Auf der Gamescom 2017 in Köln spielten wir eine brandneue Demo des im Oktober erscheinenden Need for Speed: Payback. Neben einer durchinszenierten Story-Mission durften wir auch ein wenig in die offene Welt reinschnuppern. Ob uns das Rennspiel überzeugt hat, lest ihr in unserer Vorschau.
Die einstige Vorzeige-Rennserie von Electronic Arts steckt schon seit Jahren ein wenig in der Krise. Auch der arg auf hip getrimmte Reboot der Reihe aus dem Jahr 2015 konnte nicht recht überzeugen. Nun orientiert sich die Serie allerdings an zwei erfolgreichen Marken: Forza Horizon und der (unendlichen) Filmreihe The Fast & the Furious.
Nicht die schlechteste Wahl, um wieder den Geschmack der Masse zu treffen. Auf der E3 waren wir von der dort gezeigten Demo jedoch wenig begeistert. Allerdings vermittelte unsere Anspiel-Möglichkeit auf der diesjährigen Gamescom bessere Eindrücke vom Spiel.
Gespielter Film
Bevor wir selbst den Controller in die Hand nehmen dürfen, spielen uns die Entwickler eine der sogenannten Blockbuster-Missionen vor, in der sich Tyler, einer der drei Helden des Spiels, ein illegales Autorennen liefert. Nach dem Rennen sind ihm die Cops auf den Fersen, und Kumpanin Jess schreitet ein, da Tyler in seinem Koenigsegg zwar verdammt schnell, aber eben auch anfällig für Rempler ist.
Jess hingegen nutzt ihren BMW als eine Art Panzer und rammt die Polizeiautos von der Strecke oder direkt so doll, dass sie in einem Flammenball aufgehen. Das ist spektakulär und irgendwie auch unterhaltsam, aber auch ziemlich bescheuert. Hier dürfte man auf jeden Fall den Nerv der Fast & Furious-Fans treffen. Die Szene ist jedoch stark geskriptet. Eigene Möglichkeiten den Gesetzeshütern zu entkommen gibt es nicht. Nur die von den Entwicklern vorgesehene Route.
Bildergalerie
Need for Speed: Horizon
Anschließend dürfen wir selbst spielen und können uns aussuchen, ob wir in die offene Welt aufbrechen oder die zuvor präsentierte Mission spielen. Natürlich entscheiden wir uns für die Open World. Hier erinnert NfS: Payback stark an Forza Horizon 3. Überall auf der Karte sind verschiedene Symbole für unterschiedliche Rennveranstaltungen eingezeichnet - und Blitzer darf man selbstverständlich auch auslösen. Zunächst fahren wir ein normales Rennen, danach über einen Offroad-Kurs und schließlich ein Drag Race.
Das Spiel sieht richtig schick aus, glänzt mit wunderschönen Details an den Fahrzeugmodellen und einer hübsch gestalteten Spielwelt. Auch im Handling der Fahrzeuge erinnert Payback an Arcade-König Horizon 3. Man bekommt ein gutes Gefühl für das Gewicht des Fahrzeugs sowie den Streckenuntergrund vermittelt. Die Bedienung ist präzise und leichtgängig, dennoch müssen Kurven vernünftig angefahren werden, um nicht von der Piste zu fliegen. Leider ist unser Anspiel-Termin bereits nach einer halben Stunde vorbei. Wir wären gerne noch tiefer in die offene Welt abgetaucht, um uns über den Abwechslungsreichtum der Renn-Events ein besseres Urteil bilden zu können. So cool Payback also auch ist, ein paar Fragezeichen bleiben dennoch bestehen.
