Netzteile:Preise: 500 Watt für 4K, Effiizenz-Beispielrechnung
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Ein effizientes Netzteil rentiert sich - wir erklären, warum das so ist, und gehen auch auf weitere Netzteil-Themen ein inklusive kleiner Marktübersicht.
500 Watt-Netzteil für einen 4K-PC
Für einen starken Gaming-PC mit einer klugen Kombination aus CPU und Grafikkarte ist sogar ein halbwegs ordentliches 500 Watt-Netzteil völlig ausreichend: Die Ryzen X3D-CPUs von AMD sind enorm effizient und sehr gute Gaming-CPUs. Empfehlenswert sind der Ryzen 7 5800X3D oder Ryzen 7 7800X3D. Sie benötigen in Games zusammen mit den anderen Bauteilen (außer der Grafikkarte) etwa 120 bis 130 Watt. Eine Nvidia GeForce RTX 4070 oder 4070 Ti wiederum benötigt 200 respektive 270 Watt. In der Summe sind das also selbst mit der Ti-GPU maximal 400 Watt für einen PC, der moderne Spiele auch in 4K gut bewältigen kann. Ihr seht also: Verzichtet man auf absolute High-End-Komponenten, sind 200 Watt weniger Strombedarf bei Gaming-Last drin. Bei im Durchschnitt einer Stunde Gaming pro Tag sind dies nach einem Jahr gut 29 Euro (bei 40 Cent pro KWh) Ersparnis, und ihr spart auch bereits beim Netzteilkauf.
Beispielrechnung für die Effizienz
Wir möchten euch nun zeigen, wie die Kostenunterschiede aussehen, wenn ihr unterschiedlich effiziente Netzteile verwendet. Dabei haben wir drei Beispiel-Effizienzen genommen, und zwar 84, 87 und 90 Prozent. Für jede Effizienz haben wir die jährlichen Kosten (Strompreis: 40 Cent pro KWh) dafür berechnet, wenn ihr im Durchschnitt eine Stunde spielt und euer PC dabei 350 Watt verbraucht sowie wenn ihr im Schnitt pro Tag eine Stunde im Alltags-Betrieb nutzt, also Office-Anwendungen, Internetsurfen, Chatten und so weiter.
Ganz rechts in der Tabelle findet ihr für die Effizienzen 87- und 90-Prozent noch die jährliche Ersparnis im Vergleich zu einer Effizienz von nur 84 Prozent.
Ihr könnt für euch selbst überlegen, wie viele Stunden pro Tag euer PC im Durchschnitt eingeschaltet ist und wie sich dies auf Gaming und Alltagstätigkeiten verteilt, und eure täglichen Stundenzeiten mit den Werten aus unserer Tabelle hochrechnen. Somit könnt ihr berechnen, wie viel Geld ihr spart, wenn ihr zum effizienteren Netzteil greift:
| Effizienz | Jahreskosten Office | Jahreskosten Gaming | Ersparnis Office | Ersparnis Gaming | |
|---|---|---|---|---|---|
| 84 Prozent | 12,26 € | 42,92 € | |||
| 87 Prozent | 12,70 € | 44,46 € | 0,44 € | 1,53 € | |
| 90 Prozent | 13,14 € | 45,99 € | 0,88 € | 3,07 € |
Falls ihr ein Netzteil mit zum Beispiel 85 oder 86 Prozent Effizienz habt, nehmt einfach Kosten an, die zwischen dem 84er- und 87er-Modelle liegen - es kommt hier nicht auf jeden Cent an, allein schon, da ihr euer Nutzungsverhalten ja ohnehin nur grob schätzen werdet.
Die jährlichen Kostenunterschiede sind, wie ihr seht, nicht besonders hoch. Aber ein besonders effizientes Netzteil kann sich durchaus schneller lohnen, als man denkt.
Ein Beispiel: Es gibt einige Netzteile mit einer Leistung von 550 oder 600 Watt und einer Effizienz von 84 bis 85 Prozent für 40 bis 60 Euro. Modelle mit 90 Prozent Effizienz kosten eher 70 bis 90 Euro - gehen wir vereinfacht von einer Differenz von 30 Euro aus.
Ein Vergleich zwischen dem 84- und 90-Prozent-Netzteil zeigt: Spielt ihr jeden Tag eine Stunde und habt den PC zwei Stunden für Office eingeschaltet, spart ihr pro Jahr 3,07 € beim Gaming und 2x 0,88 €, also 1,76 € bei sonstigen Dingen. In der Summe sind dies 7,01 € pro Jahr.
Behaltet ihr das Netzteil 5 Jahre, sind es bereits 35 Euro. Der Kauf des effizienteren, 30 Euro teureren Netzteils hat sich dann also schon rentiert. Nutzt ihr euren PC intensiver, lohnt sich der Kauf natürlich umso mehr.
Quelle: Xilence
Das Xilence Performance X XP550R9 bietet von 20 bis 100 Prozent Last eine Effizienz von 89 bis 92 Prozent und kostet 60 Euro.
Abschließend haben wir nun noch eine Übersicht mit 30 Netzteilen erstellt - wegen der Fülle an Netzteilen ist es nur eine Auswahl, bei der durchaus einige interessante Modelle fehlen können. Wir konzentrieren uns auf modulare Netzteile mit Leistungswerten von 500 bis 650 Watt, die es derzeit in möglichst vielen Shops lieferbar gibt:
| Modell | Nennleistung | Modularität | Preis ab |
|---|---|---|---|
| be quiet! System Power 9 CM | 500 Watt | teilmodular | 60 Euro |
| Inter-Tech Argus RGB CMII | 650 Watt | teilmodular | 60 Euro |
| Enermax MarbleBron | 550 Watt | teilmodular | 60 Euro |
| LC-Power LC6560 GP4 | 560 Watt | teilmodular | 60 Euro |
| Thermaltake Smart BM2 | 550 Watt | teilmodular | 60 Euro |
| Fractal Design Anode Bronze | 650 Watt | teilmodular | 65 Euro |
| be quiet! System Power 9 CM | 600 Watt | teilmodular | 70 Euro |
| Seasonic G12 GM | 650 Watt | teilmodular | 75 Euro |
| Sharkoon WPM Gold Zero | 650 Watt | teilmodular | 75 Euro |
| Seasonic G12 GM | 550 Watt | teilmodular | 75 Euro |
| FSP Hydro GSM Lite | 550 Watt | teilmodular | 75 Euro |
| LC-Power LC650M | 650 Watt | vollmodular | 80 Euro |
| Seasonic Core GM | 500 Watt | teilmodular | 80 Euro |
| be quiet! Pure Power 12 M | 550 Watt | vollmodular | 85 Euro |
| Fractal Design Ion Gold | 550 Watt | vollmodular | 85 Euro |
| LC-Power LC6650M V2.31 | 650 Watt | vollmodular | 85 Euro |
| Chieftec Chieftronic SteelPower | 550 Watt | vollmodular | 85 Euro |
| EVGA CQ 650 | 650 Watt | teilmodular | 90 Euro |
| MSI MPG A650GF | 650 Watt | vollmodular | 95 Euro |
| Seasonic Focus GX | 550 Watt | vollmodular | 95 Euro |
| Thermaltake ToughPower GF A3 | 650 Watt | vollmodular | 95 Euro |
| Chieftec Polaris PPS-550FC | 550 Watt | vollmodular | 95 Euro |
| be quiet! Pure Power 12M | 650 Watt | vollmodular | 100 Euro |
| Seasonic Focus GX | 650 Watt | vollmodular | 100 Euro |
| Asus ROG Strix 550G | 550 Watt | vollmodular | 105 Euro |
| FSP Hydro G Pro | 650 Watt | vollmodular | 105 Euro |
| Thermaltake ToughPower GF ARGB | 650 Watt | vollmodular | 105 Euro |
| be quiet! Straight Power 11 Platinum | 550 Watt | vollmodular | 110 Euro |
| Seasonic Focus PX | 550 Watt | vollmodular | 110 Euro |
| Fractal Design Ion+ 560P | 560 Watt | vollmodular | 110 Euro |
Alle genannten Netzteile haben mindestens zwei PCIe-Stecker mit 8 Pins und den ATX-Baufaktor. Für manche sehr kleine Gehäuse benötigt ihr ein SFX- oder SFX-L-Netzteil. In unserem Special vom 23. Juni erfahrt ihr, welche anderen Dinge ihr bei der Zusammenstellung eines besonders kleinen PCs noch beachten müsst.
