Monster Hunter Wilds angespielt: Jagdhorn raus und auf zur Monsterjagd!

Special Annika Menzel
Monster Hunter Wilds angespielt: Jagdhorn raus und auf zur Monsterjagd!
Quelle: Capcom

Wir haben Monster Hunter Wilds auf der Gamescom 2024 in Köln gespielt! In unserer Vorschau schildern wir euch unserer Eindrücke der Monsterhatz und zeigen euch den neusten Trailer zum Capcom-Schnetzler.

Schwingt euch auf eure Saikriis und ab geht's in Capcoms Wildnis! Monster Hunter Wilds lädt euch ab 2025 erneut auf Monsterjagd ein, die nun noch realistischer, schicker und gleichzeitig sogar komfortabler ist. Wir durften auf der Gamescom bereits zwei Quests des anstehenden Spiels ausprobieren: Bei einer Mission waren wir ganz auf uns allein gestellt, während wir uns bei der anderen zu viert austoben durften. Also packt euch schon mal genug Proviant ein, holt das Jagdhorn raus und macht euch bereit für einen wilden Ritt!

Überlebenskampf mit Unwetterwarnung

Als erstes ging es auf eine riskante Rettungsmission in einem Wüstengebiet. Dort befand sich ein Kind auf der Flucht vor einem Monster und konnte dank unserer Hilfe noch knapp dem Treibsand entrinnen. Doch das war lediglich der Start in die neue Quest. Von dessen Bruder fehlte nämlich jede Spur, sodass wir uns natürlich noch auf den Weg machten, ihn gesund und munter aufzutreiben. Die Mission führte uns direkt in die Arme eine Chatacabras, das nicht nur durch seine überdimensionale Zunge für Eindruck sorgte. Da fackelten wir natürlich nicht lange, schnappten uns eine Waffe und sagten dem Viech den Kampf an. Für diejenigen unter euch, die bereits Monster Hunter World gespielt haben, dürfte das Spielgefühl sehr vertraut vorkommen.

Es gibt wieder die gewohnten Waffen von damals, sodass wir dank unserem Muskelgedächtnis schnell zurück in den alten Trott fanden. Bei der Multiplayer-Quest, die wir im Anschluss noch ausprobieren durften, ging es uns ganz ähnlich. Zu viert bekamen wir den Auftrag, ein Alpha-Doshaguma aufzuspüren und zu erlegen. Also hieß es in bester Monster Hunter-Manier: Im Lager vorbereiten, auf den Rücken des Reittiers springen und es automatisch den Weg zum Questziel finden lassen.

Denn das ist eine sehr komfortable Neuerung bei Monster Hunter Wilds (jetzt kaufen 79,99 € / 62,99 € ): Euer Saikrii kann - wenn ihr das denn möchtet - ganz von selbst den Leuchtkäfern zum gesuchten Monster folgen. Dabei macht euer treuer Gefährte vor Nichts halt und meistert sogar Sprungpassagen zuverlässig. Das kam uns auch beim Erkunden der Gegend ohne direktes Ziel zugute. Dank der Geschwindigkeit des Saikriis könnt ihr außerdem humpelnde Monster, die sich in ihr Nest zurückziehen wollen, in Windeseile wieder einholen.

Ihr braucht also nicht den ganzen Weg zu Fuß zurücklegen und hoffen, dass ihr noch genug Zeit für diesen Spaziergang habt, bevor sich der Gegner wieder bei Kräften ist. Allerdings hilft Monster Hunter Wilds euch auch bereits mitten im Kampf dabei, ihre Schwachstellen gezielt anzugreifen.

Streut Salz in die Wunde!

Monster in Monster Hunter Wilds Quelle: Capcom

Ihr könnt einen Fokusmodus aktivieren, durch den bereits hinzugefügte Wunden am Monster rot markiert werden. So könnt ihr nach den ersten Schlägen, Hieben oder Pfeilen gezielter angreifen und möglichst effektiv Schaden austeilen. Das kam uns sehr gelegen, da vor allem das zweite Monster selbst mit der geballten Kraft im Multiplayer-Modus ordentlich was einstecken konnte. Eine weitere Anpassung, die die Atmosphäre während der Kämpfe noch intensiver gestaltet, ist das wechselnde Wetter. Mitten in unserer Auseinandersetzung mit dem Doshaguma begann es plötzlich zu gewittern, wodurch unsere Sicht teilweise ordentlich eingeschränkt wurde.

Dadurch wirkte das Monster nicht nur bedrohlicher, es wurde es durch die erschwerten Umweltbedingungen auch. Deshalb waren wir doch sehr dankbar für unsere Mitstreiter, sodass wir uns dem eindrucksvollen Alphatier umringt von Blitz und Donner nicht ganz allein entgegentreten mussten. Wenn ihr allein zu einer Quest aufbrecht, seid ihr aber nicht automatisch aufgeschmissen, solltet ihr an eure Grenzen stoßen. Mithilfe eines Notsignals könnt ihr dann Unterstützung anfordern, die euch hoffentlich aus eurem Dilemma befreien kann.

Wie Monster Hunter World Vol. 2

Übrigens macht das Spiel auch abseits der Wettereffekte optisch einiges her. Der Grafikstil wurde ähnlich zu dem von World gehalten und fühlt sich daher schnell vertraut an. Vor allem das Charakterdesign hat uns überzeugt, weshalb wir gespannt darauf sind, wie frei wir wieder in der Gestaltung unserer eigenen Figur sein werden.

Beim Anspielen durften wir uns leider nur kurz zwischen mehreren, vorgefertigten Optionen entscheiden. Das ist aber vermutlich ganz gut so, sonst hätten wir womöglich viel zu viel Zeit unserer Session im Editor verplempert. An manchen Stellen lief Monster Hunter Wilds noch nicht ganz flüssig, wodurch es zu ein paar harmlosen Rucklern kam. Da sich das Spiel aber noch eine Weile in Entwicklung befinden wird, hoffen wir einfach darauf, dass es zum Release flüssig läuft und die Jagd nicht durch technische Probleme erschwert wird.

Der Eindruck, den die Anspielsession hinterlassen hat, ist insgesamt aber sehr überzeugend. Es steckt viel Gutes aus World in dem neuen Teil, allerdings eben mit einigen interessanten Neuerungen, die frischen Wind in die Reihe bringen dürften.

Erscheinen soll Monster Hunter Wilds dann 2025 für PC, PS5 und Xbox Series X/S. Wenn ihr mit der Monsterjagd nicht so lange warten wollt, könnt ihr euch ja nochmal den Biestern in World oder Rise den Kampf ansagen. Dann seid ihr auch bestens vorbereitet auf die Herausforderungen, die Wilds für euch zu bieten haben wird.

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