob man mit Mario, Link und Co. besser in den Tag startet.
Aber jetzt! Ich habe meinen Alarmo eingerichtet und platziert, ab geht's ins Land der Träume! Inklusive der bisher veröffentlichten Inhalte-Updates sind sieben Spiele mit jeweils bis zu sieben Musikstücken enthalten: Super Mario Odyssey, The Legend of Zelda: Breath of the Wild, Pikmin 4, Splatoon 3, Ring Fit Adventure, Mario Kart 8 Deluxe und das klassische Super Mario Bros. Geboten wird eine gelungene Mischung aus ruhigen und treibenden Klängen, je nachdem, welcher Aufwach-Typ man ist.
Der Clou ist, dass der Wecker im primären Modus gar nicht berührt werden muss, um ihn zu deaktivieren. Stattdessen bimmelt er zur eingestellten Aufwachzeit fröhlich los und hört erst auf, sobald man seinen müden Hintern auch wirklich unter der Bettdecke hervorgequält hat. Diese Leistung wird entsprechend dann auch mit einem krönenden musikalischen Abschluss belohnt - da fühlt man sich gleich mal als Held des Morgens! Zumindest, bis man seinen eigenen Mundgeruch wahrgenommen hat.
Aufwachen!!!
Je nach Wunsch kann man dabei noch zwischen drei verschiedenen "Härtegraden" wählen; dann weckt einen Alarmo entweder sanft, mit moderatem Druck oder mit der vollen Härte von Mama an Schultagen auf, inklusive graduellen Anstiegs der Lautstärke. Und wagt man es, sich nach erfolgreichem Aufstehen doch wieder in die Federn zu legen und denkt, den Nintendo-Wecker damit ausgetrickst zu haben, dann geht das Gebimmel bald wieder von vorne los. Grausam - und clever!
Quelle: Nintendo
So weit, so innovativ. Aber, und natürlich gibt es ein aber: So weit, so auch nur situationsbedingt praktisch. Alarmo geht im Standardmodus von der Idealsituation aus, dass man auf jeden Fall Zeit hat, sich auf seine Spielereien einzulassen - und dass man alleine schläft. Eine zweite Person im Bett wird schnell zum Problem, denn eine solche Unterscheidung kann der Wecker nicht treffen. Wenn Georg morgens um 6:15 Uhr aus dem Bett muss, sein Lebensgefährte Gregor aber frei hat und eigentlich noch bis 8:30 Uhr weiterschlafen wollte, dann hat Gregor Pech gehabt - Alarmo ist ein grausamer Herrscher.
Es gibt zwar einen alternativen Button-Mode, mit dem man Alarmo auch traditionell deaktivieren kann, indem man oben druff drückt, diese Funktion ist aber maximal verkompliziert gehalten. Sobald es morgens bimmelt, reicht es nicht, einfach den Knopf zum Ausschalten des Klingeltons zu betätigen.
Liegenbleiben für Profis
Nein, daran anschließend geht erst einmal ein Scroll-Menü mit der Frage auf, ob man den Alarm WIRKLICH deaktivieren will, und die ausgewählte Standardantwort ist "nein". Also muss man erst einmal das Rad drehen, dann noch einmal bestätigen und darf erst dann aufstehen, ohne dass einem Bowser's Thema aus Super Mario Bros. um die Ohren plärrt.
Klar, das ist jetzt auch kein riesiger Aufwand und geht nach ein paar Tagen in die Muskelerinnerung über. Aber warum baut man einen Button-Mode ein und gestaltet das Deaktivieren dann so absolut umständlich? Was neben nicht erlaubter Lebensgefährtin und umständlicher Sound-Deaktivierung für mich aktuell aber der größte Punkt ist, warum ich Alarmo nicht effektiv in meine Aufwachroutine einbauen kann: Man kann nur einen einzigen Alarm pro Tag einstellen.
