Ninja Gaiden: Ragebound im Test - Seite 2: Story, Fazit und Wertung

Test Matthias Hable Annika Menzel
Ninja Gaiden: Ragebound im Test - Seite 2: Story, Fazit und Wertung
Quelle:  PC Games

Ninja Gaiden: Ragebound ist das neue Spiel von The Game Kitchen, dem Entwickler des viel gelobten Blasphemous. Ragebound will nun in die Fußstapfen der alten 2D-Sidescroller treten. Ob das funktioniert, erklären wir im Test.

Story? Existiert.

Die Handlung von Ragebound ist eher unspektakulär. Die passt auf einen Bierdeckel und gewinnt bestimmt keinen Innovationspreis. An dieser Stelle müssen wir sagen, dass das nie die Stärke von Ninja Gaiden war. Die Reihe lebt vor allem vom Gameplay. Wir wollen euch trotzdem nicht spoilern, also nur so viel: Nachdem Ryu das Dorf des Hayabusa-Clans verlasssen hat, öffnet sich ein Portal zwischen unserer Welt und der der Dämonen.

Die Story wird in schön animierten Zwischensequenzen erzählt. Besonders kreativ ist sie allerdings nicht. Quelle: PC Games Die Story wird in schön animierten Zwischensequenzen erzählt. Besonders kreativ ist sie allerdings nicht. Daraufhin wird das Heimatdorf von Kenji angegriffen und er muss einen Weg finden, die Bedrohung abzuwenden. Außerdem sucht er nach der Person, die das Portal geöffnet hat. Kenji metzelt sich von da an durch die Dämonenhorden, bereist verschiedene Orte in Japan und sucht nach Artefakten. Den Sinn für Logik sollten wir dabei ab und zu mal ausschalten. An einer Stelle wird zum Beispiel ein Bosskampf unterbrochen, nur weil der Dämon einfach keine Lust mehr darauf hat. Und Protagonist Kenji akzeptiert das einfach. Nani?

Nur noch ein Versuch, dann klappt es bestimmt

Wo wir gerade von Bosskämpfen sprechen...das ist die große Stärke des Spiels! Denn das Design der Endgegner ist wirklich kreativ und erinnert an Soulslikes. Auch hier ist wieder viel herumprobieren gefragt. Jeder Boss hat ein eigenes Angriffsmuster, das in einer bestimmten Reihenfolge abgespielt wird.

Man kann es wie ein Musikstück auswendig lernen und so nach und nach perfektionieren. Es bleibt also motivierend und das Gefühl ist großartig, wenn einer dieser fiesen Dämonen endlich das Zeitliche segnet. Aber es dauert natürlich, bis man an diesen Punkt kommt. Das kann auch Frust bedeuten. Aber wie sagte Ryu noch gleich am Anfang des Spiels zu Kenji? "Finde deinen inneren Frieden!"

In der Dämonenwelt bestreiten wir den Kampf gegen den ersten richtigen Bossgegner von Ninja Gaiden: Ragebound . Quelle:  PC Games In der Dämonenwelt bestreiten wir den Kampf gegen den ersten richtigen Bossgegner von Ninja Gaiden: Ragebound . Die einzige Sache, die wir hier als etwas störend empfunden haben: die Musik. Während den Bosskämpfen läuft nämlich immer der gleiche Track. Das wird irgendwann nervig und andere Spiele haben das besser gelöst. Wir denken da zum Beispiel an Dark Souls 3. Vielleicht sind das zu große Erwartungen an ein 2D-Retrospiel. Etwas Abwechslung hätte aber bestimmt nicht geschadet.

Für wen ist Ninja Gaiden: Ragebound geeignet?

Zu guter Letzt bleibt noch die Frage, für wen Ragebound interessant sein könnte. Nach dem Erfolg von Blasphemous werden vermutlich einige Fans des Spiels neugierig sein, was Entwickler The Game Kitchen nun gezaubert hat. Auch bei Ragebound bekommt ihr wieder schön gestaltete Pixelgrafik und sauschwere Bosskämpfe geboten.

Aber Vorsicht, hier haben wir es nicht mit einem Metroidvania, sondern mit einem klassischen Plattformer zu tun - mit allem, was dazu gehört. Das dürfte vor allem Oldschool-Spieler ansprechen, die etwas mit Arcade-Nostalgie anfangen können. Denn Ragebound ist vor allem eine Hommage an diese Ära. So ganz klappt das aber nicht, denn anders als die Klassiker von damals kann dieser Teil der Ninja Gaiden-Reihe nicht viel eigene Ideen mit einbringen.

Kenjis Suche nach Artefakten führt in an verschiedene Orte in Japan. Quelle:  PC Games Kenjis Suche nach Artefakten führt in an verschiedene Orte in Japan. Nebenbei ist das neue Spiel von The Game Kitchen auch etwas weniger brutal als Blasphemous, was die Inszenierung angeht. Ob das aber ein Kritikpunkt ist oder nicht, ist wohl Geschmackssache. Ansonsten könnte das Spiel auch den ein oder anderen Soulslike-Enthusiasten begeistern. Denn das Design der Monster und der Bosskämpfe ist ein echtes Highlight. Für die Ninja-Gaiden-Fans wird es aber vor allem eine gute Gelegenheit sein, die Zeit bis zum Release von Ninja Gaiden 4 zu überbrücken.

Meinung

Wertung zu Ninja Gaiden: Ragebound (PC)

Wertung:

7.0 /10
Fazit

Ragebound überzeugt vor allem durch interessante und harte Bosskämpfe. Abseits davon gibt sich das Spiel aber wenig Mühe, uns etwas Neues zu bieten.

Ninja Gaiden: Ragebound erscheint am 31. Juli 2025 für PC, PS5, Xbox Series X, Xbox One und Nintendo Switch zum Startpreis von 25 Euro. Falls ihr neugierig auf das Spiel seid, könnt ihr übrigens auf Steam eine kostenlose Demoversion herunterladen. Transparenzhinweis: Die Testversion wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.

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