Moonbreaker im Early-Access-Check - Seite 2
Special
Das Rundenstrategiespiel Moonbreaker von Unknown Worlds (Subnautica) bringt die Freuden des Tabletop-Gamings auf den PC: Wir sammeln Figuren, malen sie bis ins kleinste Detail sorgfältig an, stellen nach Lust und Laune Armeen zusammen und gehen dann online auf Gegnersuche. Die Idee ist spitze - und gut umgesetzt obendrein. Doch über dem Spielspaß hängt der Schatten der perversen "Live-Service"-Ökonomie.
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Neue Figuren werden nicht nur durch das Erreichen von Erfahrungsstufen freigeschaltet, sondern größtenteils in Booster-Packs ausgeliefert, die im Shop erworben werden können. Dafür setzen wir zweierlei Währung ein: Einerseits Rohlinge, die erspielt werden können, und andererseits Pulsars, eine Premium-Währung, die wir mit echtem Geld kaufen müssen. In einem Booster-Pack befinden sich immer drei Figuren. Haben wir diese bereits freigeschaltet, werden wir stattdessen mit einer weiteren Währung entlohnt, mit der wir dann die Seltenheitsstufe unserer Einheiten erhöhen. Es handelt sich dabei um eine kosmetische Anpassungsmöglichkeit.
Malen und Zahlen
Die Preise für Pulsars und Booster sind unverschämt hoch, insbesondere für ein Spiel, das bereits im Early Access 30 Euro kostet. Aus den Aussagen von Firmengründer Charlie Cleveland gegenüber Polygon lässt sich ableiten, dass Moonbreaker komplett kostenlos erhältlich sein soll, sobald mehrere Inhalte erstellt und in Umlauf gebracht wurden. Wann dies eintritt und wie sich das Spiel hinsichtlich Monetarisierung dann verändern wird, wurde seitens der Firma nicht kommuniziert.
Quelle: PC Games
Die Premium-Währung Pulsars gibt es im Shop für echtes Geld zu erwerben. Für 160 der Dinger müssen wir satte 9,99 € hinlegen, 425 Stück gibt es für 24,99 €. Ein einzelner Booster mit jeweils drei Einheiten kostet 30 Pulsars.
Zwar lassen sich Booster-Packs auch mit normaler Währung freischalten und wir bekommen mit dem Kauf des Spiels einige der Pakete mitgeliefert, ihr Verkauf wirkt aber schon jetzt wie der Dreh- und Angelpunkt des Finanzierungsmodells. So wünscht sich Cleveland, dass Unknown Worlds das Spiel für mindestens zehn weitere Jahre mit Inhalten versorgt und daraus eine Ökonomie nach dem Modell des analogen Vorbilds entsteht. Ob es die Moonbreaker-Figuren eines Tages als reale Miniaturen zu kaufen gibt, weiß Cleveland selbst noch nicht. Einerseits wolle er aufgrund der Verschmutzung der Ozeane keinen zusätzlichen Plastikmüll produzieren. Andererseits sei er aber von der Idee begeistert, dass sich Spieler die virtuell bemalten Figuren per Knopfdruck nach Hause liefern lassen könnten (Quellen: Digital Trend, gamesindustry.biz).
Womit wir bei der zweiten großen Gameplay-Säule des Spiels wären: dem Bemalen. So können wir unsere Armee nicht nur aus sämtlichen aus Boostern gewonnenen Einheiten frei zusammenstellen, sondern ihnen auch einen ganz individuellen Anstrich verpassen.
Quelle: PC Games
Malen macht Spaß
Hier zeigt Moonbreaker sein gigantisches Potenzial als simples wie brillantes Langzeit-Kultspiel und hinterlistige Gelddruckmaschine.
Das Bemalen der Einheiten ist komplett kostenlos und die Farben, die standardmäßig verfügbar sind, können - Stand jetzt - nach Belieben gemischt werden, um neue Töne und eigene Paletten zu kreieren, die dann gespeichert und immer wieder benutzt werden können. Ein Farbrad, das diesen Prozess sinnvoll erleichtern würde, gibt es aus unerfindlichen Gründen nicht, obwohl Hexwerte für die erstellen Farben angezeigt werden. Stattdessen ist das Farbmischen zwar cool für diejenigen, die es gerne authentisch mögen, für alle anderen aber umständlicher als nötig.
Trotz solcher Kleinigkeiten ist das Sammeln und Bemalen von Figuren auch am PC extrem befriedigend. Wir finden Look einiger Aliens, Soldaten und Roboter zwar etwas überdesignt und austauschbar, mit dem Mal-Tool lassen sich grundsätzlich aber wirklich beeindruckende Kreationen erschaffen. Zwar benötigt man vor allem als Laie Geduld, bis man das nötige Fingerspitzengefühl entwickelt hat, dafür sind der Fantasie im Hinblick auf die Farbgestaltung theoretisch keine Grenzen gesetzt. Laut Patch-Notes gibt es für den Modus mittlerweile einen Videoguide, der Neulingen den Einstieg erleichtern soll. MS-Paint-Veteranen sollten sich allerdings bestens zurechtfinden.
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