Monster Hunter: World: Frische Spieleindrücke vom Capcom-Studiobesuch in Osaka, Japan

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Monster Hunter: World: Frische Spieleindrücke vom Capcom-Studiobesuch in Osaka, Japan
Quelle: Capcom

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erlegen. Einen Rathalos zum Beispiel. Oder einen Groß-Jagras. Oder einen Anjanath. Wir waren auf einer Expedition in fremden, fernen Landen unterwegs und haben große Beute mitgebracht. Unsere Spieleindrücke von Monster Hunter World, direkt aus Osaka, Japan!

Japan, Land der Monster (Godzilla), Monstersammler (Pokémon), Monsterjäger (Monster Hunter): Wir wurden nach Fernost in Capcoms Hauptquartier in Osaka eingeladen, wo wir jede Menge Untiere unschädlich gemacht und innerhalb von zwei Tagen die ersten zehn Stunden des Action-Rollenspiels Monster Hunter World (jetzt kaufen / 26,99 € ) erlebt haben. Merke: Wenn es um Leben oder Tod geht, ist der Jetlag sofort wie weggeblasen!

Segel setzen

Unsere Anreise läuft glücklicherweise glimpflicher ab als die unserer Spielfigur in Monster Hunter World. Sie erleidet nämlich Schiffbuch, kurz bevor wir in der sogenannten neuen Welt anlegen, um dort mit unseren Jägerkollegen die Tierwelt zu erforschen. Fairerweise müssen wir erwähnen, dass die Navigatoren keine Schuld ­daran trifft, dass das Expeditionsboot zerschellt: Schnell lernen: Das Tutorial zu Beginn des Spiels vermittelt schnell und verständlich die wichtigsten Grundlagen. Quelle: Capcom Schnell lernen: Das Tutorial zu Beginn des Spiels vermittelt schnell und verständlich die wichtigsten Grundlagen. Zwischen den Wellen erhebt sich urplötzlich eine dampfende Masse aus Gestein und Lava. Ist es ein Berg? Ist es ein Monster? Auch wenn die Antwort wenig überraschend ausfällt, so ist die hautnahe Begegnung mit einem haushohen Ungetüm, dessen Rücken als Rahmen für das Steuerungstutorial dient, doch atemberaubend und ehrfuchtgebietend. Zum Glück ist Land in rettender Nähe und die Seilkanone am Arm unseres Helden voll funktionsfähig. Mit Haken und Strang pinnen wir uns an einem aufgeschreckten Flugmonster fest und lassen uns in Sicherheit tragen. Nebenbei retten wir unsere "Handlerin", die ebenfalls auf dem Riesenmonster festsitzt - bei ihr werden wir uns in Zukunft unsere Jägeraufgaben abholen.


Astera, neue Heimat

Jubel, Trubel, Heiterkeit: Dank des Charaktereditors und den zahlreichen Rüstungsoptionen gleicht kein Charakter dem anderen. Quelle: Capcom Jubel, Trubel, Heiterkeit: Dank des Charaktereditors und den zahlreichen Rüstungsoptionen gleicht kein Charakter dem anderen. In unserer Abwesenheit hat der Rest der Kompanie Zuflucht in der nächsten Siedlung - Astera genannt - gefunden, die an den Klippen der neuen Welt errichtet wurde und mit Windrädern, riesigen Treppen und einem Schiffswrack auf einem Berggipfel, das über die Bucht blickt, einen atemberaubenden Anblick bietet. Die Botaniker pflanzen die ersten Heilkräuter, der Schmied feuert den Ofen an und die Palicos wetzen die Kochmesser. Auch wir wollen zum Gedeihen der Kolonie beitragen und brechen zur ersten Expedition auf den wilden Kontinent auf. Ein paar Jagras sollen wir erlegen, kleine, flinke Reptilien, die wie Löwen im Rudel jagen. Davor entscheiden wir uns für eine von 14 (!) verschiedenen Waffenarten, vom klassischen Schild mit Schwert bis zum unkonventionellen Jagdhorn ist für jede Spielweise das passende Handwerkszeug enthalten. Und das ist nur der Anfang, sobald wir Beute mit nach Hause bringen, verarbeiten wir Knochen, Felle, Schuppen und Federn weiter zu noch besseren Kampfwerkzeugen, mit verschiedensten Boni und Bewegungsmustern. Anders als bei vergleichbaren Action-Rollenspielen sind wir zu keinem Zeitpunkt auf eine bestimmte Rolle festgenagelt, denn nicht unsere Figur levelt auf, sondern die Ausrüstung. Mit einem Besuch in der Umkleidekabine schulen wir um vom hammerschwingenden Nahkämpfer zum wendigen Bogenschützen. Der ist geladen: Durch die elektrisch verstärkten Angriffe und ihre Wendigkeit wird diese Echse euch auf eine harte Probe stellen.  Quelle: Capcom Der ist geladen: Durch die elektrisch verstärkten Angriffe und ihre Wendigkeit wird diese Echse euch auf eine harte Probe stellen. 

Willkommen im Dschungel

Doch diese Feinheiten sind noch nicht wichtig, als wir zum ersten Mal einen Blick werfen auf die unberührte Idylle der neuen Welt. Monster Hunter war schon immer bekannt für die liebevoll und gleichzeitig überzeugend umgesetzte, fantastische Um- und Tierwelt. Monster Hunter World erreicht dabei noch nie dagewesene Dimensionen: Farne wehen in einer lauen Brise, Eichhörnchen-artige Nager spielen im Laub, in den kristallklaren Tümpeln wimmelt es vor Fischen. Und dann erblicken wir die ersten größeren Tiere, eine Herde Aptonoth grast friedlich in einem Flussdelta. Die gutmütigen Riesen erinnern nicht zufällig an Hadrosaurier - damit die Lebewesen überzeugend wirken, hat sich das Team von Monster Hunter von lebendigen und ausgestorbenen Kreaturen der ganzen Welt inspirieren lassen. Nicht weit entfernt stromert eine Gruppe Kestodon umher. Von den bipedalen Reptilien mit dem gepanzerten Schädel halten wir uns aber zunächst lieber fern, denn auch wenn es sich um Grasfresser handelt, neigen die Männchen zur Aggression.

Territorial: Viele Untiere streifen durch ihr Revier und attackieren, sobald sie euch beim Herumschleichen erspähen. Quelle: Capcom Territorial: Viele Untiere streifen durch ihr Revier und attackieren, sobald sie euch beim Herumschleichen erspähen. Wo Spieler früher noch Ladebildschirme zwischen den einzelnen Bereichen der Welt erdulden mussten, erkunden wir die unterschiedlichen Gebiete des Waldes ganz nahtlos, dringen tiefer ins Dickicht ein, lauschen der tropischen Geräuschkulisse, erklimmen Lianen, sammeln Moos in tiefen Höhlen und beobachten schwebende Pilzsporen auf einer Lichtung. Die Einwohner der neuen Welt folgen einem Tagesablauf, und wie wir später am eigenen Leib erfahren, hat die künstliche Intelligenz - oder besser gesagt, haben die künstlichen Instinkte - der ansässigen Lebewesen ganz verblüffende Tricks auf Lager. Nicht weit vom Basislager entfernt treffen wir auf das gesuchte Jagras-Rudel. Einzeln mögen die Fleischfresser keine Gefahr darstellen, aber als Herdenprädatoren verstehen sie es, uns in den Rücken zu fallen, uns zu umkreisen und mit kleinen Attacken mürbe zu machen. Kluges Ausdauer-Management und punktgenaues Ausweichen sowie Blocken führen uns dennoch rasch zum Triumph, und mit einem Rucksack voller Jagras-Materialien kehren wir in die Basis zurück. Unsere erste Jagd - ein voller Erfolg!

Des Monsters Kern

Brennen im Hals: Wenn ein Anjanath wütend wird, fängt er an, Feuer zu spucken. Dieser Angriff hat eine beeindruckende Reichweite.  Quelle: Capcom Brennen im Hals: Wenn ein Anjanath wütend wird, fängt er an, Feuer zu spucken. Dieser Angriff hat eine beeindruckende Reichweite.  Im Vorfeld gab es viel Schelte von der Hardcore-Fangemeinde des japanischen Action-Rollenspiels. Zu casual sei Monster Hunter World, zu sehr am westlichen Geschmack orientiert. Unser ausführlicher Blick auf das Spiel zeichnet ein ganz anderes Bild: Die Seele der Serie gedeiht in ihrem brandneuen, schönen Körper wie nie zuvor, der Schere zum Opfer gefallen ist angestaubter Ballast wie der langsame Einstieg und das zeitaufwändige Ressourcensammeln. Statt unserem Helden etwa die Spitzhacke in die Hand drücken zu müssen, um Erz abzubauen, zückt er diese selbstständig. Die Komplexität des Ausrüstungs- und Kampfsystems präsentiert sich vollkommen intakt, Elementtypen, Angriffsvarianten, Kombos und schier unendliche Crafting-Möglichkeiten laden dazu ein, sich ganz und gar dem Jäger-und-Sammler-Dasein zu verschreiben. Und was gibt es schöneres, als dieser Leidenschaft in einer Gemeinschaft zu fröhnen?

Monster Hunter World kann man, wenn gewünscht, komplett im Alleingang erleben. Oder man nutzt das weltübergreifende Server-Netz, um mit Gleichgesinnten ins Jagdhorn zu stoßen. Bis zu drei Mitspieler können uns auf der Pirsch begleiten. Wollen wir eine Aufgabe von vorneherein in der Gruppe in Angriff nehmen, schlagen wir unser Vorhaben an das schwarze Brett der Basis. Wir bestimmen, welche Art von Kollegen wir bevorzugen (Erfahrung, Standort und so weiter). Oder wir ziehen alleine los und zünden eine SOS-Rakete, sobald wir in Schwierigkeiten geraten. Andere Spieler werden (hoffentlich) darauf reagieren und fix zur Hilfe eilen. Genau so gut können wir natürlich bei am schwarzen Brett befestigten Aufträgen mitmischen. Der Kommunikation dienen einfache Gesten und Chat-Nachrichten wie etwa "Schaut dort" oder "Gut gemacht". Ein Spaziergang werden die Kämpfe gegen die großen Monster aber auch mit einem vollbesetzten Team nicht, denn je mehr Jäger, desto robuster und wehrhafter die Beute. Schon alleine durch die Möglichkeit, Fallen zu stellen und Untiere abzulenken, macht das Team-Play aber jede Menge Spaß und hilft dabei, schwierige Missionen zu meistern. Auf dem Sprung: Der Barroth ist ein alter Bekannter. Landet ihr auf dem Rücken einer Bestie, könnt ihr sie effektiv von oben bearbeiten. Quelle: Capcom Auf dem Sprung: Der Barroth ist ein alter Bekannter. Landet ihr auf dem Rücken einer Bestie, könnt ihr sie effektiv von oben bearbeiten.

Des Jägers bester Freund

Selbst, wenn wir ohne menschliche Mitspieler die Welt erforschen, einsam sind wir doch nie. Als nichtmenschlicher Unterstützer steht uns jederzeit ein Palico beiseite. Den Katzenkumpel erstellen wir, genau wie unseren Helden, am Anfang des Spiels. Kleine Helfer: Euer Palico-Begleiter zähmt gelegentlich kleinere Monster, die dann für euch in den Kampf ziehen. Quelle: Capcom Kleine Helfer: Euer Palico-Begleiter zähmt gelegentlich kleinere Monster, die dann für euch in den Kampf ziehen. Hättet ihr lieber ein Kätzchen mit grünen Augen und weißer Schnauze oder lieber eines mit Schlappohren? Die Samtpfoten können wir außerdem durch Rüstung, Waffen und speziellen Fähigkeiten an unsere Jagdbedürfnisse anpassen. Mit der Zeit sammelt unser Palico immer mehr Erfahrung und kann zum Beispiel mit kleineren Monstern wie den bereits erwähnten Kestodon kommunizieren. Ebenso kann er ein einzelnes Exemplar davon überzeugen, uns unter die Arme zu greifen, oder er heilt uns während eines Kampfes. In brenzligen Situationen rettet uns das Fellknäuel unter Umständen sogar das Leben, wenn es ihm im letzten Moment gelingt, ein großes böses Monster von uns abzulenken, sodass wir uns zurückziehen und unsere Wunden lecken können.

Großer Feind, große Ehr'

Gemeinsam stark: Wenn ihr euch entschließt, im Team auf die Jagd zu gehen, wird die Stärke und Gesundheit des Monsters angehoben. Quelle: Capcom Gemeinsam stark: Wenn ihr euch entschließt, im Team auf die Jagd zu gehen, wird die Stärke und Gesundheit des Monsters angehoben. Doch nun wird es Zeit für unsere erste Auseinandersetzung mit einer wirklich großen Bestie. Und das meinen wir wortwörtlich, denn auf der Abschussliste ganz oben steht der Groß-Jagras. Um ein vielfaches imposanter als seine vergleichsweise winzigen Kollegen, verschlingt das Untier Pflanzenfresser wie Kestodon an einem Stück. Wie eine Schlange kann ein Groß-Jagras seinen Magen dehnen. Im satten Zustand schleift der Bauch über den Boden - ein Glück für uns, denn das hinterlässt deutliche Spuren. Bevor es ans Eingemachte geht, müssen wir unsere Beute zunächst aufspüren. Dazu untersuchen wir Hinterlassenschaften wie Klauenabdrücke, Federn, Borsten oder eben Schleifspuren. Eine große Hilfe dabei sind unsere Spürkäfer, die Witterungen aufnehmen und den Pfad des gesuchten Monsters mit einem Leuchten markieren. Aber auch auf nützliche Ressourcen in der Nähe, etwa Honig, Kräuter oder Pilze, weisen die Insekten hin. Die scharfen Sinne der Käfer sind überaus praktisch, denn unsere Beute in Monster Hunter World bleibt nicht wie angewurzelt an einem Ort stehen, sondern durchstreift ihr Revier, schläft und jagt, ganz von der Tageszeit abhängig.

Der gesuchte Groß-Jagras ist jedenfalls, dem geschwollenen Bauch nach zu urteilen, sehr satt, als er aus dem Gebüsch kriecht. Dennoch bewegt sich die Riesenechse erstaunlich wendig und versucht, uns mit seinem schieren Gewicht zu zerquetschen. Wie alle Monster verfügt der Groß-Jagras über mehrere Punkte, an denen er verwundet werden kann - davon, welche Gliedmaßen wir zertrümmert haben, hängt teilweise ab, welche Materialien wir nach einem Sieg einsacken. Nach genügend Treffern am Bauch speit das Echsenwesen seine letzte Mahlzeit aus, und attackiert fortan, um zig Kilo leichter, noch aggressiver und schneller. Anstatt von einer Gesundheitsleiste abzulesen, wann beim Gegner das Licht ausgeht, müssen Jäger am Verhalten ihrer Ziele erkennen, wie es um deren Ausdauer bestellt ist. Viele Monster werden die Beine in die Hand nehmen, anstatt heroisch zu sterben. Den Überlebenswillen der virtuellen Kreaturen sollte man niemals unterschätzen! Schleckermaul: Ein Pukei-Pukei spuckt Gift. Dessen Auswirkungen hängen davon ab, was das Monster zuletzt gefressen hat. Quelle: Capcom Schleckermaul: Ein Pukei-Pukei spuckt Gift. Dessen Auswirkungen hängen davon ab, was das Monster zuletzt gefressen hat.

Der Kreislauf des Sterbens

Wie wir wenig später und bewaffnet mit einem Großschwert, bespannt mit dem Leder des Groß-Jagras, feststellen, rangiert das Reptil in der Nahrungskette des Waldes in der unteren Ebene. Die Wipfel der grünen Hölle beherrscht ein Ratholos, ein fliegender Wyvern. Etwas weiter unten im Dickicht jagt der Tobi-Kadachi, ein Reptil mit blauen Schuppen, das sich elektrisch aufladen kann. Im Verborgenen gedeiht Pukei-Pukei, ein Chamäleon-Vogel-Hybrid, der Gift spuckt. Und der König der offenen Bereiche des Waldes ist der Anjanath, eine Art Mischung aus Tyrannosaurus Rex und Geier. Als wir in Team-Arbeit versuchen, Tobi-Kadachi zur Strecke zu bringen, bietet sich uns ein eindrucksvolles Schauspiel: Plötzlich stößt Ratholos vom Himmel herab, um sein Revier zu verteidigen. Er packt die auf einmal sehr klein wirkende Echse mit seinen giftigen Klauen, trägt sie empor und lässt sie gnadenlos fallen. Im Vergleich zu dieser Attacke ist der Schaden, den wir mit unseren Zahnstochern anrichten, schier lächerlich.

Verwundet flieht der Tobi-Kadachi ins Unterholz, wo er jedoch geradewegs dem patrouillierenden Anjanath in die winzigen Arme läuft. Auch der ist nicht erfreut über den Eindringling, beißt sich in seinem Opfer fest und wirft es über die ganze Lichtung. Wir müssen ebenfalls aufpassen, um nicht ins Kreuzfeuer dieses Kampfes zu geraten. Den humpelnden Tobi-Kadachi jedenfalls können wir dank der Hilfe der beiden Kolosse recht schnell erlegen. Und auch, wenn die Erfolgserlebnisse nach einer guten Jagd stets Freude bereiten, manchmal tut es uns auch ein wenig leid, ein so majestätisches Geschöpf getötet zu haben. Diese leichte Reue verdankt Monster Hunter World der Leidenschaft und Liebe, mit der die Entwickler die Tiere zum Leben erweckt haben. Statt großer, böser Monster löscht man hier - zumindest gefühlt - beseelte Kreaturen aus.
Was für ein Brocken: Manche Monster sind so groß, dass ihr mit euren herkömmlichen Mitteln nichts ausrichten könnt. Quelle: Capcom Was für ein Brocken: Manche Monster sind so groß, dass ihr mit euren herkömmlichen Mitteln nichts ausrichten könnt.

Die Wüste lebt

Was darf's denn sein: Aufträge nehmt ihr bei eurer sogenannten Handlerin oder an schwarzen Brettern an. Quelle: Capcom Was darf's denn sein: Aufträge nehmt ihr bei eurer sogenannten Handlerin oder an schwarzen Brettern an. Und der Wald ist erst der Anfang. Während unserer auf zwei Tage verteilten Spiel-Session schalten wir eine weitere Zone der Insel frei, das Ödland. Der Name wird diesem Level allerdings nicht gerecht, denn auch hier blüht das Leben. Wo sich der Fluss ins Meer ergießt, wächst ein Blumenmeer, und dick im Schlamm eingepackt lässt es sich ein weiteres, neues Monster gut gehen. Der Jyuratodus ähnelt einem Quastenflosser und schlängelt sich blitzschnell durch den Morast, kann aber, wenn er muss, auch auf zwei muskulösen Beinen laufen. Ein alter Bekannter durchstreift in Form des Barroth die Steppe, dick gepanzert und aggressiv droht das Monster, den Aufbau eines Lagers zu verhindern. Wir greifen gerne ein, und nach einem harten Kampf ist der Koloss Geschichte und das Lager errichtet. Aus den Barroth-Knochen lassen sich erstklassige Rüstungsteile fertigen! Doch auch beim zweiten Lager, das die Expedition in der Steppe errichten will, bahnt sich Ärger an. Ein Kulu-Ya-Ku buddelt dort im Boden herum, auf der Suche nach seiner Leibspeise: Eiern. Zwar ist das straußenähnliche Reptil nicht sonderlich robust, dafür weiß die Kreatur aber, sich mit einem vorgehaltenen Felsbrocken vor Frontalattacken zu schützen. Ach ja: Werfen und vor allem zielen kann ein Kulu-Ya-Ku auch sehr gut, und wehe dem, der einen solchen Brocken an den Kopf geschleudert bekommt.

Wilde Welt

Trautes Heim: In eurem Zimmer wechselt ihr unter anderem eure Ausrüstung und Bewaffnung. Quelle: Capcom Trautes Heim: In eurem Zimmer wechselt ihr unter anderem eure Ausrüstung und Bewaffnung. Wie viele Gebiete Monster Hunter World am Ende umfassen wird, ist noch nicht bekannt. Schon alleine mit den beiden Anfangsarealen, dem Wald und der Ödnis, hätten wir uns aber ohne Probleme weitere zehn Stunden beschäftigen können. Schließlich wollen wir komplette Rüstungssets tragen (das verleiht oft praktische Boni, zumal es einfach schicker aussieht, und man möchte vor anderen Jägern ja nicht nachlässig gekleidet wirken), wofür jede Menge Materialien gebraucht werden. Außerdem gibt es ja noch mehr zu tun, als nur Riesenmonster zu erschlagen. Wir sind schließlich auf einer Forschungsmission unterwegs, sollen kleinere Lebewesen für die Biologen in der Basis mitbringen, Proben von Flora und Fauna nehmen, ja sogar große Monster wie den Kulu-Ya-Ku unbeschadet einfangen, damit sie ausführlich studiert werden können. In einer Online-Hub-Arena treffen wir andere Jäger, messen unsere Kräfte im Armdrücken, oder wir verbessern unsere Statuswerte vor der nächsten Expedition, indem wir uns in der Kantine ordentlich den Magen vollschlagen. Und manchmal, da ist es dank der grandiosen, überzeugenden Gestaltung von Umwelt sowie deren Bewohnern und dank der beeindruckenden künstlichen Intelligenz der virtuellen Kreaturen eine wahre Freude, einfach mal nur Beobachter zu sein - und nicht nur Jäger.
Basislager: Begebt ihr euch gemeinsam auf die Jagd, trefft ihr euch im ausgewählten Basislager, um euch vorzubereiten. Quelle: Capcom Basislager: Begebt ihr euch gemeinsam auf die Jagd, trefft ihr euch im ausgewählten Basislager, um euch vorzubereiten. Dementsprechend fühlt es sich auch gar nicht an, als seien wir bereits zwei Tage mit Monster Hunter World beschäftigt, als es schon wieder heißt: Auf Wiedersehen Japan, Land der Monster und Monsterliebhaber. Immerhin können wir unsere Mission bald fortsetzen, denn schon im Januar brechen wir endgültig auf in die neue Welt, um Abenteuer zu erleben und Monster zu erlegen. Fragt sich nur, was ihr sein werdet. Jäger oder Beute?

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