Vorschau zu Monster Hunter Rise: Neue Welt, neue Monster, neue Mechaniken - alle Infos

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Vorschau zu Monster Hunter Rise: Neue Welt, neue Monster, neue Mechaniken - alle Infos
Quelle: Capcom

Was für eine schöne Überraschung: Die Switch bekommt mit Monster Hunter Rise ein exklusives, vollwertiges Monster-Hunter-Spiel spendiert! Alles, was ihr darüber wissen müsst, in der Preview - wir haben außerdem mit dem Director und Producer des Spiels geredet.

Monster Hunter ist wahrlich keine unbekannte Marke im Nintendo-Universum. Immer wieder erscheinen Titel für die Konsolen des japanischen Unternehmens, besonders der 3DS wurde mit jeder Menge Umsetzungen und exklusiven Spielen bedacht. Beim letzten Teil aber, Monster Hunter World (hier lest ihr den Test), sowie dessen Erweiterung Iceborne, blieben Switch-Spieler außen vor, während sich Neuzugänge und alte Fans der Reihe auf PC, PS4 und Xbox One mit viel Freude in die durch und durch aufgehübschte und generalüberholte Neugeburt des alteingesessenen Monsterjagd-RPG vertieften.

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Die Durststrecke hat aber nun ein Ende, denn Monster Hunter Rise (jetzt kaufen 39,99 € / 35,99 € ) erscheint exklusiv für die Switch im März 2021 und bietet eine Kombination aus frischen Elementen, die in World Einzug in die Reihe hielten, und bewährten Konzepten, die Serienfreunde seit Anfang der 2000er-Jahre schätzen. Wir hatten die Gelegenheit, jede Menge Gameplay im Rahmen der Tokyo Game Show zu bestaunen und ein Interview mit dem Game Director Yasunori Ichinose und dem Producer Ryozo Tsujimoto zu führen - wegen der immer noch aktuellen Pandemie-Situation per Videokonferenz. Hier kommen alle Infos zu Monster Hunter Rise für Switch!

Eure neue Heimat

Willkommen in Kamura, dem Ort, an dem euer Leben als Monsterjäger in Rise startet. Während in World die sogenannte neue Welt und in der Erweiterung Iceborne polare Kälte auf Abenteurer warteten, steht dieses Mal ein japanisch angehauchtes Setting im Vordergrund. Das schlägt sich nicht nur in der Umgebung nieder, bei der ihr Bambushaine durchschreitet oder Pagoden bewundert, sondern auch bei der Gestaltung der Monster.

Monster Hunter Rise Quelle: Capcom Die Story ist auch in Monster Hunter Rise wichtig. Allerdings werden die Zwischensequenzen wohl nicht ganz so ausufernd wie in World ausfallen. "Schon seit Monster Hunter Freedom gibt es Kreaturen im Spiel, die asiatisch oder japanische Ursprünge haben. In Rise stehen der japanische Look und die Inspiration bei den Yokai-Geistern aber das erste Mal im Vordergrund", verrät uns Tsujimoto auf die Frage, woher man bei der Gestaltung der neuen Wesen die Ideen nahm. Yokai sind japanische Mythengestalten, die in unseren Breitengraden wohl vor allem durch Videospiele im Bewusstsein der Spielerschaft gelangt sind - man denke zum Beispiel an Yo-kai Watch, Nioh oder auch Ghostwire: Tokyo.

Zwei neue Vertreter dieser von der Sagenwelt inspirierten Monster in Rise sind Bombadgy und Aknosom. Die erste Kreatur ist klein, pelzig und sieht auf den ersten Blick nicht sonderlich gefährlich aus. Mehr wollte man uns im Interview nicht zu dem Tierchen verraten, das man in den Gameplay-Szenen von der Tokyo Game Show zum ersten Mal zu Gesicht bekam. Nur, dass es sich dabei um eine Art Tanuki handelt - die japanischen Marderhunde sollten besonders Nintendo-Fans ein Begriff sein, Mario zum Beispiel erlangt mit der Tanuki-Verkleidung Gleitfähigkeiten und in Animal Crossing zahlen wir seit jeher unseren Kredit bei Marderhund Tom Nook ab! Wir sind gespannt, welche Rolle dem Bombadgy im Spiel zukommt und wenden uns einem zweiten Sagengeschöpf zu: dem Aknosom.

Das Biest aus der Klasse der Vogel-Wyvern basiert auf dem Yokai Kasa-Okabe, einer Art Regenschirmgeist. Die Parallelen werden ersichtlich, sobald man Aknosom in Aktion sieht: Wenn das Monster auf einem Bein steht, die Schwingen spreizt und sein augenförmiges Kopfschild präsentiert, erinnert das wirklich frappierend an den Geisterschirm! Wie üblich in der Serie sind die Kämpfe gegen Monster der wohl wichtigste Bestandteil des Spielerlebnisses. Quasi jede Jagdmission ist ein Bosskampf, der sich locker über mehr als 15 Minuten ziehen kann. Uns interessiert natürlich, wie das mit der Portabilität der Switch funktioniert. In Monster Hunter World nahm die Story recht viel Raum ein, vor Gefechten gab es teilweise ausufernde Zwischensequenzen mit Story-Fokus.

Dass Switch-Spieler unterwegs nicht unbedingt so viel Zeit haben wie im stationären Betrieb, dessen sind sich die Entwickler bewusst. "Mir ist klar, dass es viele Spieler gibt, für die eine mitreißende Handlung sehr wichtig ist. Es gibt aber auch die Fans, die nicht besonders viel Wert auf die Hintergründe legen und in erster Linie an der Action interessiert sind", verrät Tusjimoto. Bei der Konzeptionierung eines Monster-Hunter-Spiels gehe man aber an jeden Teil frisch heran und entscheidet anhand der Plattform, welche Features und Schwerpunkte Sinn ergeben würden.

Schwert und Schild kehren zurück. Die Waffenauswahl dürfte ein weiteres Mal beträchtlich sein und für viel Abwechslung in den Kämpfen sorgen. Quelle: Capcom Schwert und Schild kehren zurück. Die Waffenauswahl dürfte ein weiteres Mal beträchtlich sein und für viel Abwechslung in den Kämpfen sorgen. Monster Hunter World auf stationären Plattformen bot sich dementsprechend für mehr und längere Zwischensequenzen an, schließlich verbringt man üblicherweise mehr als eine Stunde vor dem Fernseher, bei Rise sieht das anders aus: "Bei einer portablen Konsole wie der Switch müssen wir die Herangehensweise ändern. Wenn jemand im Bett noch 30 Minuten vor dem Einschlafen oder im öffentlichen Nahverkehr spielen möchte, hat diese Person natürlich gewisse Prioritäten, was sie in dieser Zeit erleben möchte", führt Tsujimoto aus. Die Story hat also definitiv einen Platz in Monster Hunter Rise, aber sie wird nicht auf die gleiche Weise dargereicht wie in Monster Hunter World. Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist die sogenannte Randale, doch welche Questarten dieses Ereignis beinhaltet und wie es innerhalb der Story präsentiert wird, bleibt vorerst unklar.

Weniger ist mehr?

Die RE Engine von Capcom bringt Monster Hunter Rise in ganz neuem Glanz auf die Switch. Mit wundervollen Animationen (alle bislang gezeigten Szenen deuten darauf hin, dass die virtuelle Umsetzung der Kreaturen mal wieder vorzüglich gelingt), einer deutlich lebendigeren Welt als in den 3DS-Spielen, satten Farben und vielen Details an den Charaktermodellen nutzt das Entwicklerteam die Stärken der Konsole offensichtlich sehr gut aus.

Der Tetranodon ist gefräßig und nutzt sein riesiges Maul für gefährliche Attacken. Das krötenartige Wesen ist gut gepanzert, setzt also auf Durchschlagskraft. Quelle: Capcom Der Tetranodon ist gefräßig und nutzt sein riesiges Maul für gefährliche Attacken. Das krötenartige Wesen ist gut gepanzert, setzt also auf Durchschlagskraft. Ja, im direkten Vergleich zu World ist Rise unterlegen, aber das muss nicht unbedingt schlecht sein. Auf PS4 und Co. war es in einigen Gebieten schwierig, Wege durchs Terrain zu erkennen (trotz Spürkäfern), weil die Vegetation so üppig spross und komplexe Schatten- und Partikeleffekte ablenkten. Rise scheint sich in dieser Hinsicht zugunsten der Übersichtlichkeit zurückzuhalten, sicherlich aber auch wegen technischer Einschränkungen. Ähnlich wie in World wird die grundlegende Mechanik der Jagdreviere funktionieren: Ihr wählt aus, wo ihr auf die Pirsch gehen wollt (von Ruinen bis zur zerklüfteten Berglandschaft), diese Areale sind in mehrere Gebiete unterteilt, zwischen denen Jäger aber ohne Ladezeit wechseln können.

Es krabbelt und fleucht

Es gibt auch wichtige Neuerungen im Vergleich zum letzten großen Titel der Reihe, da sind zum Beispiel die Kabelkäfer. Jeder Jäger hat einen dabei, in etwa so wie der Krabbler, der in der Insektenglefe aus den Vorgängern steckt. Auf Knopfdruck verschießt man den Sechsbeiner und wird dann in die Schussrichtung katapultiert. Auf diese Art erweitert sich das Bewegungsspektrum beträchtlich, sowohl vertikal als auch horizontal - selbstverständlich spielen die Kabelkäfer auch bei Auseinandersetzungen eine wichtige Rolle. Das trifft auch auf die nächste Neuerung zu, die Palamutes.
Mit den Kabelkäfern erreicht ihr unzugängliche Bereiche und erweitert euer Bewegungsrepertoire – auch im Kampf, versteht sich ja von selbst! Quelle: Capcom Mit den Kabelkäfern erreicht ihr unzugängliche Bereiche und erweitert euer Bewegungsrepertoire – auch im Kampf, versteht sich ja von selbst! Auf dem Rücken der wolfsartigen Vierbeiner legt ihr rasch Distanzen zurück, ohne eure wertvolle Ausdauerleiste anzuzapfen. Im Prinzip funktioniert das ähnlich wie in den Reitabschnitten in Iceborne, nur, dass ihr selbst die Kontrolle über die Vierbeiner übernehmt. In Kämpfen wissen sich Palamutes effektiv zu wehren, sie sind eine offensive Unterstützung für euch und eure Mitspieler. Anders als die Palico-Katzenwesen, Maskottchen der Serie, die in Rise in ihrer Rolle Support-Begleiter zurückkehren - diese Kreaturen versorgen euch etwa mit Extraportionen Heilung. Wenn ihr solo auf Jagd geht, könnt ihr ein Duo von computergesteuerten Begleitern mitnehmen, also entweder zwei Palamutes, zwei Palicos oder von jeder Art ein Exemplar. Im Mehrspielermodus müsst ihr euch auf einen Teamkameraden beschränken.

Wie genau die Multiplayerfunktionen aussehen werden, ist noch nicht bekannt, allerdings dürfte so gut wie feststehen, dass Missionen serienüblich sowohl alleine als auch über eine Internetverbindung mit anderen Teilnehmern gestartet werden können. Auch am Kern des Spiels gibt es keine Zweifel: Jagt immer größere, gefährlichere Monster und fertigt aus deren Beutestücken stärkere Rüstung und Waffen, damit ihr dem nächstgrößeren Brocken gewachsen seid. Die unterschiedlichen Wesen erscheinen mitunter in neuen Formen oder in anderen Gebieten und haben verschiedene Stärken und Schwächen, die ihr bei der Vorbereitung für Missionen berücksichtigen müsst.

Tiger King

Der eindrucksvolle Magnamalo ist das Flaggschiffmonster von Monster Hunter Rise. Nur nervenstarke, mächtige Jäger werden ihn bezwingen. Quelle: Capcom Der eindrucksvolle Magnamalo ist das Flaggschiffmonster von Monster Hunter Rise. Nur nervenstarke, mächtige Jäger werden ihn bezwingen. Auch in Monster Hunter Rise wird einem besonders eindrucksvollen Untier die Ehre zuteil, Flaggschiffmonster des Spiels zu sein. Dieses Mal lautet der Name der Bestie Magnamalo. Sie erinnert entfernt an einen violetten Tiger mit martialisch aussehenden Knochenfortsätzen an den Vorderarmen und einem Stachel am Schwanz. Sollte das muskulöse Erscheinungsbild von Magnamalo nicht schon genug Eindruck schinden, dann hilft vielleicht die Information, dass das Monster nicht nur Flammen spucken, sondern sich auch komplett unsichtbar machen kann. Von diesem Ungetüm möchte man wirklich nicht im unpassenden Moment überrascht werden!

An alten Bekannten wird es der Ungeheuergalerie in Monster Hunter Rise bestimmt auch nicht mangeln, zum Beispiel wartet sicher das Elektrobiest Tobi-Kadachi aus Monster Hunter World auf mutige Herausforderer. Passend zum Spielthema dürfte auch Kirin, das auf Ostasiatischer Mythologie basiert, nicht weit sein, bestätigt ist die Existenz des einhornartigen Vierbeiners aber noch nicht. Zu guter Letzt gehören noch die neuen Monster Izuchi und Groß-Izuchi (Reptilien mit Klaue am Schwanzende, die Raptoren ähneln), der krötenartige und gefräßige Tetranodon und die außergewöhnliche Kreatur Yatsukadaki zur Rise-Monstergalerie - dieses Tier gehört zur seltenen Gruppe von Wyvern, die an gigantische Spinnen erinnern und von denen es in der Serie bislang nur einen Vertreter gibt. Vermutlich wird der Name einiger Neuzugänge für den englischsprachigen Raum für ein besseres Verständnis geändert, momentan stehen zunächst die japanischen Bezeichnungen fest.

Im Himmel

Was gibt es noch zu klären? Ein wichtiger Punkt, der vielen Spielern nach der Ankündigung auf der Seele brannte: Wird Monster Hunter Rise das praktische Cloud-Speichern unterstützen? Wir fragen nach und erhalten die knappe und eindeutige Antwort "ja". Gute Neuigkeiten für Fans der Serie und Switch-Spieler also an allen Ecken und Enden! Das nächste Jahr verspricht Monsterspaß. Angesichts der Qualität der Spiele und einem Team, das sich mit Nintendo-Konsolen hervorragend auskennt, gibt es wenig Bedenken, was Monster Hunter betrifft. Nur über den Trailer zum Kinofilm breiten wir lieber einen Mantel des Schweigens.

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