Need for Speed: Payback - Ersteindrücke aus der Release-Fassung - kompetent gemacht, aber belanglos
Special
Am 10. November erscheint Need for Speed: Payback und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Spieler für seine offene Welt, das Arcade-Gameplay, die mannigfaltigen Tuning-Optionen und die Auswahl aus knapp 80 Autos zu begeistern. Aber gelingt das auch? Wir haben einige Stunden in die Release-Fassung hineingespielt und teilen hier unsere Eindrücke mit euch.
Nachdem wir euch in unserer Vorschau zu Need for Speed: Payback vor einigen Tagen bereits über Electronic Arts' neuestes Open-World-Rennspiel informiert haben, ist nun die Review-Fassung bei uns eingetrudelt -und auch in den anderen Spiele-Redaktionen dieser Welt. Unsere Eindrücke von da haben sich großteils bestätigt - nach wie vor empfinden wir Payback als einen kompetent gemachten Titel, der aber keine hervorstechenden Eigenschaften hat und aus der Masse der anderen Rennspiele nicht hervorsticht. Für alle Infos verpasst es nicht, unseren Artikel zu lesen!Nun, da wir einige Stunden in der Welt des Spiels verbracht haben, zeichnen sich aber ein paar zusätzliche Details ab, und die sind nicht unbedingt positiv. Unangenehm sticht somit bisher die sehr große Linearität von Payback hervor. Neben der nur scheinbar völlig offenen Spielwelt - viele Arelale können nicht befahren werden - zeigt sich das in den Rennen selbst, vor allem den Story-Rennen. Um ihr Ziel, eine "Action-Racing-Experience" bieten zu können, umzusetzen, nehmen die Entwickler uns zu oft das Steuer aus der Hand. Schon früh im Spiel rasen wir in einer Mission zum Beispiel auf einen Autotransporter mit heruntergelassener Rampe zu und freuen uns auf den bevorstehenden Sprung. Anstatt dass wir diesen selbst ausführen können, wechselt Payback aber 20 Meter davor zu einer Zwischensequenz und wir dürfen nur zusehen, wie der Stunt vollführt wird. Warum? Wahrscheinlich, damit der Sprung beeindruckender inszeniert und aus mehreren Kameraperspektiven gezeigt werden kann. Lieber hätten wir aber selbst Hand angelegt! Ähnliche Situationen ergeben sich leider am laufenden Band.
Damit einher geht das völlige Fehlen von Polizei-Verfolgungsjagden auf der Map. Diese lassen sich stattdessen ausschließlich an vorgegebenen Punkten in Rennen finden - und haben nichts mit dem Katz- und Maus-Spiel vergangener Tage zu tun. Anstatt die Verfolger abhängen zu müssen, gilt es einfach nur, eine Handvoll von Checkpoints zu passieren, bevor die Jagd an einem vorgegebenen Punkt endet. Lahm!
Doch nicht nur die Polizei vermissen wir auf der Map. Überhaupt ist hier sehr, sehr wenig los. Fußgänger gibt es überhaupt nicht und Autos auf den Straßen sind vergleichsweise selten, sogar in den Stadtgebieten. Das kommt vielleicht der zugegebenermaßen butterweichen Framerate zugute (zumindest auf Konsole, auf dem PC erlebten wir bei maximalen Einstellungen auf einem hochklassigen Spielerechner überraschende Ruckler), nagt aber an der Atmosphäre.Immer weniger Gefallen, je länger wir spielen, finden wir am Upgrade-System des Spiels. Dieses läuft mittels sogenannter Speed Cards ab, was ein etwas weniger negativ konnotierter Name für Loot Boxen ist. Gezieltes Upgraden ist nicht drin, stattdessen muss man hoffen, dass man ein Item erhält, welches die Werte erhöht, die einem aktuell wichtig sind - wenn man Pech hat, ist die Karte aber auch mal komplett wertlos und kann lediglich verkauft werden. Der Speed-Card-Shop schlägt sich aufgrund der zufällig zusammengestellten Auswahl nicht besser. Noch schlimmer, muss man schon früh entweder Geld oder Speed Cards durch wiederholte Rennen grinden, um in den Story-Missionen eine Chance zu haben - hat aber eben keine Garantie, dass die Grind-Belohung die Mühe überhaupt wert ist.
Erwähnenswert ist noch, dass die nervige Online-Pflicht des Vorgängers wegfällt. Nur, wer im Mehrspielermodus ran will - den wir bisher noch nicht ausprobiert haben - kommt logischerweise um eine Anbindung ans Internet nicht herum.
Soweit unsere Ersteindrücke aus der Retailfassug von Need for Speed: Payback (jetzt kaufen )! In den nächsten Tagen sammeln wir weitere Eindrücke, bevor wir in den kommenden Tagen unser finales Testurteil zum Spiel fällen werden.
Hattet ihr schon Gelegenheit, Need for Speed: Payback zu spielen? Wie gefällt es euch? Verratet es uns in den Kommentaren! Schaut euch auch unser Vorschau-Video zum Spiel an!
