Nacon beantragt Insolvenzverfahren: Wie geht es mit dem französischen Publisher weiter?
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Der französische Publisher Nacon hat Zahlungsunfähigkeit angezeigt und ein gerichtliches Reorganisationsverfahren beantragt. Damit steht das Unternehmen unter Schutz des Handelsgerichts. Ist das das Aus von Nacon?
Der französische Publisher Nacon (Hell is Us oder Terminator: Survivors) hat offiziell Insolvenz angemeldet. Wie das Unternehmen in einer Pressemeldung selbst mitteilt, wurde eine sogenannte "déclaration de cessation des paiements" beim zuständigen Handelsgericht in Lille eingereicht.
Der Games-Publisher hat also offiziell Zahlungsunfähigkeit angezeigt und die Einleitung eines gerichtlichen Reorganisationsverfahrens beantragt. Damit steht das Unternehmen unter gerichtlicher Aufsicht - allerdings nicht automatisch vor der Zerschlagung.
Was ist der Hintergrund von Nacons Insolvenz?
Auslöser der Entwicklung ist nach Unternehmensangaben die angespannte Lage beim Mehrheitsaktionär Bigben Interactive. Dessen Banken sollen eine erwartete Teilrückzahlung eines Anleihedarlehens kurzfristig verweigert haben. Diese Entscheidung traf offenbar nicht nur den Mutterkonzern, sondern verschärfte somit auch Nacons ohnehin sensible Zahlungsfähigkeit.
Das beantragte Verfahren friert bestehende Verbindlichkeiten zunächst ein und verschafft dem Unternehmen eine Beobachtungsphase, die bis zu 18 Monate dauern kann. In diesem Zeitraum darf der Geschäftsbetrieb grundsätzlich fortgeführt werden. Ziel ist es, Schulden zu restrukturieren und einen tragfähigen Fortführungsplan vorzulegen. Ob dieser Plan realistisch ist, wird das Handelsgericht prüfen. Eine Anhörung wird für Anfang März erwartet.
Bereits zuvor wurde der Handel der Nacon-Aktie ausgesetzt. Diese Maßnahme bleibt zunächst bis zur gerichtlichen Entscheidung bestehen. Für Investoren bedeutet das vorerst Unsicherheit, wie auch für Mitarbeiter und Partner. Ob Nacon die Restrukturierung gelingt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie schnell eine Einigung mit Gläubigern erzielt wird und wie belastbar die kommenden Veröffentlichungen tatsächlich sind.
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Quelle: Nacon via Pressemeldung
