Nightingale entwickelt sich zu einem der coolsten Survival-Games überhaupt

Special Daniel Link
Nightingale entwickelt sich zu einem der coolsten Survival-Games überhaupt
Quelle: Inflexion Games

Auf der momentan laufenden Gamescom durfte ich mir eine Hands-Off-Session zum anstehenden Survival-Game Nightingale von Inflexion Games ansehen und berichte darüber, wie sehr sich der Titel in letzter Zeit verändert hat.

Direkt zur Ankündigung von Nightingale im Dezember 2021 konnte das Survival-Game mein Interesse wecken. Das Studio hinter dem Projekt, Inflexion Games, besteht nämlich aus ehemaligen BioWare-Entwicklern und Survival-Spiele gehören auch schon seit Längerem zu meinen Favoriten. Ich meldete mich daher selbstverständlich für sämtliche Alphas an und verfolgte interessiert die Entwicklung des Spiels. Als die Monate ins Land zogen, Nightingale mehr als einmal verschoben wurde, Gameplay-Fetzen ans Licht kamen und ich mehr über das Spiel erfuhr, war meine Enttäuschung jedoch fast so groß wie meine damals bisherige Vorfreude. Irgendwie sah alles gar nicht so gut aus, wie man noch nach den ersten Bild- und Infoschnipseln vermuten konnte bzw. durfte. Das Grundkonzept des Spiels interessierte mich noch immer: Eine prächtige Basis aufbauen, Monster besiegen, sich immer weiter ausrüsten und mit den gewonnenen Materialien sogenannte Realm-Karten herstellen, durch die man Zugriff auf prozedural generierte Welten erhält. Die Biome dort reichen von Wüstenlandschaften über Sümpfe bis hin zu majestätischen Grünflächen.

Einem viktorianischen Überlebenden dürfen natürlich auch die passende Öllampe und der Schirm nicht fehlen, letzterer lässt den Spieler sogar graziös durch die Lüfte gleiten. Abgerundet wird das Ganze noch durch eine ordentliche Menge Fantasy in Form von mysteriösen Kreaturen und einigen antagonistischen Feen. Am Konzept hat sich seit der Ankündigung auch nichts geändert, doch in Sachen Gameplay konnte mich Nightingale bis jetzt nicht überzeugen. Alles sah ein wenig klobig und irgendwie generisch aus, was meiner Vorfreude einen Stock ins Rad warf. Das änderte sich jedoch, als ich nun eine Hands-Off Präsentation zu Nightingale auf der Gamescom begutachten konnte.

Seit ich das letzte Mal etwas von Nightingale zu Gesicht bekam, hat sich definitiv Einiges geändert. Das Interface wurde überarbeitet und die Anzeigen für Dinge wie Lebenspunkte sehen jetzt ziemlich schick aus, die Animationen wurden um einiges verbessert und auch einige Systeme wurden wohl etwas aufpoliert. Während ich dem Gameplay so zusah, bemerkte ich zwar einigen Stellen, in denen die Framerate in den Keller sank, doch die meiste Zeit lief Nightingale ziemlich flüssig. Gespielt wurde jedoch auf richtigen Monster-Maschinen, wie die Performance zum Release aussieht, lässt sich daher nur schwer einschätzen.

Ein Charakter steht vor einem magischen Portal. Quelle: Inflexion Games Besonders beeindruckt hat mich neben dem obligatorischen Angel-System vor allem der Kampf gegen den Sun Giant. Diesem Riesen haben sich die Entwickler im Dreierteam entgegengestellt und bauten für den Kampf sogar ein paar Türme auf, von denen aus sie dem Giganten mit ihren Knarren einheizen konnten. Das Ganze erinnerte mich etwas an Terraria und wie man in diesem Spiel gegen Bosse kämpft. Möglicherweise waren diese Bauten völlig unrealistisch, da die Entwickler einfach unendlich viele Ressourcen hatten, wohingegen man im fertigen Spiel diese nur spärlich entbehren möchte oder auch durch Sachen wie Gewicht eingeschränkt wird. Hierzu kann ich im Moment jedoch nur spekulieren.

Bildergalerie

Im Kampf kam vor allem der Schirm zum Einsatz, mit dem die Entwickler sanft auf dem Boden landeten, nachdem sie vom Sun Giant in die Luft befördert wurden. Neben den selbsterstellten Türmen schwebten auch einige Trümmer durch die Luft, von denen aus ein Entwickler seinen Kontrahenten beschoss, ohne dass sich dieser wirklich wehren konnte.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk