Hunderte Gegner vor der Brust -- na und? Kurz durchgeatmet und schon hauen wir das Gesocks mit einer Dauer-Kombo aus den Latschen!
Microsoft ist von den Xbox360-Verkaufszahlen in Japan enttäuscht und buhlt nun mit asiatischen Produktionen um die Gunst der Zocker. "Lumines"-Erfinder Tetsuya Mizuguchi und das koreanische Entwicklerteam Phantagram ("Kingdom under Fire") kombinieren bei "Ninety-Nine Nights" klassisches Hack'n'Slay mit üppiger Next-Gen-Power.
Nippon-Style
Die Nonstop-Action ist eingerahmt von einer typisch-japanischen Fantasy-Story um einen Kraftstein, dessen Zerstörung das Tor zu einer düsteren Parallelwelt geöffnet hat. Jeder der sieben spielbaren Charaktere erlebt einen eigenen Handlungsstrang, am Ende jedoch fließen alle zusammen.
Für die ersten Kampfaktionen steht nur die zierliche Inphyy bereit. Erst nachdem Sie ihre Kampagne erfolgreich beendet haben, können Sie mit weiteren Helden in die Schlacht ziehen. Jeder Heroe verfügt über ein umfangreiches Kombo-System. Während Inphyy Orks und Trolle durch blitzschnelle Sprungattacken zu Kleinholz verarbeitet, schleudert der muskulöse Myifee sein an einer Kette befestigtes Zweiklingen-Schwert auf die Gegner.
Hammer-Kombos
Meist stürmt das Gesocks in 50er- oder 100er-Horden auf Sie zu. Anfangs genügt noch simples Tastengehämmere. Vor Duellen mit Bossgegnern -- etwa einem riesigen Frosch -- sollten Sie sich aber mit der reichhaltigen Auswahl an Kombos vertraut machen. So kann Inphyy zum Beispiel zehn Sekunden lang in der Luft schweben und die Gegner mit ihrem Schwert malträtieren.
Zusätzliche Power bekommen Sie durch Aufladen eines Magiebalkens. Blitzschnelle Angriffe setzen nun größere Feindesansammlungen in Windeseile schachmatt. Durch gewonnene Erfahrungspunkte erhalten Sie mächtigere Waffen, Ihre Fähigkeiten verbessern Sie durch Amulette. Unfair: Beißen Sie ins Gras, müssen Sie die Mission jedes Mal von vorne beginnen, da Speicherpunkte fehlen.
Bei den riesigen Massenschlachten kann die Xbox360 so richtig die Muskeln spielen lassen. Selbst wenn mehrere hundert Kämpfer gleichzeitig auf dem Bildschirm miteinander ringen, ruckelt nix. Optische Höhepunkte sind aber die herrlichen Zwischensequenzen, die besonders auf einem hochauflösenden Fernseher begeistern. az n
