Gundam-Verfilmung von Netflix: Dreharbeiten abgeschlossen, ich bleib maximal skeptisch
News
Nicht jedes Anime-Franchise bietet sich für Live Action an, doch nach One Piece ist klar: Netflix kann auch absurde Welten umsetzen - warum also nicht naheliegende Franchises rocken? Doch Gundam-Fan Matze hält gar nichts davon, dass seine geliebte Mecha-Marke bei Netflix landet ...
Es ist schon wirklich zum Schreien: Wir leben in einer der besten Zeiten für Anime-Fans, denn jede Saison erschlagen uns etliche Hit-Projekte, doch trotzdem sorgen Live-Action-Adaptionen für Angst und Schrecken. Schließlich kosten Spezialeffekte, fette Sets und Darsteller von Animes deutlich weniger. Weswegen Live Action gern mal billig aussieht.
Warum also hat sich Netflix im April 2021 mit Gundam ausgerechnet ein Franchise geschnappt, das exakt dafür steht, bombastische Schauplätze und Effekte zu benötigen? Die Dreharbeiten sind jetzt jedenfalls abgeschlossen, aber das Fan-Herz blutet beim Gedanken, wie enttäuschend das Ganze ausfallen dürfte ... denn bis auf One Piece ist die Geschichte von Netflix und Anime-Adaptionen ein Graus. Man denke nur an Cowboy Bebop und Death Note.
Was ist Gundam?
Bei Gundam handelt es sich quasi um DAS Mecha-Franchise aus Japan, in dem Piloten gewaltige, humanoide Maschinen einsetzen, die über 20 Meter in den Himmel ragen. Das Franchise ist inzwischen über 40 Jahre alt und hat etliche Filme, Bücher, Mangas und Bausätze hervorgebracht. Gefeiert wird Gundam dabei nicht nur für brachiale Action, sondern auch für dramatische Storys und eine Anti-Krieg-Haltung. Hält trotzdem niemanden davon ab, begeistert Figuren cooler Mechas zu sammeln, versteht sich.
Quelle: buffed (Matthias Brückle)
Ich vor einer schicken Mobile-Suit-Figur (der wunderschöne Sazabi) aus dem Gundam-Kosmos. Hoffentlich zeig ich am Ende genauso begeistert auf meinen Bildschirm, auf dem die Netflix-Verfilmung
Bei Netflix wird man wohl basierend auf Leaks vom Set auf die ikonische Universal-Century-Timeline setzen, in der sich viele der Geschichte, Bücher, Filme und vor allem die Original-Serie abspielen.
Warum ich so wenig Vertrauen in die Netflix-Verfilmung habe
Der Erfolg von guten Gundam-Geschichten steckt nicht nur in prachtvoll eingefangenen Mega-Kampfmaschinen, sondern auch in der Story. Schon von Anfang an war Gundam als Anti-Krieg-Geschichte gedacht, die nur als Nebeneffekt eben "Große Robos schon cool" mit sich bringt. Es ist ein SciFi-Kriegsdrama, verpackt in Anime-Action. Das funktioniert durch die gewisse "Distanz" bei einem animierten Projekt besser, wo man bunte Mechs nicht infrage stellt.
Bezüglich Ästhetik fürchte ich mich auch extrem vor hässlichen Greenscreen-Momenten mit den echten Darstellern, was bei einem vollständigen CGI-Film nicht der Fall wäre - hat der spaßige Kurzfilm zu Armored Core als Teil der Serie SECRET LEVEL auf Amazon gezeigt.
Ich habe also nicht nur Zweifel daran, dass Netflix wirklich bodenständiges, greifbares CGI abliefert (wann war das je der Fall?), sondern auch daran, dass die Handlung und ihre Figuren überzeugen können. Regisseur und Drehbuchautor Jim Mickle war bisher primär im TV (Sweet Tooth) und nur in kleinen Filmprojekten (In the Shadow of the Moon) aktiv, auch wenn diese selten Totalausfälle waren.
Ob er aber gut genug für Gundam ist, besonders mit nur zwei Stunden Laufzeit, die Leuten die ganze Welt näherbringen muss? Nach wie vor: Maximale Skepsis, aber ich lass mich gern überzeugen.
Quelle: Sunrise; Netflix
Das bislang einzige offizielle Bild zum Live-Action-Film zu Gundam auf Netflix
Gundam-Verfilmung: Cast des Netflix-Films
Während die genauen Charaktere nicht bekannt sind, wissen wir jetzt, dass zum Beispiel Jason Isaacs (The White Lotus, Harry Potter) eine wichtige Figur spielen wird. Außerdem ist auch Michael Mando (Better Call Saul, Spider-Man: Brand New Day) mit dabei.
Verstärkung aus dem Euphoria-Cast gibt es für Sweeney übrigens ebenfalls durch Javon Walton, während Regisseur Jim Mickle aus seiner beliebten Netflix-Serie Sweet Tooth noch Nonso Anozie an Bord geholt hat.
Ebenfalls dabei sind: Jackson White (Tell Me Lies), Shioli Kutsuna (Deadpool & Wolverine), Javon "Wanna" Walton (Under the Bridge), Oleksandr Rudynskyi (The Agency), Ida Brooke (Dune: Part Three) und Gemma Chua-Tran (Heartbreak High).
Der Plot des Gundam-Films von Netflix
Eine erste Zusammenfassung der Story enthüllt, dass sich die Netflix-Verfilmung um den seit Dekaden wütenden interplanetaren Krieg der Erde mit ihren Kolonien im All dreht. Rivalisierende Piloten der mächtigen Mechas, sogenannter Mobile Suits, stehen dabei im Fokus. (via Netflix). Die offizielle Zusammenfassung:
"Als wechselnde Loyalitäten und eine wachsende Bedrohung sie auf Kollisionskurs zueinander bringen, werden sie in ein hochriskantes Rennen durch die Weiten des Alls gezogen, das über das Schicksal der Menschheit entscheiden könnte. Mit atemberaubenden Kämpfen, tiefgründigen menschlichen Emotionen und einer epischen filmischen Größe ist das Gundam, wie man es kennt."
Aber jetzt verratet uns: Habt ihr noch Hoffnung? Oder glaubt ihr auch, dass das auf keinen Fall ein guter Film sein wird? Nutzt gern die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
