MultiVersus: So spielt sich der neue Brawler
Special
Wie ist das Gameplay des neuen Beat 'em Ups MultiVersus?
Free2play, aber nicht pay2win
Apropos kostenlos: Das für PC, PS4 und PS5, Xbox Series X/S sowie Xbox One erscheinende Spiel geht dem aktuellen Plan nach im Juli 2022 in die offene Beta-Phase, bei der dann jeder mitmachen kann, und soll sich statt über einen fixen Kaufpreis durch einen Season Pass sowie kosmetische kaufbare Inhalte finanzieren. Der Pass funktioniert wie auch beispielsweise bei Fortnite. Das heißt, in der kostenpflichtigen Variante schaltet ihr innerhalb einer Saison mehr und bessere Inhalte frei als in der Umsonst-Version, wenn ihr viel spielt und im Player-Level aufsteigt. Bei den kaufbaren Inhalten handelt es sich um Kosmetika, die keinen Einfluss auf das Gameplay nehmen, etwa alternative Skins und Emotes für eure Kämpferinnen und Kämpfer. Explizit kein Pay2win also. Und, um die harten Fakten noch abzuschließen: MultiVersus unterstützt vollständiges Cross-Plattform-Play und ihr dürft selbst wählen, ob ihr nur mit der eigenen Hardware-Kategorie (Konsole oder PC) oder mit allen Kategorien (Konsole und PC) gematched werden wollt. Zudem könnt ihr dank Cross-Progression beliebig zwischen Plattformen wechseln und habt euren Spielstand sowie euren Fortschritt immer zur Verfügung.
In diesem Artikel
Alles wie bei Super Smash Bros.?
Genug der harten Fakten und Informationen - wie spielt sich MultiVersus denn nun? Grundsätzlich ist vieles genau wie bei Super Smash Bros., sodass sich jeder schnell zurechtfindet, der schon einmal Nintendos Brawler gezockt hat. Das Ziel ist immer, euren Kontrahenten von der Plattform zu stoßen, um ihm ein Leben abzunehmen. Fällt die Lebensanzeige eures Widersachers auf null, habt ihr gewonnen und umgekehrt. Durch Angriffe, Schläge und Co. treibt ihr die Schadensanzeige eures Gegners in die Höhe. Je größer die Schadenszahl, desto weiter fliegt der Kämpfer, wenn er getroffen wird, sodass es für ihn zunehmend schwieriger wird, nach einem kassierten Treffer zurück auf die Stage zu gelangen.
Quelle: PC Games
Um zu gewinnen, müsst ihr eure Gegner von der Stage schmeißen - genau wie bei Super Smash Bros.
Wo wir gerade bei der Schadensanzeige sind: Die "klebt" bei MultiVersus direkt an den Fightern und ist nicht wie bei Super Smash Bros. statisch am unteren Bildschirmrand fixiert. Vermutlich eine gut gemeinte Idee, doch das sollten die Jungs und Mädels bei Player First Games dringend ändern. So nämlich ist es schwierig, im chaotischen Geklopfe die Übersicht über den eigenen sowie den gegnerischen Schaden zu behalten.
Für Casuals und für Pro Gamer
Das Moveset beim Kämpfen ist dem aus Super Smash Bros. ebenfalls extrem ähnlich. Normale Angriffe führt ihr (an der Playstation) mit dem Viereck-Button aus, je nach Kombination mit einer Richtungseingabe des Analog-Sticks gibt's verschiedene Varianten der Standard-Attacke. Spezialangriffe funktionieren genauso in Verbindung mit einer Richtungseingabe und liegen auf dem Dreieck-Knopf. Zum Springen dient der X-Button, ausweichen ist mit dem Kreis-Knopf möglich.
Quelle: PC Games
Das Moveset ist zum großen Teil sehr ähnlich wie bei Super Smash Bros., ausweichen will gelernt sein.
Die Steuerung ist schnell verinnerlicht, wobei auch ein Basic-Tutorial hilft. Verfeinern könnt ihr euren Skill mit weiterführenden Spezial-Tutorials. Und wie auch bei Smash Bros. (und natürlich vielen weiteren kompetitiven Spielen aus allerlei Genres) gilt: Mit der notwendigen Motivation, viel Ehrgeiz und ganz viel Übung könnt ihr aus dem eigentlich simplen Moveset enorm viel herausholen. Damit ist MultiVersus dank leichter Zugänglichkeit für Gelegenheitsspieler und Einsteiger gleichermaßen geeignet und spaßig wie für auf Skill fixierte professionelle Spielerinnen und Spieler.
Dabei hilfreich ist die ordentliche Präzision der Steuerung. Besser werden muss aber noch das Balancing der verschiedenen Kämpferinnen und Kämpfer. Beim Probespielen noch vor Start der offiziellen Closed Alpha war beispielsweise Taz enorm mächtig und Siege mit ihm zu erringen ein leichtes, weil er über gleich mehrere simpel auszuführende und zugleich starke Angriffe verfügt. Bugs Bunny hingegen markierte das andere Ende der Fahnenstange und zeigte sich als deutlich schwächer. Im Laufe der Zeit ist hier noch Feintuning notwendig, gerade auch dann, wenn regelmäßig weitere Figuren das Fighter-Roster erweitern.
