Monster Hunter Rise: Als Ninja riesige Monster bezwingen - Angespielt-Vorschau
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Mit Monster Hunter Rise bringt Capcom den nächsten Monster-Hunter-Teil auf den Markt. Das Nintendo-Switch-exklusive Spiel kombiniert Altes und Neues, um eine Frische Erfahrung zu bieten. Mit neuer Mobilität und Ninja-ähnlichen Bewegungen fordern wir die Monster heraus. Ob das Konzept aufgeht, erfahrt ihr in unserer Hands-on-Vorschau - jetzt auch mit Video!
Erst im Dezember wurde das letzte Update für Monster Hunter World: Iceborne veröffentlicht, schon steht der nächste Titel aus der traditionsreichen Serie in den Startlöchern. Mit Monster Hunter Rise bewegt sich Entwickler Capcom in eine, für westliche Fans, völlig neue Richtung. Die Spielwelt ist nämlich stark von japanischer Kultur und entsprechenden Schauplätzen inspiriert. In eine ähnliche Richtung ging schon das Japan-exklusive Monster Hunter Portable 3rd für die Playstation Portable. Doch nicht nur das Setting wurde verändert, sondern auch das Gameplay ist an die neue Umgebung angepasst.
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Durch den Seidenbinder, der uns zur Verfügung steht, fühlen wir uns fast schon wie ein Ninja! Schon bevor die Demo online ging, konnten wir diese ausführlich spielen und verraten hier unsere Eindrücke aus Single- und Multiplayer.
Schneller, beweglicher, höher!
Monster Hunter Rise bietet einige Neuerungen, am prägnantesten sind aber der Seidenbinder und die durch ihn neu gewonnene Mobilität. Er funktioniert wie ein Greifhaken, der auch außerhalb des Kampfes seine Nützlichkeit zeigt, jedoch speziell während unserer Jagden. Im Kampf erhalten wir durch ihn jeweils zwei neue Attacken für jede der 14 Waffenarten und obendrauf die Möglichkeit, unsere Balance wiederzuerlangen, bevor wir nach einem eingesteckten Treffer vollends auf dem Boden landen. Die Angriffe wurden alle sinnvoll in das Moveset der jeweiligen Waffen implementiert, jedoch halten diese Attacken mehr bereit, als man zuerst ahnen mag.
Quelle: PC Games
Alle Waffen, die es bisher in der Serie gab, sind auch in Rise zurück. Neue Waffenarten gibt es leider nicht.
Falls wir mit genug Seilangriffen treffen, bekommen wir die Möglichkeit, Monster zu satteln und sie zu reiten. Befinden wir uns erst einmal im wilden Rodeo, können wir mit den Bestien andere Feinde angreifen, oder sie volle Kanne an eine Wand oder gegen andere Monster brettern lassen. Haben wir dem Gegner genug Schaden auf seinem Rücken zugefügt, können wir ihn mit einem Finisher auf dem Boden festbinden und ihm noch mehr Schläge verpassen. Wer ein Monster Hunter der jüngeren Vergangenheit gespielt hat, merkt bestimmt, dass dieses Reit-Feature sehr der Mechanik ähnelt, die uns erlaubt, uns auf ein Monster zu stürzen, um es zu verletzen und ebenfalls umzuwerfen.
Abseits der Zerstörung, die der Seilbinder anrichten kann, bietet er auch jede Menge Bewegungsmöglichkeiten. Zu jeder Zeit können wir einen Sprung vorwärts hinlegen, uns eine ordentliche Distanz nach vorne katapultieren oder zielgerichtet in eine beliebige Richtung hüpfen. Landen wir an einer Wand, laufen wir sie automatisch weiter nach oben.
(Fast) über den Wolken
Bisher bereisten wir in Monster Hunter lediglich den Boden, in Rise ist es nun aber möglich, uns mithilfe unseres neuen Werkzeugs auf Mauern oder Berge zu begeben. Dies beschleunigt nicht nur unsere Suche nach den Monstern, sondern bietet uns auch ein bisher unbekanntes Gefühl der Freiheit. Dazu trägt auch unser Palamut bei, den wir reiten können. Er ist eine Art Wolf und ermöglicht uns, noch schneller unsere Gegner zu verfolgen.
Quelle: PC Games
Natürlich müssen wir auch wie ein Ninja aussehen, wenn wir schon von einer Wand abspringen!
Die Gebirge ergeben aber auch im Kontext des Gameplays Sinn, denn durch ein weiteres neues Tool, den Flollier, können wir spezielle Käfer einsammeln, die gerne mal auf Gipfeln herumflattern. Diese verpassen uns verschiedene Buffs, beispielsweise mehr Stärke oder Ausdauer. So hat man, selbst während man einem fliehenden Boss hinterhereilt, eine kleine Aufgabe zu erledigen, die einen für die kommende Auseinandersetzung stärkt.
Ebenfalls auffallend: Unsere Spielfiguren können nun erstmals sprechen, und zwar nicht nur wie bisher im typischen Monster-Hunter-Kauderwelsch, sondern in ganzen Sätzen! Bisher kamen ja nur die NPCs zu Wort, nie wir selbst. Zur Auswahl stehen Englisch, Japanisch und wahlweise trotzdem die klassische Monster-Hunter-Sprache. Falls uns das Gequassel generell nerven sollte, können wir es in den Optionen auch ganz ausstellen oder die Häufigkeit reduzieren, damit wir uns während eines Kampfes kein Kotelett an die Backe labern lassen müssen.
Aus alt mach neu
Da Monster Hunter Rise (jetzt kaufen 39,99 € / 35,99 € ) ein Exklusivtitel für Nintendo Switch ist, erreicht die Grafik natürlich nicht die Qualität eines Monster Hunter World. So erinnern die Charakter-Modelle eher an jene aus Monster Hunter Generations Ultimate. Jedoch wurden die Animationen und Waffen-Movesets aus World übernommen, wodurch das Gameplay genauso frisch, wenn nicht sogar dank des Seidenbinders noch besser wirkt als zuvor. Auch einige Komfortänderungen wurden aus dem Abenteuer für PC, PS4 und Xbox One übernommen, darunter das Tortenmenü, um Items schneller auszuwählen, das Aufsammeln von Gegenständen, während wir uns bewegen, und eine Funktion, um einfacher den Weg zu Monstern zu finden. Leider geschieht die Monster-Suche nicht mittels Spähkäfer, sondern durch einen plumpen roten Pfeil, was die Immersion ein wenig einschränkt.
Quelle: PC Games
Zurück zur Brutalität! Jagen ist immerhin nichts für Kinder, da kann auch mal ein wenig Blut fließen.
Trotz des modernisierten Gameplays kehrt die Serie in manchen Aspekten zu ihren Wurzeln zurück. Die Benutzeroberfläche sieht so aus, wie wir es von älteren Teilen gewohnt sind. Zudem fließt im Gegensatz zu Monster Hunter World wieder Blut, wenn wir Gegner treffen. Ein weiterer Schritt in die Vergangenheit sind die Karten. Die in der Demo spielbare Map ist bei weitem nicht so verzweigt wie jene, die man in World erforscht. Ob das etwas Schlechtes oder Gutes ist, liegt im Auge des Betrachters, denn einige Fans fanden die Karten aus dem direkten Vorgänger sogar zu verzweigt. Stattdessen setzen die Entwickler diesmal vor allem auf einen vertikalen Aufbau der Levels und wie damals auf offene, ebene Areale, um gegen Drachen & Co. anzutreten.
Am meisten Spaß bietet Monster Hunter natürlich im Multiplayer-Modus. Dieser funktioniert einwandfrei, zumindest im lokalen Modus, und ohne spürbare FPS-Einbrüche. Da es in der Serien-Vergangenheit auch keine dramatischen Probleme bezüglich der Onlinemodi gab, ist davon auszugehen, dass auch dieser Modus ohne große Probleme laufen wird. Ausprobieren konnten wir die Online-Variante aber noch nicht.
Monster Hunter Rise wird am 26. März exklusiv für Nintendo Switch erscheinen. Gerüchteweise könnte der Titel auch für den PC oder andere Konsolen umgesetzt werden, eine offizielle Stellungnahme zu etwaigen Ports gibt es bisher jedoch nicht.
