NfS: The Run im Test: Wo Need for Speed drauf steht, ist diesmal ein Arcade-Racer mit filmartigen Quick Time Events drin. Der neueste Treibstoff-Mix enthält Anteile von Split Second, Burnout und Hot Pursuit sowie ein Schlückchen Heavy Rain. Ob das EA-Gemisch den Spielspaßturbo zünden kann oder eher den Motivationsmotor ins Stottern bringt, erfahrt ihr in unserem Test von Need for Speed: The Run!
Das hat uns beim Test von Need for Speed: The Run nicht gefallen:
Zu wenig Abwechslung bei Aufgaben
Schon bei Need for Speed: Hot Pursuit mussten wir die Modi-Vielfalt bemängeln. Auch bei The Run wiederholen sich die Aufgaben viel zu schnell: Überhole 6 Gegner, fahre durch die Checkpoints vor Ablauf der Zeit, lasse drei Rivalen innerhalb von je 30 Sekunden hinter dir, sprich Eliminator. So, oder so ähnlich, lauten fast alle Aufgaben. Das schlägt doch gehörig auf die Langzeitmotivation.
Kurze Spieldauer
Rund drei Stunden verbringt ihr auf der Strecke bis zum Finale in New York. Dass dies lächerlich kurz ist, haben auch die Entwickler bemerkt. Und so haben sie noch einen Challenge-Modus eingebaut, in dem ihr dieselben Strecken nochmal fahrt, nur mit anderen Aufgaben - langweilig!
Gummiband-KI
The Run ist ein Paradebeispiel für die viel zitierte Gummiband-KI. Schaffen wir es früh einen Rivalen zu überholen, zündet der auf einmal einen Turbo, der selbst einem Düsenjet Konkurrenz macht. Auf der anderen Seite kann man davon ausgehen, dass einem rechtzeitig vor dem Ziel das kuschlig vereinte Führungstrio begegnet, auch wenn man bis dahin nur mäßig schnell unterwegs war. Das bremst den Spielspaß doch merklich aus.
Durchschnittlicher Detailgrad
Damit eine Überland-Jagd dauerhaft motiviert, müssen die Strecken gefallen. Zwar fahrt ihr in unterschiedlichen Umgebungen wie durch die Stadt, um Berge oder durch den Wald. Doch da der Detailgrad bestenfalls durchschnittlich ist, kann das Sightseeing nur mäßig begeistern. Zumal viele Texturen alles andere als schön sind. Im Gebirge zum Beispiel hat uns das Gemäuer an PS2-Tage erinnert. Auch die Fahrzeuggrafik enttäuscht. Im Vergleich zu den fast fotorealistischen Autos in Forza 4, sehen die Karossen in The Run geradezu hässlich aus, sogar unser geliebter Mercedes SLS AMG - Entwickler, schämt euch!
Quelle: PC Games
Need for Speed: The Run im Test - Es gibt auch einige Kritikpunkte an dem Rennspiel von Electronic Arts.
Schwammige Steuerung
Klar, The Run ist ein Arcade-Racer. Aber uns war die Steuerung dennoch zu schwammig. In schnellen Kurvengeschlängeln sind wir häufiger von der Strecke gerutscht und mussten die Passage neu spielen, weil uns das Spiel automatisch zurückgesetzt hat. Man hat nie das Gefühl mehrere Hundert Kilo unterm Hintern zu haben, sondern fühlt sich eher wie auf Glatteis.
Geringe Fahrzeugauswahl
Eigentlich ist der Fuhrpark reichhaltig, dennoch lassen sich im The-Run-Modus nur rund ein Dutzend Autos besteigen, wohl aus Balancinggründen. Die restlichen Karossen stehen lediglich im Challenge-Modus bereit. Allerdings fahren sich die Porsches, Fords oder Mazdas auch ziemlich ähnlich, so dass das Ausprobieren nur leidlich Spaß macht.
