Nier kommt mit vielen tollen Ideen daher, trotzdem ist das Action-Rollenspiel nur besserer Durchschnitt. Was ist da schiefgelaufen?
Nier: Ein Alter Herr ist kein D-Zug
Die Story weiß zu fesseln, ist aber nicht perfekt – die vom Entwickler versprochenen Story-Wendungen sind zum Beispiel zu vorhersehbar. Und die karge Sprachausgabe tut ihr Übriges, um euch die Geschichte madig zu machen. Bis das Spiel richtig anfängt, vergeht beinahe die Hälfte der Gesamtspielzeit von etwa 25 Stunden. Ihr merkt: Das Spieltempo ist gemächlich wie eine vollgefressene Schildkröte. Und da dieses Reptil auch nicht besonders sehenswert und viel zu überladen ist, werden die meisten von euch vermutlich schnell aufgeben.
Nier ist am Ende sicher kein schlechtes Action-Rollenspiel. Würden die Spielelemente besser ineinandergreifen, könnte man dem Titel sogar die grafischen Schwächen verzeihen.
