Wüste war gestern! Beim zweiten Motorstorm jagt ihr durchs Gelände einer Pazifik-Insel – und kämpft mit Gefährt, Gelände und Gegnern!
Quelle: Sony
Motorstorm: Pacific Rift
Nichts für Bleifüße
Obwohl Motorstorm: Pacific Rift auf den ersten Blick als rassiger Arcade-Racer daherkommt, verlangt die anspruchsvolle Steuerung ein Fahren mit Bedacht. Übermäßiger Einsatz des Boost-Knopfes kann zu häufigen Unfällen führen. Auch wenn die Gefahr, hängenzubleiben, sich aufs Dach zu legen oder nach einem Sprung außerhalb der Strecke zu landen, zum Glück im Vergleich zum ersten Teil verringert wurde. Was aber nervt, ist die teils unklare Streckenführung. Hier helfen die aufgestellten Schilder nur bedingt, sind sie doch zu klein und zu schwer zu erkennen. Während der Rennen ist Aggressivität gefragt. Kontrahenten zu rammen oder von der Strecke zu schubsen gehört zum Pflichtprogramm. Die „Take-downs“ werden aber nicht zelebriert wie in der Burnout-Serie. Meistens kriegt ihr‘s gar nicht mit und das befriedigende „Dir hab ich’s gezeigt!“-Gefühl bleibt euch verwehrt. Ebenso verschweigt man die Weite eurer Sprünge. Schade: Sonderprüfungen wie ein Crash-, Drift-, Beschleunigungs- oder Sprungwettbewerb fehlen erneut.
Motorstorm: Pacific Rift
Grafisch wird buchstäblich Licht und Schatten geboten. Die Effekte, wenn zum Beispiel die Sonne ihre Strahlen durch die Baumkronen schickt oder auf Pfützen für Spiegelungen sorgt, sind das Sehenswerteste im Spiel. Auch Fahrzeuge und Unfälle gefallen. Dagegen wirken viele Texturen im Spiel verwaschen und mancher Grafikeffekt ziemlich altbacken. Wo Burnout durch den Fischaugeneffekt das subjektive Tempogefühl verstärkt, wackelt bei Motorstorm nur etwas der Screen, wenn der Boost aktiviert ist. An der Bildrate haben wir aber nichts auszusetzen, das Spiel läuft immer flüssig. Der Soundtrack ist super! Die 46 enthaltenen Metal-, Elektro- und Drum’n’Bass-Nummern von Leftfield, Fatboy Slim, Slipknot, Nirvana, David Bowie oder Pendulum passen einfach perfekt zum aggressiv-dreckigen Spielgeschehen.
