Mini-Comeback: Gen Z kauft mehr Compact Discs und tragbare CD-Player

News Marc Zander
Mini-Comeback: Gen Z kauft mehr Compact Discs und tragbare CD-Player
Quelle: Erzeugt mit DALL-E 3; Amazon.de, Epson; Montage: PCGH

Erlebt die Generation Z aktuell ihren ersten, kleinen Retro-Boom? Laut Berichten haben sich die Verkäufe von Compact Discs und tragbaren CD-Spielern erstmals seit zwanzig Jahren gesteigert.

Nachdem die Musikindustrie in den letzten Jahren durch Streaming-Dienste wie Spotify, Apple Music, Deezer, Google Music und viele andere geprägt wurde (etwa 84 Prozent der Einnahmen mit Musikaufnahmen entfielen 2023 darauf), erlebt die Compact Disc bzw. Musik-CD derzeit eine überraschende Rückkehr. Marktdaten aus den USA und Europa zeigen, dass die Verkaufszahlen für das physische Musikmedium erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder ansteigen.

Warum sind CDs wieder da?

Nachdem Musikliebhaber in den letzten Jahren vor allem Vinyl wiederentdeckt (und infolgedessen verteuert) haben, steht jetzt die glänzende Silberscheibe im Fokus des Interesses. Seit 2004 konnten die Verkäufe erstmals wieder gesteigert werden. Besonders auffällig ist dabei, dass nicht nur Nostalgiker, sondern vor allem die Generation Z und junge Musikfans unter 25 Jahren das Format für sich neu entdecken.

Fans führen den Anstieg der CD-Verkäufe vor allem auf die Ästhetik zurück, denn eine CD samt Hülle im Regal macht sich besser als Millionen von Songs auf einem Smartphone. Wobei Nutzer zugeben, dass sie sich CDs kaufen, um gezielt Künstler zu unterstützen, CDs als Erinnerungsstücke nach einem Konzertbesuch zu besitzen oder einfach ihre Lieblingsmusik im Regal stehen zu haben, dann jedoch die Musik darauf über einen Streaming-Dienst hören.

Kleinere Künstler, deren Einnahmen aus Streaming-Diensten überschaubar sind, können sich so ein Zusatz-Einkommen sichern. Taylor Swift etwa hat daraus direkt ein Business gemacht und bietet verschiedene Deluxe-Editionen ihrer Alben an, die bei Fans zu Sammlerstücken werden.

"Ich dachte mir, ich kaufe die CD von MF Doom, um ihn zu unterstützen, und ich glaube, ich habe die CD noch nicht einmal abgespielt oder versucht, sie anzuhören, sie ist ja schon auf meinem Handy ... Man muss einen Künstler schon sehr mögen, um sich die Mühe zu machen, Geld in dieser Form für ihn auszugeben, denn man kann den Song ja ganz einfach in fünf Sekunden per Streaming hören". (Donald Nde Jr.)

Einige Nutzer scheinen jedoch die CDs per CD-Player zu hören oder in Zukunft hören zu wollen, denn die Verkäufe tragbarer CD-Player sind ebenfalls gestiegen. Zu bedenken ist weiterhin, dass CDs trotz des Umsatz-Booms nur einen kleinen Anteil ausmachen. Zum Vergleich: 2002 wurden noch 92 Prozent der Einnahmen mit Musik über CDs erzielt, 20 Jahre später nur noch 3 Prozent. 2023 wurden insgesamt 36,83 Millionen CDs verkauft, ein Plus von 2,7 Prozent im Gegensatz zu 2022, im ersten Halbjahr 2025 machten CDs 6,3 Prozent der Verkäufe aus. Dabei wurde der Großteil von der Generation Z gekauft, erst danach folgen als Käufer Millennials, Generation X und Babyboomer.

Quelle: via Axios (Bezahlinhalt)

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