Amazon entlässt über 30.000 Mitarbeiter - Was bedeutet das für hauseigene Titel wie New World und Co?
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Amazon soll noch in dieser Woche über 30.000 Mitarbeiter entlassen. Die Games-Sparte könnte davon stark betroffen sein.
Amazon ist schon lange nicht mehr "nur" ein Online-Kaufhaus. Das US-amerikanische Unternehmen bietet auch verschiedene Services wie Prime Video, Audible oder Amazon Music, baut eigene Produkte wie den Kindle und ist mit AWS mittlerweile auch ein Riese im Bereich Cloud-Computing. Und auch im Videospielbereich wurden große Summen investiert.
Mit Amazon Luna bietet man einen eigenen Cloud-Gaming-Service, Amazon Games entwickelt eigene Titel wie das MMORPG New World und tritt auch als Publisher, etwa von Lost Ark und Blue Protocol, in Erscheinung. Eine bevorstehende Entlassungswelle könnte diesen Teil des Geschäfts jetzt stark beeinflussen.
Amazon soll 30.000 Mitarbeiter entlassen
Wie Reuters mit Verweis auf interne Quellen berichtet, soll Amazon noch in dieser Woche mehr als 30.000 Mitarbeiter entlassen. Demnach wolle man Kosten senken und die während der Hochphase der Pandemie erfolgte Überbesetzung ausgleichen. Schon 2022 waren auf einen Schlag knapp 27.000 Stellen gestrichen worden.
Insgesamt arbeiten wohl knapp 1,55 Millionen Menschen für Amazon, weshalb der Anteil nicht allzu groß wirkt. Es sind aber knapp 10 Prozent der ungefähr 350.000 Unternehmensmitarbeiter. Die Entlassungen sollen auch einige wichtige Departments, einschließlich Logistik, Zahlungen, Videospiele und den Cloud-Computing-Bereich, treffen.
Insgesamt soll durch die Verkleinerung auch die Bürokratie abgebaut werden. Viele Prozesse wurden demnach in den letzten Monaten und Jahren durch den massiven Einsatz von KI stark optimiert, sodass nun Mitarbeiter nicht länger gebraucht werden. Die Entlassungswelle würde in der aktuellen Lage der Tech-Branche kaum noch überraschen.
Was das für den Videospielbereich bedeuten könnte, kann derzeit nur spekuliert werden. Amazon wollte möglichst einer der größten Player auf dem Gaming-Markt werden, bisher blieben die Erfolge aber weitestgehend aus. New World hat es beispielsweise nicht geschafft, der großen Konkurrenz ernsthaft gefährlich zu werden.
Quelle: Reuters
