Ni No Kuni 2 für Nintendo Switch: Zauberhaftes RPG in der Vorschau
Special 49,99 €
Lang hat's gedauert, nun dürfen bald auch Nintendo-Switch-Besitzer endlich in einem der charmantesten Rollenspiele der letzten Jahre ran. Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs - Prince's Edition ist der sperrige Name des zauberhaften Abenteuers, das wir in der Vorschau vorstellen.
Bezüglich der Switch-Umsetzung des ersten Ni No Kuni hat sich Bandai Namco nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Da wurde einfach die PS3-Fassung kaum verändert auf die Konsole geschubst, während PS4 und Xbox One eine grafisch verbesserte Remastered Edition erhielten. Das technisch definitiv aufwändigere Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs hingegen schafft es jetzt einfach so auf die Konsole, noch dazu in der Prince's Edition mit allen DLC-Inhalten.
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Endlich dort, wo es hingehört
Quelle: Bandai Namco
Die Geschichte beginnt mit viel Leid und Tod. Anstatt eine erwartbare Rachegeschichte gibt’s danach aber eine ungemein positive, sympathische Erzählung.
Das verstehe, wer will. Wir wollen uns aber gar nicht beschweren und freuen uns stattdessen einfach über diesen Umstand - denn knapp zweieinhalb Jahre nach dem ursprünglichen Release kommen nun endlich auch Nintendo-Fans in den Genuss dieser JRPG-Perle. Entwickelt wurde sie übrigens von Level-5, jenem Studio, das mit Spielen wie Professor Layton, Inazuma Eleven und Yo-kai Watch ohnehin bei vielen Liebhabern des Mario-Konzerns einen Stein im Brett hat. Und mit Ni No Kuni 2 dürften sie ihre Fanbase auf der Switch noch weiter ausbauen.
Quelle: Bandai Namco
Die zahlreichen Bosskämpfe sind nicht sonderlich anspruchsvoll, sie machen aber Spaß und sind kreativ gestaltet. Unser kleiner Begleiter Remmi steht uns stets bei.
Anders als beim Erstling ist hier zwar nicht Studio Ghibli mit an Bord, sondern "nur" Yoshiyuki Momose, seines Zeichens ehemaliger Charakter-Designer beim japanischen Kultstudio. Er bringt den typischen Charme aber auch im Alleingang toll rüber. Überhaupt strotzt Ni No Kuni 2 nur so vor Charakter. Das fängt bei der schönen Welt an, führt über die nicht allzu komplexen, aber trotzdem gut geschriebenen Figuren und führt hin zur Story, die sich überraschend anders entwickelt, als man das zu Beginn vermuten mag und von einer sehr sympathischen, positiven Grundstimmung getragen wird.
Kingdom Come
Quelle: Bandai Namco
Je nachdem, wen wir in den Kämpfen steuern, haben wir Zugriff auf unterschiedliche Attacken, Ferkampfwaffen und Magieangriffe. Das sorgt für Abwechslung.
Worum geht's? Um den jungen Thronfolger Evan, der sich nach einem Putsch nebst Ermordung seines könglichen Vaters im Exil wiederfindet. Nun macht er es sich zur Aufgabe, ein neues Königreich zu errichten und wieder Frieden in die Welt zu bringen. Auf seiner Reise durch allerlei Stadtkönigreiche begleitet ihn der Krieger Roland, der aus der echten Welt in das von Tierwesen bewohnte Fantasy-Reich geworfen wird, in der all die Ereignisse stattfinden, und nach und nach schließen sich ihnen natürlich noch jede Menge weitere illustre Gestalten für die Party an.
Ein König auf Reisen
Quelle: Bandai Namco
Im Laufe der Kampagne sehen wir zu, wie unser eigenes kleines Königreich immer größer wird, indem wir Gebäude bauen und sich NPCs unserer Sache anschließen.
In Städten, Dungeons und anderen Zielgebieten laufen wir in schicker Grafik mit vielen Details durch die Gegend. Diese Momente sind das Herzstück des Spiels, primär reden wir hier mit NPCs, lösen leichte Rätsel und erleben die kleinen Geschichten in den verschiedenen Arealen, welche sich zu einer großen, übergreifenden Story zusammenfügen. In dieser Ansicht finden auch die Echtzeitkämpfe statt. Mit leichten und schweren Angriffen, Magie und Fernattacken gehen wir hier gegen kunterbunte Feinde vor, als Belohnung gibt's Ressourcen und Items, zusätzlich Erfahrungspunkte. Mit diesen sowie mit diversen Ausrüstungsgegenständen verbessern wir unsere Party-Mitglieder, die alle mit leicht unterschiedlichen Aktionsmustern in den Kämpfen steuerbar sind und zwischen denen jederzeit gewechselt werden kann.
Kleiner Krieg
Quelle: Bandai Namco
Vor allem die verschiedenen Städte, die wir erforschen, bersten vor liebevollen Details, an denen man sich nicht sattsehen kann.
Sind wir auf der Oberweltkarte unterwegs, erwartet uns Chibi-Optik, zusätzlich können hier leicht strategisch angehauchte Schlachten absolviert werden. Bei denen steuern wird erneut Evan, gleichzeitig aber um ihn herum angeordnete Einheiten, und es gilt, mit begrenzten Schlachtpunkten Spezialattacken auszulösen, um Feinde zu bezwingen und gegnerische Lager einzunehmen. Sowohl die normalen als auch diese Spezialkämpfe machen viel Laune, sind aber auch sehr simpel und Herausforderung gibt es praktisch keine, wenn man halbwegs mitlevelt. Da der Fokus des Spiels klar nicht darauf liegt, ein allzu knackiges Abenteuer abzuliefern, sondern mit Abwechslungsreichtum und Charme zu überzeugen, ist das aber nur bedingt ein Problem.
Stadtbewohner
Zu guter Letzt steckt sogar noch eine ebenfalls sehr einfach zu handhabende Städtebausimulation in Ni No Kuni 2. Evans Königreich erweitern wir nach und nach mit neuen Gebäuden, Produktionsstätten und NPCs, die wir im Rahmen von Haupt- und Nebenmissionen treffen und die sich uns nach kleinen Gefälligkeiten anschließen. Frei platzieren können wir die Gebäude leider nicht, aber trotzdem ist es sehr befriedigend, das eigene Reich weiter und weiter gedeihen zu sehen.
Zudem wachsen einem die Bewohner mit ihren zwar nur skizzenhaften, aber trotzdem viel zur Stimmung beitragenden Hintergrundgeschichten schnell ans Herz. Das System und die Tatsache, dass Komplettisten über 100 Untertanen an ihre Seite rufen können, erinnert entfernt an die Kumpanen-Sammelei der Suikoden-Reihe, natürlich vor allem an die des besten Teils, Suikoden 2. Wahrlich nicht die schlechteste Inspiration! Wenn die Switch-Umsetzung nicht technisch durchfällt, was angesichts der stimmigen, aber nicht anspruchsvollen Grafik eher nicht der Fall sein sollte, erwartet Rollenspiel-Fans hier also im Herbst ohne jede Frage ein echtes Highlight.
